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IP/09/ 978

Brüssel, 22. Juni 2009

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt geplante Übernahme von Nuon Energy durch Vattenfall unter Bedingungen

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von N. V. Nuon Energy (Niederlande) durch Vattenfall AB (Schweden) nach der EG‑Fusionskontrollverordnung geprüft und genehmigt. Beide Unternehmen sind im Energiesektor tätig. Die Entscheidung der Kommission ist an die Bedingung geknüpft, dass Nuon Energy einen Teil seines deutschen Endkundengeschäfts veräußert. Vattenfall stimmte dieser Veräußerung zu, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen, die die Kommission in Bezug auf Stromlieferungen an kleine Gewerbe- und Privatkunden in Hamburg und Berlin hatte. Unter Berücksichtigung der angebotenen Abhilfemaßnahme kam die Kommission zu dem Schluss, dass der geplante Zusammenschluss den wirksamen Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich behindern dürfte.

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erklärte hierzu: „Ich nehme erfreut zur Kenntnis, dass die Verpflichtungszusagen ausreichend sind, um nach der geplanten Übernahme einen weiteren Ausbau des auf dem deutschen Endkundenstrommarkt entstehenden Wettbewerbs zu gewährleisten.“

Vattenfall, das letztlich vom schwedischen Staat kontrolliert wird, übt vorrangig in Schweden, Deutschland, Finnland, Frankreich, Dänemark und Polen Tätigkeiten in allen Bereichen der Energiekette aus. In geringem Umfang ist das Unternehmen auch im Gassektor tätig. Die Tätigkeiten von Nuon erstrecken sich ebenfalls auf die gesamte Energiekette; es produziert und liefert Strom, Gas, Wärme und Kälte. Das Unternehmen ist hauptsächlich in den Niederlanden, aber auch in Belgien und Deutschland vertreten.

Die Untersuchung der Kommission ergab, dass die geplante Übernahme auf den meisten relevanten Märkten keine Bedenken aufwirft, da die horizontalen Überschneidungen zwischen den Tätigkeiten von Nuon und Vattenfall nur gering sind. Lediglich auf das Endkundengeschäft der beiden Unternehmen in Deutschland traf dies nicht zu, insbesondere was Stromlieferungen an kleine Gewerbe- und Privatkunden in Berlin und Hamburg anging. Da Vattenfall in diesen beiden Städten der etablierte Anbieter und Nuon der stärkste neue Markteilnehmer ist, gab das Vorhaben, so wie es ursprünglich angemeldet worden war, nach Ansicht der Kommission Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken. Die geplante Übernahme hätte die Position von Vattenfall noch weiter gestärkt und einen großen Teil der bei der Marktliberalisierung erzielten Fortschritte zunichte gemacht.

Um die Bedenken der Kommission auszuräumen, schlug Vattenfall vor, die Nuon Deutschland GmbH (das deutsche Stromendkundengeschäft von Nuon) zu veräußern. Vattenfall könnte aber Kundenverträge außerhalb von Berlin und Hamburg sowie zwei Tochtergesellschaften, die nicht im Endkundengeschäft tätig sind, behalten.

Die Untersuchung der Kommission ergab, dass der veräußerte Unternehmensteil rentabel wäre und dass durch die Zusagen alle wettbewerbsrechtlichen Bedenken ausgeräumt werden.

Weitere Informationen zu dieser Übernahme finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/competition/mergers/cases/index/m109.html#m_5496


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