IP/09/927
Brüssel, 16. Juni 2009
Kommission bei hochrangigem ILO-Gipfeltreffen zur globalen Beschäftigungskrise vertreten
Vom 15. bis 17. Juni 2009 findet im Rahmen der 98. Sitzung der Internationalen Arbeitskonferenz, d es höchsten Dreiergremiums der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), ein Gipfeltreffen zur weltweiten Beschäftigungskrise statt. Vladimír Špidla, der die Europäische Kommission in der Gruppe " Global and regional coordination to address the jobs crisis" vertritt, präsentierte dabei die jüngste Kommissionsinitiative „Ein gemeinsames Engagement für Beschäftigung“. Er begrüßte den ILO-Vorschlag für einen globalen Beschäftigungspakt und unterstrich die Vorteile einer weltweiten Zusammenarbeit bei der Bewältigung der beschäftigungs‑ und sozialpolitischen Folgen der Krise.
„ Die Europäische Kommission begrüßt den Vorschlag der ILO für einen weltweiten Beschäftigungspakt “, sagte Vladimír Špidla, EU-Kommissar für Beschäftigung. Er fügte hinzu: „ Die Schwerpunkte des Pakts – Arbeitsplätze erhalten, die Menschen wieder in ein Erwerbsverhältnis bringen, die soziale Absicherung fördern – decken sich mit den Zielen der Kommission. Dieses weltweite Engagement ist ein weiterer wichtiger Schritt in den Anstrengungen, die negativen Folgen der Krise abzufedern und den Weg für eine nachhaltige und ausgewogene Erholung zu ebnen. Der Erfolg jeglicher Maßnahme wird von der Bereitschaft aller Beteiligten abhängen, in eine verstärkte Koordinierung und Partnerschaft zu investieren. “
Die Europäische Kommission hat seit dem Beginn der Krise auf deren gesellschaftliche und globale Auswirkungen sowie auf die Notwendigkeit eines koordinierten und länderübergreifen den Vorgehens hingewiesen. Sie hat sich aktiv an internationalen Initiativen wie dem G-20-Gipfel in London oder dem G-8/G-14-Treffen der Arbeitsminister in Rom beteiligt. Bei der Suche nach Antworten auf die beschäftigungs‑ und sozialpolitischen Fragen der Krise arbeitet sie außerdem eng mit der ILO zusammen.
Ein Schlüssel zur Bewältigung der Arbeitsplatzkrise besteht nach Auffassung der Kommission in der Förderung der Mobilität; dies umfasst mehrere konkrete Maßnahmen, etwa den neuen Online-Dienst „ Match and Map “ für die Suche nach Stellenangeboten. Bei einem informellen Treffen der Minister für Arbeit und Soziales, das der tschechische EU-Vorsitz während der Internationalen Arbeitskonferenz zum Thema „Arbeitskräftemobilität in Zeiten der Krise“ organisiert, wird Kommissar Špidla dafür werben, die Freizügigkeit von Arbeitskräften innerhalb der EU besser zu nutzen. Er wird außerdem die Notwendigkeit unterstreichen, die Bemühungen um eine bessere Integration von Zuwanderern fortzusetzen, um auf diese Weise die langfristigen Vorteile der legalen Migration zu sichern.
Hintergrund
Die Internationale Arbeitskonferenz der ILO findet jedes Jahr einmal in Genf statt. Die Mitglieder der ILO entsenden jeweils Regierungs‑, Arbeitnehmer‑ und Arbeitgebervertreter. Über 4000 Delegierte diskutieren auf der diesjährigen Sitzung über die sozial‑ und beschäftigungspolitischen Folgen der Krise. Alle EU-Mitgliedstaaten sind ILO-Mitglieder. Zwischen der Europäischen Kommission und der ILO besteht beim Thema menschenwürdige Arbeit seit langem eine Partnerschaft, die jetzt noch intensiviert worden ist, um die Reaktion auf die Krise zu beschleunigen.
Über die Kommissionsmitteilung „Ein gemeinsames Engagement für Beschäftigung“ wird der Europäische Rat auf seiner Tagung am 18. und 19. Juni beraten.
Weitere Informationen
Ein gemeinsames Engagement für Beschäftigung (Teil 1: Mitteilung der Kommission, Teil 2: Anhänge):
http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=89&newsId=514&furtherNews=yes
Website von Präsident Barroso zur Krise:
http://ec.europa.eu/commission_barroso/president/focus/credit_crunch/index_de.htm
Website zu den sozialen Aspekten der Krise:
http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=736
98. Sitzung der Internationalen Arbeitskonferenz, 3.-19. Juni 2009:
http://www.ilo.org/global/What_we_do/Officialmeetings/ilc/ILCSessions/98thSession/lang--en/index.htm