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Westsahara: Kommission stellt humanitäre Hilfe von 10 Mio. EUR für „vergessene Flüchtlinge“ bereit

European Commission - IP/09/871   04/06/2009

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IP/09/ 871

Brüssel, 4. Juni 2009

Westsahara: Kommission stellt humanitäre Hilfe von 10 Mio. EUR für „vergessene Flüchtlinge“ bereit

Entsprechend ihrer Strategie, sich auf Regionen mit großem humanitärem Bedarf und auf vergessene Krisen zu konzentrieren, hat die Europäische Kommission 10 Mio. EUR für die Sahraoui-Bevölkerung bereitgestellt, die in Lagern bei Tindouf in Westalgerien lebt. Die Mittel werden zur Deckung des Grundbedarfs der Flüchtlinge an Nahrungsmitteln, Gesundheitsversorgung, sauberem Wasser und sanitären Maßnahmen sowie zur Verteilung von Zelten und Haushaltsgegenständen beitragen. Die Hilfe wird über ECHO, den Dienst für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission, bereitgestellt.

Der amtierende EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, Olli Rehn, erklärte: „Diese Flüchtlinge sind Opfer eines der ältesten „schwelenden“ und vergessenen Konflikte der Welt. Solange dieser politisch und diplomatisch in der Sackgasse bleibt, sind die Flüchtlinge fast vollständig auf internationale Hilfe angewiesen, um zu überleben. Die Kommission ist entschlossen, die Bedürftigen zu unterstützen, bis eine politische Lösung für ihre Notlage gefunden wird“.

Die Sahraoui-Flüchtlinge leben seit mehr als drei Jahrzehnten in vier Lagern in der Wüstenprovinz Tindouf. Die EU ist der größte Geber in dieser anhaltenden humanitären Krise. Die Kommission hat die Sahraoui-Flüchtlinge seit 1993 mit mehr als 143 Mio. EUR unterstützt und damit ihrer Solidarität mit den Opfern dieser langwierigen Krise Ausdruck verliehen.

Mit dem neuen Beschluss werden 5,5 Mio. EUR für verschiedene Arten von Nahrungsmittelhilfe bereitgestellt: Grundnahrungsmittel, frische Erzeugnisse einschließlich Nahrungsmitteln für den Ramadan, sowie Nährstoffunterstützung, um eine angemessene Versorgung der Flüchtlinge mit Vitaminen und Spurenelementen zu gewährleisten. Mit weiteren 4,5 Mio. EUR sollen die Lebensbedingungen der Betroffenen verbessert werden, indem in den Bereichen Gesundheit, Wasser und Abfallentsorgung eine adäquate Grundversorgung sichergestellt wird. Wichtige Hilfsgüter wie Zelte und Hygieneartikel werden ebenfalls geliefert.

Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt über die Partner von ECHO: NRO, Sonderorganisationen der Vereinten Nationen und Rotes Kreuz/Roter Halbmond.


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