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IP/09/861

Brüssel, den 2. Juni 2009

Kommissionsstudie zeigt: Europas Ziel von 20 % erneuerbarer Energien schafft bis zu 2,8 Millionen Arbeitsplätze

Erreicht Europa seine Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020, entstehen in diesem Sektor etwa 2,8 Millionen Arbeitsplätze bei einer Wertschöpfung von insgesamt etwa 1,1 % des BIP. Dies ist das wichtigste Fazit einer im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführten Studie, die ab heute im Internet abgerufen werden kann. Dabei wurde untersucht, wie sich die Politik zur Förderung erneuerbarer Energien auf das Wirtschafts­wachstum und die Beschäftigung in der Europäischen Union auswirken wird. Dazu Energiekommissar Andris Piebalgs: „Dies bestätigt, dass die erneuerbaren Energieträger nicht nur bei der Versorgungssicherheit und dem Klimaschutz punkten, sondern auch ökonomisch von Nutzen sind.“

2005 waren im Sektor erneuerbare Energie 1,4 Millionen Menschen beschäftigt, mit einer Bruttowertschöpfung von 58 Mrd. EUR. Die beschäftigungspolitische Bedeutung dieses Sektors schwankt allerdings zwischen den Mitgliedstaaten erheblich, wenngleich Biomasse, Wind- und Wasserkraft derzeit hier am stärksten ins Gewicht fallen.

In Zukunft dürften deutlich mehr Menschen im Sektor erneuerbare Energien beschäftigt sein, vor allem in den Mitgliedstaaten, die der EU 2004 und 2007 beigetreten sind. Auch die Nettoeffekte für die Gesamtwirtschaft dürften positiv ausfallen. So entstehen der Studie zufolge mit der Politik zur Förderung erneuerbarer Energien bis 2020 etwa 410 000 zusätzliche Arbeitsplätze, was sich in einem BIP-Zuwachs von 0.24 % in der EU-27 niederschlagen wird.

In der Studie wird unterstrichen, dass es noch größerer Anstrengungen bedarf, um den größtmöglichen wirtschaftlichen Nutzen aus der Politik der erneuerbaren Energien zu ziehen. Noch innovativere Technologien, wie die Photovoltaik, Offshore-Windkraftanlagen, solarthermische Stromerzeugung und Biokraftstoffe der zweiten Generation erfordern kurzfristig größere finanzielle Unterstützung, sind aber genau der Weg, den die EU beschreiten muss, um ihr für 2020 gestecktes Ziel zu erreichen, die Wettbewerbsfähigkeit der EU auf dem Weltmarkt zu festigen und mittelfristig mehr Beschäftigung und ein höheres BIP zu erreichen.

Weitere Einzelheiten zur Studie sind abrufbar unter: Studie .


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