Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR CS SK

IP/09/ 853

Brüssel, 29. Mai 2009

Offene Debatte über Möglichkeiten und Risiken der Kernenergie und Fragen der Transparenz auf dem Europäischen Kernenergieforum in Prag

Jan Fischer, Ministerpräsident der Tschechischen Republik, sein slowakischer Amtskollege Robert Fico und EU-Kommissar Vladimír Špidla haben heute die vierte Plenartagung des Europäischen Kernenergieforums (European Nuclear Energy Forum, ENEF) in der tschechischen Hauptstadt Prag eröffnet. 250 hochrangige Teilnehmer aller wichtigen Interessengruppen erörtern dort Risiken und Möglichkeiten der Kernenergie sowie Fragen der Transparenz.

Im Hinblick auf die Strategie der Kommission zur Förderung einer umfassenden Energie- und Klimapolitik sagte Kommissar Špidla: „Falls wir rasch über strategische Investitionen entscheiden, könnten bis Anfang der 2020er-Jahre rund zwei Drittel des Stroms in der Europäischen Union aus Energieträgern mit geringen CO 2 -Emissionen erzeugt werden. Ferner strebt die EU an, die gesamte Elektrizitätsversorgung der EU bis 2050 von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen. Auch wenn in diesem Bereich jeder Mitgliedstaat selbst entscheiden muss, könnte die Kernenergie dabei einen erheblichen Beitrag leisten – sie trägt etwa ein Drittel zur Stromerzeugung in Europa bei und stellt eine sichere, wettbewerbsfähige und CO 2 -arme Energiequelle dar. In diesem Zusammenhang hob Kommissar Špidla hervor: „Auch wenn die EU in punkto nukleare Sicherheit, Sicherung und Nichtverbreitung von Kernwaffen weltweit bereits am weitesten fortgeschritten ist, muss sie ihre Systeme noch weiter entwickeln.“ Gleichzeitig bestätigte er, dass die Kommission in allen diesen Bereichen bereits konkrete Schritte unternimmt.

Das Kernenergieforum ist eine Plattform, die eine breit angelegte Debatte aller wichtigen Interessengruppen über die Möglichkeiten und Risiken der Kernenergie fördern soll. Im Mittelpunkt stehen dabei die Herausforderungen einer europäischen Energiepolitik. Wie Kommissionspräsident José Manuel Barroso kürzlich hervorhob, ist es „erforderlich, dass auch weiterhin zu einer echten Debatte über die Zukunft der Kernenergie angeregt wird“.

Themen des Forums in Prag sind insbesondere die nukleare Sicherheit, Strategien zur Entsorgung von Nuklearabfall, mögliche Aus- und Weiterbildungsinitiativen sowie Fragen der Transparenz.

Erneut sind zu dem Forum 250 Teilnehmer gekommen, die von den Regierungen der Mitgliedstaaten, den EU-Organen und großen Energieunternehmen sowie von einer Vielzahl wichtiger Akteure aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Industrie, Finanzen und Zivilgesellschaft entsandt worden sind.

Der Europäische Rat befürwortete im März 2007 den Vorschlag der Kommission, ein solches Europäisches Kernenergieforum ins Leben zu rufen. Das Forum tritt abwechselnd in Bratislava und Prag zusammen.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website