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Klimawandel: Kommission erfreut über Rückgang der Treibhausgasemissionen im dritten Jahr in Folge

European Commission - IP/09/851   29/05/2009

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IP/09/ 851

Brüssel, den 29. Mai 2009

Klimawandel : Kommission erfreut über Rückgang der Treibhausgasemissionen im dritten Jahr in Folge

Kommissionsmitglied Stavros Dimas, zuständig für Umweltfragen, zeigte sich heute erfreut über die Nachricht, dass die Treibhausgasemissionen in der EU 2007 im dritten Jahr in Folge zurückgegangen sind. Aus dem Emissionsinventar der Europäischen Umweltagentur für 2007, dem letzten Jahr, für das vollständige Daten vorliegen, geht hervor, dass die Emissionen in den 15 alten EU-Mitgliedstaaten 2007 gegenüber 2006 um 1,6 % gesunken sind, obwohl die Wirtschaft im gleichen Zeitraum um 2,7 % wuchs. Damit liegen die Emissionen nun um 5 % unter dem Niveau des Basisjahres (in den meisten Fällen 1990). Die EU-15 ist also auf einem guten Weg, um ihr Kyoto-Ziel zu erreichen, d.h., die Gesamtemissionen im Zeitraum 2008-2012 gegenüber dem Basisjahr um durchschnittlich 8 % zu senken. Die Emissionen in den 27 EU-Mitgliedstaaten fielen gegenüber 2006 um 1,2 % und liegen nun um 12,5 % unter dem Niveau des Basisjahrs.

Umweltkommissar Dimas kommentierte diese Entwicklung wie folgt: „Diese neuerlichen Emissionsverringerungen in der EU-15 machen uns zuversichtlich, dass wir unser Kyoto-Ziel erreichen werden. Nachdem in über der Hälfte der EU-15-Mitgliedstaaten die Emissionen auch 2007 wieder deutlich zurückgegangen sind, geht es uns jetzt vor allem darum, dass auf der Konferenz in Kopenhagen im Dezember ein ehrgeiziges globales Klimaübereinkommen für die Zeit nach 2012 zustande kommt. Dieses Übereinkommen wird dann den Rahmen für künftige weltweite Emissionsverringerungen bilden.“

„Auch wenn die Verringerung in den EU-15 im Jahr 2007 teilweise auf die günstigen Witterungsbedingungen in einigen Mitgliedstaaten zurückzuführen sind, zeigt die rückläufige Entwicklung über die letzten drei Jahre, dass sich die proaktive Klimapolitik und die entsprechenden Maßnahmen auf einzelstaatlicher und auf EU-Ebene seit Kyoto langsam auszahlen. Mit dem Klima- und Energiepaket, das wir im letzten Monat angenommen haben, ist gewährleistet, dass der Rückgang in den nächsten Jahren noch deutlicher ausfällt.“

Rückläufige Emissionen trotz wirtschaftlichen Wachstums

Dem Rückgang der Treibhausgasemissionen in den EU-15, der sich 2007 gegenüber dem Vorjahr auf 1,6 % belief, steht ein Anstieg des BIP um 2,7 % im gleichen Zeitraum gegenüber. Der EU ist es also gelungen, die Emissionen noch weiter vom Wirtschaftswachstum abzukoppeln. Schon in den beiden Vorjahren waren die Emissionen zurückgegangen: 2005 um 0,9 % und 2006 um 0,6 %.

Haupt ursachen für den neuerlichen Rückgang im Jahr 2007 – der 64 Mio. t CO 2 -Äquivalent entspricht – waren der Rückgang bei den Emissionen der privaten Haushalte aufgrund der warmen Witterung, der Rückgang im verarbeitenden Gewerbe und der Rückgang bei der Eisen- und Stahlerzeugung. Demgegenüber haben die Emissionen aus Kühl- und Klimaanlagen zugenommen.

Ein Rückgang der Emissionen zwischen dem Basisjahr und 2007 war in den meisten Sektoren zu beobachten. Die Emissionen aus Industrieprozessen gingen um 14,1 % zurück, die Emissionen aus der Energieerzeugung ohne den Verkehrssektor um 7,4 %, die Emissionen aus der Verwendung von Lösungsmitteln und anderen Erzeugnissen um 23,7 %, die Emissionen aus der Landwirtschaft um 11,3 % und die Emissionen aus der Abfallwirtschaft um 38,9 %. Demgegenüber haben sich die Emissionen aus dem Verkehrssektor allgemein um 23,7 % und die Emissionen aus dem Straßenverkehr um 24,7 % erhöht.

Die Emissionen aller 27 EU-Mitgliedstaaten gingen 2007 um insgesamt 1,2 % zurück. Sie lagen damit um 12,5 % unter dem Niveau des Basisjahres, das für einige Mitgliedstaaten nicht das Jahr 1990 ist, und um 9,3 % unter dem Niveau von 1990. Der Rückgang gegenüber 2006 – insgesamt 59,4 Mio. t CO 2 -Äquivalent – hat in diesen Mitgliedstaaten im Großen und Ganzen die gleichen Ursachen wie in der EU-15. Einen Emissionsanstieg in der EU-27 gab es im Verkehrssektor, bei der Zementherstellung, bei der staatlichen Strom- und Wärmeerzeugung sowie bei Kühl- und Klimaanlagen.

Im Kyoto-Protokoll wurde für die EU-27 kein Emissionsziel festgesetzt, weil die zwölf neuen Mitgliedstaaten zum Zeitpunkt des Abschlusses des Protokolls noch nicht der EU angehörten. Für die EU-12-Mitgliedstaaten wurden jedoch individuelle Kyoto-Ziele vereinbart, wonach sie ihre Emissionen gegenüber dem Basisjahr um 6 % oder 8 % verringern sollen. Nur für Zypern und Malta wurden keine Ziele festgesetzt.

Die Daten wurden von der Europäischen Umweltagentur erhoben und der UN-Klimarahmenkonvention UNFCCC vorgelegt.

Weitere Informationen

Europäische Umweltagentur

www.eea.europa.eu

An lage

Treibhausgasemissionen in CO 2 quivalent (ohne Kohlenstoffsenken) bezogen auf die im Kyoto-Protokoll für 2008-2012 festgesetzten Ziele

M ITGLIED­STAAT

1990

Kyoto- Protokoll
Basisjahr
1)

2007

Veränderung 2006–2007

Veränderung 2006–2007

Veränderung 1990-2007

Veränderung Basisjahr –2007

Ziele 2008–2012 gemäß Kyoto-Protokoll und EU-Lastenteilung

(in Mio. t)

(in Mio. t)

(in Mio. t)

(in Mio. t)

(in %)

(in %)

(in %)

(in %)

Österreich

79,0

79,0

88,0

-3,6

-3,9%

11,3%

11,3%

-13,0%

Belgi en

143,2

145,7

131,3

-5,3

-3,9%

-8,3%

-9,9%

-7,5%

D änemark

69,1

69,3

66,6

-4,4

-6,2%

-3,5%

-3,9%

-21,0%

Fin nland

70,9

71,0

78,3

-1,6

-2,0%

10,6%

10,3%

0,0%

Fran kreich

562,6

563,9

531,1

-10,6

-2,0%

-5,6%

-5,8%

0,0%

Deutschland

1215,2

1232,4

956,1

-23,9

-2,4%

-21,3%

-22,4%

-21,0%

G riechenland

105,6

107,0

131,9

3,8

2,9%

24,9%

23,2%

25,0%

Irland

55,4

55,6

69,2

-0,5

-0,7%

25,0%

24,5%

13,0%

Ital ien

516,3

516,9

552,8

-10,2

-1,8%

7,1%

6,9%

-6,5%

Luxemburg

13,1

13,2

12,9

-0,39

-2,9%

-1,6%

-1,9%

-28,0%

N iederlande

212,0

213,0

207,5

-1,0

-0,5%

-2,1%

-2,6%

-6,0%

Portugal

59,3

60,1

81,8

-2,9

-3,4%

38,1%

36,1%

27,0%

Spa nien

288,1

289,8

442,3

9,3

2,1%

53,5%

52,6%

15,0%

S chweden

71,9

72,2

65,4

-1,5

-2,2%

-9,1%

-9,3%

4,0%

Vereinigtes Königreich

771,1

776,3

636,7

-11,2

-1,7%

-17,4%

-18,0%

-12,5%

EU-15

4232,9

4265,5

4052,0

-64,0

-1,6%

-4,3%

-5,0%

-8,0%

Bulgari en

117,7

132,6

75,5

4,2

5,9%

-35,8%

-43,0%

-8,0%

Zypern

5,5

5,5

10,1

0,2

1,6%

85,3%

entfällt

entfällt

Tschechische Republik

194,7

194,2

150,8

1,7

1,2%

-22,5%

-22,4%

-8,0%

Est land

41,9

42,6

22,0

2,8

14,8%

-47,5%

-48,3%

-8,0%

Ungarn

99,2

115,4

75,9

-2,9

-3,7%

-23,5%

-34,2%

-6,0%

L ettland

26,7

25,9

12,1

0,4

3,5%

-54,7%

-53,4%

-8,0%

Lit auen

49,1

49,4

24,7

1,9

8,1%

-49,6%

-49,9%

-8,0%

Malta

2,0

2,0

3,0

0,07

2,3%

45,7%

entfällt

entfällt

Pol en

459,5

563,4

398,9

-0,4

-0,1%

-13,2%

-29,2%

-6,0%

R umänien

243,0

278,2

152,3

-1,6

-1,0%

-37,3%

-45,3%

-8,0%

Slo wakei

73,3

72,1

47,0

-2,0

-4,1%

-35,9%

-34,8%

-8,0%

Slo wenien

18,6

20,4

20,7

0,2

0,7%

11,6%

1,8%

-8,0%

EU-27

5564,0

5759,8

5045,1

-59,4

-1,2%

-9,3%

12,5 %

entfällt


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