Navigation path

Left navigation

Additional tools

Vorrangige Schienenverbindung Rotterdam-Genua: Kommissionskonferenz erörtert Fortschritte

European Commission - IP/09/833   26/05/2009

Other available languages: EN FR NL IT

IP/09/833

Brüssel, den 26. Mai 2009

Vorrangige Schienenverbindung Rotterdam-Genua: Kommissionskonferenz erörtert Fortschritte

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission Antonio Tajani ist heute in Genua mit den Verkehrsministern der Niederlande, Deutschlands, Belgiens, Frankreichs, der Schweiz und Italiens beziehungsweise mit deren Vertretern zusammengetroffen, um die Verwirklichung der vorrangigen Eisenbahn­verbindung Rotterdam-Genua voranzutreiben. Diese Nord-Süd-Verbindung für den Personen- und Güterverkehr wird als vorrangige Verkehrsachse Nr. 24 bezeichnet und verläuft von Lyon/Genua über Basel, Duisburg bis Rotterdam/Antwerpen. Der Schienengüterverkehrskorridor A Rotterdam-Genua ist wichtiger Bestandteil der vorrangigen Verkehrsachse Nr. 24 und wird voraussichtlich einer der ersten sechs wichtigen Korridore dieser Art sein, die mit dem Europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystem (ERTMS) ausgerüstet werden.

Der für Verkehr zuständige Vizepräsident Tajani erklärte: „Die Fertigstellung dieser Eisenbahnverbindung ist ein äußerst ehrgeiziges Vorhaben, da es wirtschaftliches Wachstum und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit innerhalb des Binnenmarkts fördert. Als solches erfordert es ein starkes politisches Engagement aller betroffenen Mitgliedstaaten und unsererseits, der Europäischen Kommission.“

Angesichts einer erheblichen Zunahme des Güterverkehrs [1] auf der 1400 km langen Güterverkehrsverbindung Rotterdam-Genua wurde diesem Korridor besondere Beachtung geschenkt. Zudem soll die vorrangige Verkehrsachse Nr. 24 bis 2015 zum ersten vollständig mit ERTMS ausgerüsteten Schienengüterverkehrskorridor in Europa ausgebaut werden [2] .

Der für das ERTMS zuständige EU-Koordinator Karel Vinck erklärte dazu: „ERTMS ist für ein effizientes und integriertes Eisenbahnnetz in der Europäischen Union unabdingbar. Auf dem Korridor A sind bereits vorbildliche Bemühungen in diese Richtung unternommen worden.“

Bei der korridorweiten ERTMS-Einführung sowohl für den konventionellen als auch den Hochgeschwindigkeits-Personenverkehr, der zum Teil dieselben Fahrwege nutzt wie der Güterverkehr, wird auf diese Erfahrung zurückgegriffen werden.

Zum Abschluss der heutigen Konferenz wurden zwei Erklärungen unterzeichnet. In der ersten Erklärung werden langfristige Ziele für die vorrangige Schienen­verbindung Nr. 24 festgelegt. Die zweite Erklärung enthält einen genauen Plan für die ERTMS-Einführung im Korridor A und schafft die Grundlage für ein ehrgeiziges Arbeitsprogramm, das u. a. Lärmminderung, optimierte Infrastrukturnutzung und bessere Dienstleistungsqualität vorsieht.



[1] Das derzeitige jährliche Frachtvolumen von 28 Mrd. Tonnenkilometern wird sich voraussichtlich bis 2020 verdoppeln.

[2] Der Abschnitt Mattstetten-Rothrist wurde bereits 2004 mit ERTMS ausgerüstet.
Der Lötschberg-Tunnel und die Betuwe-Strecke zwischen dem Hafen Rotterdam und deutscher Grenze verfügen seit Juni 2007 über ERTMS.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website