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IP/09/81

Brüssel, den 20. Januar 2009

Förderung der sozialen Innovation - Dialog mit Präsident Barroso

Im Anschluss an einen Workshop über soziale Innovation, den das Beratergremium für europäische Politik (BEPA) organisiert hat, führte Präsident Barroso heute in Brüssel mit Experten und Interessenvertretern weitere Gespräche zu diesem Thema. Dabei sollten neue Mittel und Wege erkundet werden, wie der Bereich „soziale Innovation“ in der erneuerten Sozialagenda stärker gefördert werden kann. Mit dieser Agenda ist der Aufbau eines sozialen Europas wieder in den politischen Mittelpunkt der Barroso-Kommission gerückt. Die Kommissare Špidla und Hübner nahmen ebenfalls an dem Workshop teil.

Präsident Barroso bemerkte: „Kreativität und Innovation im Allgemeinen und soziale Innovation im Besonderen sind gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise die wesentlichen Faktoren für die Förderung von nachhaltigem Wachstum, die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Ergebnisse der Gespräche werden in unsere gemeinsamen Überlegungen, wie wir soziale Innovation auf allen Ebenen zum Wohle unserer Bürger und der Gesellschaftsordnungen fördern können, einfließen.“

Soziale Innovation steht für die Entwicklung und Durchführung kreativer Maßnahmen zur Deckung sozialer Bedürfnisse. Das Spektrum ist breit und reicht von neuen Kinderbetreuungsmodellen bis hin zu internet-gestützten sozialen Netzwerken, von der Hauskrankenpflege bis hin zu neuen Maßnahmen für die Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel. Mit sozialen Innovationen können geeignete Modelle der Seniorenbetreuung gefördert, aber auch neue Wege aufgezeigt werden, wie durch eine Änderung der Arbeits- und Reisegewohnheiten Kohlenwasserstoffemissionen verringert werden können. Darüber hinaus eröffnet soziale Innovation neue Möglichkeiten für die Begleitung und Unterstützung junger Menschen beim Übergang zum Erwachsenenleben. Soziale Innovation hat in Europa eine lange Tradition, wie nicht zuletzt die Fülle der Bürgerorganisationen und Social Entrepreneurs beweist. Im Zuge der Gespräche wurden Beispiele für soziale Innovation erörtert, darunter eine Maßnahme zur Gründung lokaler Partnerschaften, die sich der Wiedereingliederung von sozial ausgegrenzten Gruppen, Obdachlosen, ehemaligen Haftinsassen und der sozialen Integration von Waisen verschrieben hat, sowie eine europäische Maßnahme unter Einbeziehung lokaler Behörden, Wirtschaftsvertreter und privater Initiativen, die junge Erwachsene ohne Berufsabschluss bei der Wiedereingliederung in die Ausbildungs- und Berufswelt unterstützt, ferner eine Vereinigung, die sich um sozial ausgegrenzte Menschen und Drogenabhängige kümmert und deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft fördert.

Nach dem Workshop wird die Kommission ihre Bemühungen zur Förderung der sozialen Innovation im Rahmen verschiedener Programme (vor allem über die Strukturfonds) fortsetzen. Darüber hinaus sollen Plattformen für weitere Diskussionen eingerichtet und der Austausch bewährter Praktiken gefördert werden.

Hintergrund:

Die Barroso-Kommission hat am 2. Juli 2008 die erneuerte Sozialagenda vorgestellt; diese Agenda steht für ein erneuertes Engagement für ein soziales Europa und basiert auf einem integrierten Ansatz, der verschiedene Politikfelder zusammenführt. Die Agenda ist darauf ausgelegt, den Europäern die Möglichkeiten und die Fähigkeiten an die Hand zu geben, um den raschen Wandel, der mit der Globalisierung, dem technischen Fortschritt und der Alterung der Gesellschaft einhergeht, besser zu bewältigen, und allen, die mit diesen Veränderungen nur schwer zurechtzukommen, zu helfen (siehe MEMO/08/1070).

Anhang: Liste der externen Teilnehmer:

Rushanara ALI
Young Foundation (UK)
Maria Helena ANDRÉ
Stellvertreter des Generalsekretärs der ETUC (BE)
Christian BASON
MindLab, (DK)
Jean Michel BLOCH-LAINE
Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss (BE)
Carlos COSTA
Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (LU)
Thérèse DE LIEDEKERKE
Business Europe (BE)
Rosen DIMOV
Rural Voices of Youth – UNICEF, Vertreter in Bulgarien (BG)
Roshan DI PUPPO
Direktorin der Sozialplattform (BE)
Maria-Noelle DU BUS
S.I.E.L. Bleu (FR)
Simon DUFFY
In Control (UK)
Franz DULLINGER
Social Entrepreneur (DE)
Fintan FARRELL
European anti-poverty network, Direktor (BE)
Erny GILLEN
Caritas Europa, Präsident (BE)
Maria JEPSEN
ETUI (BE)
Paul JOHNSTON
Cisco (UK)
Marjorie JOUEN
Notre Europe (FR)
Roger LIDDLE
Policy Network (UK)
Ann MAYBANK
Social Innovation Camp (UK)
Graham MEADOWS
Ehemaliger Generaldirektor der GD Regio, Berater von
Kommissar Špidla (BE)
Ann METTLER
Lisbon Council, Executivdirektor (BE)
Andrea MUCCIOLI
San Patrignano Community (IT)
Geoff MULGAN
Young Foundation, Direktor (UK)
Anne-Sophie PARENT
AGE Platform (BE)
Philippe POCHET
Observatoire Social Européen (BE)
Martin POTůčEK
Karls-Universität, Prag (CZ)
Peter RAMSDEN
Freiss Ltd (UK)
Riina RAUDNE
Health Estonian Foundation (EST)
Jean-Michel RICARD
S.I.E.L. Bleu, Direktor (FR)
Nadine RICHEZ-BATTESTI
Universität Aix-Marseille (FR)
Barbara SADOWSKI
Barka Polen (PL)
Freek SPINNEWIJN
FEANTSA (BE)
Ana VALE
EQUAL (PT)
Ben VANPEPERSTRAETE
European Youth forum (BE)
Bruno VAN POTTELSBERGHE
Bruegel (BE)
Diogo VASCONCELOS
Cisco, Distinguished Fellow (UK)
Myriam VASSILIADOU
European's women Lobby (BE)
Lionel URDY
Ecole de la Deuxième Chance, Direktor (FR)
Fabian ZULEEG
EPC (BE)


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