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EU-Nahrungsmittelfazilität (1 Mrd. EUR): Kommission unterzeichnet erste Finanzierungsvereinbarungen mit UN-Partnerorganisationen

Commission Européenne - IP/09/797   15/05/2009

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IP/09/797

Brüssel, 15. Mai 2009

EU-Nahrungsmittelfazilität (1 Mrd. EUR): Kommission unterzeichnet erste Finanzierungsvereinbarungen mit UN-Partnerorganisationen

Koos Richelle, Generaldirektor des Amts für Zusammenarbeit EuropeAid, unterzeichnet heute im Namen der Europäischen Kommission mit den drei UN-Durchführungsorganisationen die ersten Finanzierungsvereinbarungen zur Nahrungsmittelfazilität: FAO (106 Mio. EUR), UNRWA (39,6 Mio. EUR) und UNICEF (8,2 Mio. EUR). Auch mit dem WEP (38 Mio. EUR) und UNOPS (10 Mio. EUR) sollen demnächst ähnliche Vereinbarungen geschlossen werden; Vereinbarungen mit der WB, dem IFAD und dem UNDP sollen folgen.

Diese Finanzierungsvereinbarungen werden im Rahmen der mit 1 Mrd. EUR ausgestatteten Nahrungsmittelfazilität finanziert, mit der von internationalen Organisationen, Empfängerländern und regionalen Organisationen durchgeführte Maßnahmen unterstützt werden sollen. Am 26. Mai 2009 soll - ebenfalls im Rahmen dieser Fazilität - eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen eingeleitet werden, um Maßnahmen zu finanzieren, die von NRO, Entwicklungshilfeorganisationen der EU-Mitgliedstaaten und lokalen Behörden in 35 Prioritätsländern durchgeführt werden sollen.

Die Unterzeichnung dieser Vereinbarungen hebt die Bedeutung der Europäischen Union als weltweit wichtigster Partner bei der Verbesserung der globalen Ernährungssicherheit hervor. Louis Michel, EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, betonte:

„In einer Zeit, da die Kombinationswirkung der Finanz- und Nahrungsmittelkrise den Entwicklungsländern besonders stark zusetzt, ist es für die EU von zentraler Bedeutung, ihren Worten konkrete Taten folgen zu lassen. Und das ist genau, was die Europäische Kommission heute tut. Die Projekte werden sich positiv auf das Leben von Millionen hilfebedürftiger Menschen in Afrika, Asien, Lateinamerika und im Nahen Osten auswirken. Mit den heute unterzeichneten Vereinbarungen wird deutlich, dass die Kommission und ihre Partnerländer gleichermaßen koordiniert und zügig handeln, um ihre Hilfezusagen einzuhalten. Die Vereinbarungen sind Zeichen für die fruchtbare Partnerschaft, die uns mit der UN und der Weltbank verbindet und die durch die gemeinsame Reaktion auf die globale Nahrungsmittelkrise gestärkt wurde.“

Benita Ferrero Waldner, EU-Kommissarin für Außenbeziehungen, fügte hinzu:

„Unsere Nahrungsmittelfazilität tritt in eine wichtige Phase ein. Wenn es gelingt, die Agrarproduktion zu steigern und soziale Maßnahmen zum Schutz der Ärmsten zu unterstützen, wird die Nahrungsmittelfazilität einen realen und spürbaren Effekt für die ärmsten Bevölkerungsgruppen der Welt haben und einen Beitrag dazu leisten, dass der Zugang zu Nahrungsmitteln für alle, insbesondere in diesen Zeiten der Krise, gesichert ist.“

Die fünf UN-Organisationen, mit denen die Kommission die Vereinbarungen im Rahmen der Nahrungsmittelfazilität unterzeichnet, sind für ihr sektorspezifisches Fachwissen im Bereich der Ernährungssicherheit anerkannt. Im Verlauf der Projektidentifizierung haben sie die lokalen Regierungen, NRO und Beteiligten konsultiert, um echte Eigenverantwortung sicherzustellen. Nachstehend einige konkrete Beispiele für Projekte, die im Rahmen der heute unterzeichneten Vereinbarungen finanziert werden sollen:

  • Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsmitteln (FAO); in Simbabwe werden voraussichtlich Saatgut und Düngemittel für 150 000 bedürftige Haushalte im ländlichen Raum bereitgestellt, was für 10-15 % der Landwirte zu einem erhöhten Ernteertrag in der kommenden Landwirtschaftssaison führen dürfte;  
  • Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheitsnetze (Welternährungsprogramm/WEP); in Bangladesch wird durch beschäftigungswirksame Projekte für extrem arme Haushalte die Bewässerungsinfrastruktur und der Hochwasserschutz verbessert, wodurch sowohl das Angebot an landwirtschaftlichen Produkten (Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung) als auch die Nachfrage (Transferleistungen) verbessert werden.
  • Maßnahmen zur Reduzierung der Unterernährung (UNICEF); in Mali wird durch die Nahrungsmittelfazilität die Bereitstellung einer angemessenen Betreuung von 30 000 schwer unterernährten Kindern ermöglicht, sowie die Schulung von zweieinhalb Millionen Müttern, Pflegepersonen und Kindern hinsichtlich guter Ernährungspraktiken.

Informationen zur Unterzeichnungszeremonie:

Die Unterzeichnungszeremonie findet am 15. Mai um 16 Uhr beim Amt für Zusammenarbeit EuropeAid (Rue de la Loi 43, 1049 Brüssel) statt. Dabei sind anwesend: der Generaldirektor von EuropeAid, Koos Richelle, der stellvertretende Generaldirektor der Abteilung für technische Zusammenarbeit der FAO, José M. Sumpsi, der Leiter der Vertretung des UNRWA in Brüssel, Matthias Burchard, der Leiter der UNICEF-Delegation bei der EU, Philippe Cori, der Beauftragte für Geberbeziehungen des WEP, Denis Vidal. Interessierte Medien können sich mit Charlotta Asplund in Kontakt setzen: mailto:charlotta.asplund@ec.europa.eu, +32-229-85 480.

Hintergrund:

Die oben genannten Vereinbarungen beziehen sich auf Maßnahmen des ersten Finanzierungsbeschlusses, den die Kommission im Rahmen der Nahrungsmittelfazilität gefasst hat und mit dem Projekte und Programme in 23 Entwicklungsländern finanziert werden sollen. Dabei handelt es sich um: Afghanistan, Äthiopien, Bangladesch, Birma/Myanmar, Burkina Faso, Burundi, Eritrea, Gambia, Guinea-Bissau, Haiti, Honduras, Kenia, die Demokratische Republik Kongo, Kuba, Liberia, Mali, Mosambik, Pakistan, die palästinensischen Gebiete, die Philippinen, Sierra Leone, Simbabwe und die Zentralafrikanische Republik.

Der Gesamtplan für die Umsetzung der Nahrungsmittelfazilität enthält eine Liste von 50 Zielländern, die über einen Zeitraum von drei Jahren unterstützt werden sollen. Die Hilfe wird durch internationale und regionale Organisationen sowie nationale Regierungen bereitgestellt. Darüber hinaus wird eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Maßnahmen von nichtstaatlichen Akteuren, Einrichtungen der Mitgliedstaaten sowie anderer Durchführungsorganisationen eingeleitet, die als Partner in Betracht kommen.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/europeaid/what/food-security/index_en.htm

Frühere Pressemitteilungen zur EU-Nahrungsmittelfazilität in Höhe von 1 Mrd. EUR:

Nahrungsmittelfazilität für Entwicklungsländer (16/12/2008) :

PRES/08/373

EU-Nahrungsmittelfazilität (1 Mrd. EUR): Kommission fasst ersten Finanzierungsbeschluss und genehmigt Gesamtplan (30/03/2009):

http://ec.europa.eu/development/index_en.cfm

EU-Nahrungsmittelfazilität (1 Mrd. EUR) – Kommission fasst zweiten Finanzierungsbeschluss (29/04/2009):

IP/09/663


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