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IP/09/716

Brüssel, den 7. Mai 2009

Südlicher Korridor: EU und Partnerländer treiben Ausbau voran

Die Europäische Kommission und die Tschechien, das zurzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, werden morgen in Prag ein Gipfeltreffen mit Partnerländern zur Entwicklung des südlichen Korridors für Energie und Verkehr ausrichten. Dabei werden der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und der tschechische Ministerpräsident Mirek Topolánek mit den Staatsoberhäuptern von Partnerländern in Zentralasien, im südlichen Kaukasus, im Maschrek und im Nahen Osten zusammentreffen. Die Teilnehmer des Gipfels werden besprechen, wie der Ausbau des südlichen Korridors und insbesondere die Erdgaslieferungen in die EU durch den Korridor konkret vorangetrieben werden können. Die potenziellen Partner im südlichen Korridor kommen bei diesem Gipfel zum ersten Mal überhaupt auf höchster Ebene zusammen, um ihre gemeinsamen Interessen zu besprechen. Die Verbraucher-, Erzeuger- und Transitländer werden in der Erklärung des Gipfels zum ersten Mal feste Zusagen machen, um die Voraussetzungen zu schaffen, damit der Korridor zu einem Erfolg wird. Neben Präsident Barroso wird auch Kommissionsmitglied Piebalgs an dem Gipfel teilnehmen.

Der Präsident der Europäischen Kommission, José-Manuel Barroso, erklärte: „Nach vier Jahren intensiven Dialogs mit unseren Energiepartnern aus Zentralasien, dem südlichen Kaukasus, dem Maschrek und dem Nahen Osten machen wir heute einen Schritt nach vorne, indem wir konkrete Verpflichtungen eingehen, um den südlichen Korridor einschließlich der transkaspischen Verbindung zu verwirklichen. Dieser Gipfel stellt eine einzigartige Gelegenheit dar, alle wichtigen Akteure der Region zusammenzubringen. So stehen die Chancen gut, die Energiesicherheit der Europäischen Union zu verbessern und eine Zusammenarbeit einzuleiten, von der alle profitieren werden.“

An dem Gipfel, zu dem die tschechische Ratspräsidentschaft und die Europäischen Kommission gemeinsam einladen, nehmen Aserbaidschan, Ägypten, Georgien, Irak, Kasachstan, die Türkei, Turkmenistan und Usbekistan als Partnerländer teil. Vertreter der Russischen Föderation, der Vereinigten Staaten und der Ukraine werden als Beobachter zugegen sein, ebenso wie Vertreter der internationalen Finanzinstitutionen (EIB, EBWE und Weltbank).
Vom Gipfel werden eine starke politische Unterstützung und konkrete Zusagen für den Ausbau des südlichen Korridors einschließlich der transkaspischen Verbindung erhofft. In diesem Rahmen sollten Energieerzeuger-, Transit- und Verbraucherländer entlang des Korridors bestimmte Verpflichtungen eingehen und so die Lieferung von Energieressourcen aus der kaspischen Region und dem Nahen Osten in die EU erleichtern. Ebenso geht es bei dem Gipfel um die Verkehrsaspekte der Route durch den südlichen Korridor.

Die EU hat vor kurzem damit begonnen, einen ehrgeizigen Plan zur Stärkung ihrer Energiesicherheit umzusetzen. Im Zuge dieser Strategie spielt der südliche Korridor als eine der wichtigsten Energieinfrastrukturinitiativen eine zentrale Rolle und trägt zur Diversifizierung der Energiequellen und der entsprechenden Transportwege für Lieferungen in die EU bei.

Weitere Informationen über die Zusammenarbeit der EU im Energiebereich mit Ländern in Zentralasien und dem Kaukasus finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/energy/international/international_cooperation/caucasus_central_asia_en.htm

Weitere Informationen über die Energieaußenpolitik der EU finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/external_relations/energy/index_de.htm

Weitere Informationen über die zweite Überprüfung der Energiestrategie finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/energy/strategies/2008/2008_11_ser2_en.htm


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