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IP/09/704

Brüssel, 6. Mai 2009

Europäische KMU-Woche zur Förderung des Unternehmertums in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

Förderung des Unternehmertums und Sensibilisierung für die Unternehmensförderung sind die wichtigsten Botschaften der ersten Europäischen KMU-Woche, die heute in Brüssel eröffnet wurde. Vom 6. bis 14. Mai werden über 1 000 Veranstaltungen in 35 Ländern stattfinden. Der Beitrag der europäischen Unternehmer zum Erhalt von Arbeitsplätzen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze wird heute mehr denn je anerkannt und gefördert. Die KMU-Woche ermöglicht es Unternehmern außerdem, zu erfahren, welche Informationen, Beratungsangebote, Unterstützungsleistungen und Ideen auf europäischer, einzelstaatlicher, regionaler und lokaler Ebene für die Entwicklung ihrer Geschäftstätigkeiten zur Verfügung stehen.

Der für das Ressort Unternehmen und Industrie zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Günter Verheugen erklärte bei der heutigen Eröffnung der Europäischen KMU-Woche (kleine und mittlere Unternehmen): „Diese Kommission hat mit den Mitgliedstaaten intensiv daran gearbeitet, die Bedingungen für kleine Unternehmen zu verbessern. Kreativität, Flexibilität und die Fähigkeit der KMU, Lösungen zu finden, werden helfen, dem Wirtschaftsabschwung entgegenzuwirken. Gemeinsam haben wir bereits Verbesserungen erzielt. Doch wir müssen weitere Anstrengungen unternehmen. Wir brauchen mehr KMU, denn sie sind die wirklichen Motoren für Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen.“

Die KMU-Woche ist eine der Maßnahmen zur Durchführung des „Small Business Act“ (SBA), des ersten wirklich umfassenden politischen Rahmens für kleine und mittlere Unternehmen für die EU und ihre Mitgliedstaaten. Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2004 hat die Europäische Kommission bei ihrer KMU-Politik erhebliche Fortschritte erzielt:

  • Verankerung des Grundsatzes „zuerst an die kleinen Betriebe denken“ („Think Small First“) in der EU.
  • Verringerung des Verwaltungsaufwands: Die KMU werden von den vereinfachten Vorschriften und Einsparungen im Verwaltungsbereich profitieren. Die Kommission strebt an, den Verwaltungsaufwand für die Unternehmen bis zum Jahr 2012 um 25 % zu senken und dabei auch die Mitgliedstaaten einzubeziehen (siehe IP/09/131).
  • Überarbeitete Vorschriften über staatliche Beihilfen erleichtern es den KMU, öffentliche Mittel für Aus- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung oder Umweltschutz und andere Beihilfearten zu erhalten.
  • Ein neues Statut für eine Europäische Privatgesellschaft ermöglicht es, dass KMU europaweit nach denselben gesellschaftsrechtlichen Vorschriften gegründet und betrieben werden können.
  • Zur Ermutigung von Unternehmensgründern und von Menschen, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen, wurde Anfang 2009 das Austauschprogramm Erasmus für junge Unternehmer lanciert. Das Programm bietet ihnen die Möglichkeit, in einem anderen EU-Land mit einem erfahrenen Unternehmer zusammenzuarbeiten und die erforderlichen Qualifikationen für die Leitung eines KMU zu erwerben.
  • Vorschlag einer neuen Rechtsvorschrift, mit der gegen den Zahlungsverzug bei öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen vorgegangen werden soll (siehe IP/09/552).
  • Den Mitgliedstaaten sollte es freigestellt sein, ermäßigte Mehrwertsteuersätze für lokal erbrachte Dienstleistungen zu erheben; dazu gehören auch arbeitskraftintensive Dienstleistungen, wie beispielsweise Friseurdienste, Catering-Dienste und Reparaturdienstleistungen.

Während der KMU-Woche werden Veranstaltungen abgehalten, auf denen sich Unternehmer und potenzielle Unternehmer informieren, Unterstützung erhalten und Netzwerke aufbauen können. Außerdem soll ihnen dabei geholfen werden, neue Ideen zu entwickeln und individuelle Informationen und Fördermaßnahmen zu nutzen.

Die vollständige Übersicht sämtlicher Veranstaltungen der KMU-Woche:

1. Europäische KMU-Woche

In Brüssel können Besucher beispielsweise auf der interaktiven Ausstellung SME experience – How it feels to be an entrepreneur“ vom 6. bis 9. Mai hautnah erfahren, wie es sich „anfühlt“, Unternehmer zu sein, indem sie in 10 Räumen Installationen sehen, riechen, berühren und hören können.

Die Gewinner der European Entrepreneurship Video Awards werden auf der Eröffnungszeremonie am 6. Mai in Brüssel bekanntgegeben, auf der schwerpunktmäßig auf den Einfluss des Fernsehens auf die unternehmerische Denkweise eingegangen wird. In diesem Videowettbewerb hatte die Kommission dazu aufgerufen, kreative, interessante und aufschlussreiche Videos über das Unternehmertum einzureichen, die in drei Kategorien gegliedert waren: „Unternehmergeist“, „Innovatives Unternehmertum“ und „Verantwortungsbewusstes Unternehmertum“.

Die KMU-Woche endet am 13. und 14. Mai in Prag mit der Konferenz „The small business act for Europe: business without barriers“, die von der Tschechischen EU-Präsidentschaft und der Europäischen Kommission organisiert wird. Auf dieser Veranstaltung werden auch die Gewinner der Europäischen Unternehmerpreise („European Enterprise Awards“) bekanntgegeben, mit denen innovative Verfahren ausgezeichnet werden, die auf regionaler und kommunaler Ebene zur Förderung des Unternehmertums und der KMU angewandt werden.

Weitere Informationen:

Small Business Act

European Enterprise Awards

Enterprise Europe Network


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