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IP/09/563

Brüssel, 8. April 2009

Fischerei: Potenzial der Aquakultur in der EU voll ausschöpfen

Die Aquakultur, einer der Lebensmittelsektoren mit der größten Wachstumsrate, liefert weltweit bereits die Hälfte aller Fische und kann noch weitaus stärker ausgebaut werden. Die EU hat hohe Standards festgelegt, damit das nachhaltige Wachstum weiterhin im Mittelpunkt des Konzepts und der Verfahren der Aquakultur bleibt; unsere Aquakulturindustrie ist führend in Forschung und technologischer Entwicklung. Dieser Fortschritt hat sich jedoch nicht im Erzeugungsumfang niedergeschlagen, der in der EU stagniert, während in anderen Weltregionen ein starkes Wachstum zu verzeichnen war. Die Kommission will in ihrer heutigen Mitteilung auf diesen Sachverhalt eingehen und dem nachhaltigen Wachstum in der Aquakultur der EU neue Impulse geben.

„Die Aquakultur hat als Quelle hochwertiger, gesunder Fischereiprodukte für die anspruchsvollen Verbraucher in der EU noch eine große Zukunft vor sich. Ihr Potenzial ist gegenwärtig jedoch noch längst nicht ausgeschöpft. Jetzt ist es an der Zeit, diesem politisch hochwichtigen Sektor gerecht zu werden, ihm eine gleichberechtigte Stimme zu geben und ihm – im wahrsten Sinne des Wortes – den Platz einzuräumen, den er zur Entwicklung braucht,” erklärte Joe Borg, EU-Kommissar für maritime Angelegenheiten und Fischerei.

Die Kommission untersucht in ihrer Mitteilung die Ursachen für den Stillstand in der EU-Aquakulturerzeugung und prüft die Möglichkeiten, mit denen sich Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Verwaltung des Sektors verbessern lassen:

Erstens kann der Sektor wettbewerbsfähiger werden, indem Forschung und technologische Entwicklung weiterhin intensiv unterstützt werden, indem die Raumplanung für Küsten- und Flusseinzugsgebiete verbessert wird, damit sich der Sektor im Wettbewerb um Raum und Wasser besser behaupten kann, und indem seine speziellen Erfordernisse in der Marktpolitik der EU für Fischereierzeugnisse besser berücksichtigt werden. Zweitens bleibt der Sektor nachhaltig, wenn er weiterhin auf umweltfreundliche Erzeugungsverfahren baut, strenge Normen für Tierschutz und Tiergesundheit beibehält und für einen hohen Grad an Verbraucherschutz sorgt. Drittens ließe sich mehr tun, um das Image des Sektors und bestimmte Aspekte seiner Verwaltung zu verbessern. Der Erfolg der Aquakultur wird in großem Umfang davon abhängen, ob auf nationaler und/oder lokaler Ebene ein unternehmensfreundliches Umfeld geschaffen wird. Deshalb ist die Kommission bereit, den Mitgliedstaaten und den regionalen Behörden Leitlinien an die Hand zu geben, die für gezielte Maßnahmen auf lokaler, nationaler und EU-Ebene sorgen und so dem Sektor dabei helfen, sein Potenzial voll auszuschöpfen.

Die Kommission ist überzeugt, dass ein starker, mit neuer Dynamik wachsender Aquakultursektor als Wachstumskatalysator auch in vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen wirken und damit zusätzlich zur Entwicklung der ländlichen und der Küstengebiete beitragen würde. Auch die Verbraucher würden durch gesunde, hochwertige und umweltfreundlich produzierte Lebensmittel profitieren. Dies sind nur einige der entscheidenden Vorteile, die sich aus abgestimmten europäischen Maßnahmen auf allen Ebenen zur vollen Erschließung des Potenzials im Aquakultursektor ergeben würden.

Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/fisheries/cfp/aquaculture_processing/aquaculture_de.htm

MEMO/09/161


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