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Fischerei: EU verwirklicht ihr Engagement zur Erhaltung von Rotem Thun

European Commission - IP/09/546   06/04/2009

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IP/09/546

Brüssel, 6. April 2009

Fischerei: EU verwirklicht ihr Engagement zur Erhaltung von Rotem Thun

Der Rat hat heute eine Verordnung erlassen, um den neuen mehrjährigen Wiederauffüllungsplan für Roten Thun im Ostatlantik und im Mittelmeer, den die Internationale Kommission für die Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) auf ihrer Jahrestagung im November 2008 in Marrakesch (Marokko) verabschiedet hatte, in Gemeinschaftsrecht umzusetzen. Dieser Plan muss nun unbedingt von allen ICCAT-Vertragsparteien bis zum Beginn der Hauptfangsaison am 16. April umgesetzt werden.

"Ich freue mich, dass der Rat und das Parlament eine gemeinsame Anstrengung unternommen haben, um die Verordnung in Rekordzeit erlassen zu können. Es kommt nun darauf an, dass der Wiederauffüllungsplan von allen an dieser Fischerei Beteiligten in der diesjährigen Fangsaison angewandt wird. Wenn der Plan korrekt umgesetzt wird, bietet er die beste Garantie für den Schutz von Rotem Thun und eine Chance, dass sich der Bestand von der bereits viel zu lange anhaltenden Überfischung erholt. Alle anderen ICCAT-Mitglieder fordere ich dringend auf, den Plan umzusetzen, damit die Bemühungen einiger nicht durch andere zunichte gemacht werden. Wenn wir der Fischerei auf Roten Thun wirklich eine Zukunft geben wollen, müssen wir verantwortungsvoll zusammenarbeiten", erklärte Joe Borg, EU-Kommissar für Maritime Angelegenheiten und Fischerei.

Die Europäische Kommission hat eine strikte, kompromisslose Umsetzung des ICCAT-Wiederauffüllungsplans angekündigt. Europäische Unternehmen dürfen nicht mit Fischereifahrzeugen oder Fischfarmen anderer ICCAT-Vertragsparteien zusammenarbeiten, die den Plan nicht vollständig umsetzen. Insbesondere sind gemeinsame Fangeinsätze mit europäischen Fischereifahrzeugen und das Einsetzen von Rotem Thun in europäische Netzkäfige verboten, wenn solche Vertragsparteien daran beteiligt sind.

Die Europäische Kommission startet auch Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Mittelmeerländern, damit der Wiederauffüllungsplan für Roten Thun erfolgreich umgesetzt wird.

Inspektions- und Kontrollregelung 2009

Um die vollständige Umsetzung des Wiederauffüllungsplans sicherzustellen, hat die Kommission ein spezifisches Kontroll- und Inspektionsprogramm zur Überwachung seiner Anwendung und Durchsetzung aufgestellt. Dieses Programm ist ein gemeinsames EU-Vorhaben, in dem die Europäische Kommission, die Europäische Fischereiaufsichtsagentur (EUFA) und die an dieser Fischerei beteiligten Mitgliedstaaten zusammenarbeiten. Kontrolle und Rechtsdurchsetzung bleiben unerlässlich, um die Fischbestände auf nachhaltigem Niveau zu halten.

Am 1. April 2009 hat die Europäische Fischereiaufsichtsagentur ihren gemeinsamen Einsatzplan für die Fischerei auf Roten Thun im Mittelmeer und im Ostatlantik 2009 erlassen, mit dem das Spezifische Kontroll- und Inspektionsprogramm umgesetzt wird. Der Plan bündelt die Kapazitäten der Kommission, der EUFA und der sieben an dieser Fischerei beteiligten Mitgliedstaaten – Zypern, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Portugal und Spanien. Er erstreckt sich auf alle Produktionsstufen, einschließlich Kontrollen auf See, an Land, in Fischfarmen und bei der Vermarktung. In diesem Jahr werden die Kontrolltätigkeiten verstärkt. Aufgrund der Erfahrungen des letzten Jahres werden die Inspektionen besser geplant und mit moderner Technologie zum Datenaustausch in Echtzeit durchgeführt.

In der Praxis koordiniert die EUFA die gemeinsamen Inspektions- und Kontrolltätigkeiten von 12 großen Überwachungsschiffen, 17 Küstenüberwachungsschiffen und 12 Flugzeugen mit 274 Inspektionstagen auf See, 242 Tagen an Land, 70 Tagen Luftüberwachung und 279 gemeinsamen Inspektionsteams (mit Inspektoren aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten). Der gemeinsame Einsatzplan erstreckt sich auf das Gebiet des Ostatlantiks und des Mittelmeeres (westliches, mittleres und östliches Mittelmeer) und erweitert somit seinen geographischen Anwendungsbereich gegenüber dem letzten Jahr auf die Azoren und die Kanarischen Inseln.


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