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IP/09/491

Brüssel, den 27. März 2009

Energiesparen: Mitgliedstaaten unterstützen Regeln zur Verringerung des Energieverbrauchs von Umwälzpumpen

Die EU-Mitgliedstaaten haben bei der heutigen Sitzung des Ökodesign-Regelungsausschusses einen Kommissionsvorschlag zur Verringerung des Energiebedarfs von Umwälzpumpen unterstützt. Die vorgeschlagene Verordnung wird zu jährlichen Einsparungen führen, die in der Größenordnung des Stromverbrauchs von Irland liegen. Es wird erwartet, dass die Verordnung bis 2020 zur Schaffung von 7000 neuen Arbeitsplätzen führt und Einsparungen beim Stromverbrauch in Höhe von 2,2 Mrd. EUR ermöglicht.

„Diese Maßnahme ist ein konkreter Beitrag zur Verwirklichung der Ziele, die sich die EU in Bezug auf Energieeffizienz und Klimaschutz gesetzt hat. Sie wird rasch zu deutlichen Energieeinsparungen und erheblichen Vorteilen für die Gesellschaft und die Industrie führen, wie dies im Konjunkturprogramm der Europäischen Kommission vorgesehen ist“, erklärte der für Energie zuständige Kommissar Andris Piebalgs.

Durch die Verordnung wird ab 2013 das Inverkehrbringen von Umwälzpumpen mit geringer oder standardmäßiger Effizienz untersagt. In einer zweiten Stufe sind dann ab 2015 nur noch hocheffiziente „intelligente“ Umwälzpumpen erlaubt. Die Verordnung erfasst eigenständige Umwälzpumpen, die überwiegend zur Wasserumwälzung in Heizungsanlagen von Büro- und Wohngebäuden genutzt werden, sowie kesselintegrierte Umwälzpumpen als Teil eines Heizkessels.

Die meisten der derzeit 140 Millionen in Europa eingesetzten Umwälzpumpen laufen ständig, auch wenn kein Wasser gepumpt werden muss, sofern sie nicht vom Benutzer zusammen mit der Heizung abgestellt werden. Das kann dazu führen, dass 20 % der durchschnittlichen Stromrechnung eines Haushalts auf ineffiziente Umwälzpumpen entfallen. Daher ließen sich große Einsparungen durch die Verwendung hocheffizienter Umwälzpumpen erzielen. Die vorgeschlagene Verordnung wird nur noch den Verkauf hocheffizienter „intelligenter“ Umwälzpumpen zulassen, die nur bei Bedarf laufen und ihre Drehzahl bedarfsabhängig regeln.

Die vorgeschlagene Verordnung wird auf Ebene der EU-27 bis 2020 zu Energieeinsparungen während der Nutzungsphase in der Größenordnung von ca. 23 TWh pro Jahr führen, was einer Verringerung der CO2-Emissionen um 11 Mio. t jährlich entspricht. Diese Einsparungen sind etwa so hoch wie der jährliche Stromverbrauch Irlands.

Die Staffelung in zwei Stufen erlaubt es den Herstellern, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, sich auf die neuen Anforderungen einzustellen. Die Verordnung baut auf den Ergebnissen einer eingehenden Analyse der technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte von Umwälzpumpen auf, die zusammen mit Interessengruppen und Experten aus der ganzen Welt durchgeführt wurde.

Der Vorschlag wird nun vom Europäischen Parlament und dem Rat geprüft und voraussichtlich im Juli 2009 offiziell von der Kommission verabschiedet. In den kommenden Monaten werden weitere Initiativen zur umweltgerechten Gestaltung anderer Produktgruppen folgen.

Weitere Informationen zum Thema „Ökodesign“ finden Sie hier.


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