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IP/09/407

Brüssel, den 17. März 2009

Ein kleiner Schritt für GÉANT, aber ein großer Schritt für die Schwarzmeerregion

Die Kommission hat Forschern im Südkaukasus (Armenien, Aserbaidschan und Georgien) heute mit der Inbetriebnahme des größten Computernetzes für Forschung und Bildung in der Region mehr Internetkapazität quer über das Schwarze Meer zur Verfügung gestellt. Durch das mit EU-Mitteln finanzierte regionale Forschungs- und Bildungsnetz „Black Sea Interconnection" (BSI) werden die Länder des Südkaukasus miteinander verbunden und an das weltweit führende europäische Breitband-Netz GÉANT angeschlossen, dem heute schon 30 Mio. Forscher angehören. Die neue Verbindung ermöglicht Forschern und Studenten die Zusammenarbeit mit europäischen Kollegen in 40 Ländern und den Austausch großer Datenmengen über das Netz.

„Die Kommission will die Entwicklung des Internet in dieser Richtung vorantreiben, damit in der weltweiten Forschungslandschaft keine weißen Flecken mehr bleiben“, so Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. „Mit unserer Investition von 1,4 Mio. EUR in das Projekt überbrücken wir eine große digitale Kluft, denn wir verschaffen Wissenschaftlern aus der Schwarzmeerregion Zugang zur Weltforschungsgemeinschaft und versorgen Universitäten und Forschungsinstitute im Südkaukasus mit Hochgeschwindigkeitsanschlüssen an das Internet. Ich gehe davon aus, dass die bessere Zusammenarbeit mit den 4 000 GEANT-Forschungsinstituten in der EU nicht nur in Europa, sondern auch darüber hinaus zu einer Qualitätssteigerung bei Forschung und Ergebnissen führen wird.“

„Dieses Großprojekt kommt verschiedenen zentralen Zielen der EU-Politik in der Schwarzmeerregion zugute“, fügte Benita Ferrero-Waldner, EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und die Europäische Nachbarschaftspolitik, hinzu. „Es dient der Umsetzung der „Schwarzmeersynergie“ im Schlüsselbereich Informations-gesellschaft, indem eine kooperative Infrastruktur eingerichtet wird, die nicht nur der Forschung nutzt, sondern auch der späteren Einführung neuer Online-Dienste wie e-Government, e-Business, e-Health sowie der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie im Bildungswesen, was der Gesellschaft insgesamt zugute kommt.“

Weitere Reaktionen von Politikern aus der Region und der NATO angesichts dieses großen Schritts für den Schwarzmeerraum finden sich im Information Society newsroom der Kommission.

Die Spitzenforschung ist auf große Datenbanken und Hochleistungs-Verarbeitungskapazitäten angewiesen, etwa um Erdbeben vorhersagen, genetische Informationen dekodieren, den Klimawandel und die Energienachfrage simulieren oder auch die Ausbreitung von Epidemien vorhersagen und bewältigen zu können.

Mit dem Projekt „Black Sea Interconnection” werden die Länder des Südkaukasus mit noch nie dagewesener Geschwindigkeit (mindestens 34 bis 100 Megabits pro Sekunde) an das europaweite Forschungsnetz GÉANT (MEMO/09/110) angeschlossen. Dank dieser Geschwindigkeit können in der gesamten Region moderne Dienste eingerichtet werden, wie mehr Internet-Adressen mit der neusten Version des Internet-Protokolls (IPv6m, das praktisch unbegrenzt viele Internetadressen bietet (IP/08/803)) und Multicast als innovative Merkmale der Hochgeschwindigkeitsvernetzung für die Forschung weltweit.

Die Hochgeschwindigkeitsanschlüsse werden Forschern und Wissenschaftlern in der Region eine sehr viel intensivere Zusammenarbeit ermöglichen. Durch den Anschluss von 377 Universitäten und Forschungsinstituten im Südkaukasus an das europaweite Netz Geant2, dem bereits 34 nationale Forschungsnetze weltweit angehören, erhöhen sich die Möglichkeiten für Forschung und Bildung nicht nur im Südkaukasus, sondern in Europa überhaupt. Die Auswirkungen dürften auch im Alltag der Region spürbar werden, da Ärzte fortan Ferndiagnosen stellen und Patienten in armen und abgelegenen ländlichen Gebieten Behandlungen verordnen können, so dass sich der Zugang zur medizinischen Versorgung und deren Qualität verbessern dürften (weitere Beispiele siehe MEMO/09/110).

Das Projekt „Black Sea Interconnection“ läuft über einen Zeitraum von 24 Monaten ab dem 17. März 2008.

Hintergrund:

Das Projekt „Black Sea Interconnection” stammt aus dem EG-finanzierten Projekt „Porta Optica” und ist der Nachfolger des von der NATO finanzierten „Virtual Silk Highway”, mit dem im Südkaukasus und in Mittelasien Satellitenverbindungen für Hochgeschwindigkeits-Internetanschlüsse bereitgestellt wurden, der aber den wachsenden Anforderungen der Forschungsgemeinschaft nicht mehr nachkommen konnte.

www.blacksea-net.org

Das Projekt wird vom türkischen Forschungs- und Bildungsnetz TÜBİTAK-ULAKBİM koordiniert und ist das größte Projekt, das die Türkei im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der Kommission koordiniert. Beteiligt sind die südkaukasischen Forschungs- und Bildungsnetze GRENA (Georgien), AzRENA (Aserbaidschan) und ASNET-AM/ARENA (Armenien).

Das im Jahr 2000 lancierte GÉANT wurde im vergangenen Februar durch Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Asien, dem südlichen Afrika und Lateinamerika (IP/08/354) zum weltweiten Netz und hat unlängst auch Pakistan den Anschluss an die Weltforschungsgemeinschaft (IP/08/1590) und an die europäische Kernforschungsgemeinschaft mit ihren Höchstleistungsrechenzentren (IP/09/117) ermöglicht. Der derzeitige Beitrag der Europäischen Kommission zu GÉANT wird aus dem EU-Forschungsbudget für 2004-2009 finanziert und beläuft sich auf 93 Mio. EUR über 58 Monate.

http://www.geant2.net/

MEM/09/110

Weitere Reaktionen:

http://ec.europa.eu/information_society/newsroom/cf/itemlongdetail.cfm?item_id=4771

Eine GÉANT-Pressemappe findet sich unter:

http://ec.europa.eu/information_society/newsroom/cf/itemlongdetail.cfm?item_id=3915

Annex

GÉANT connectivity across Europe

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]

GÉANT's Global Reach

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]


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