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Energiesparen: Mitgliedstaaten unterstützen Regeln zur Verringerung des Energieverbrauchs von Industriemotoren

European Commission - IP/09/391   11/03/2009

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IP/09/391

Brüssel, den 11. März 2009

Energiesparen: Mitgliedstaaten unterstützen Regeln zur Verringerung des Energieverbrauchs von Industriemotoren

Die EU-Mitgliedstaaten haben bei der heutigen Sitzung des Ökodesign-Regelungsausschusses ihre Unterstützung für neue Regeln zur Verringerung des Energiebedarfs von Industriemotoren gezeigt; die dadurch jährlich zu erzielenden Einsparungen liegen in der Größenordnung des Stromverbrauchs von Schweden. Es wird erwartet, dass die vorgeschlagene Verordnung bis 2020 zur Schaffung von 40 000 neuen Arbeitsplätzen führt und Einsparungen beim Stromverbrauch in Höhe von 9 Mrd. EUR ermöglicht.

„Diese Maßnahme ist ein konkreter Beitrag zur Verwirklichung der Ziele, die sich die EU in Bezug auf Energieeffizienz und Klimaschutz gesetzt hat. Sie wird rasch zu deutlichen Energieeinsparungen und erheblichen Vorteilen für die Gesellschaft und die Industrie führen, wie dies im europäischen Konjunkturprogramm vorgesehen ist“, erklärte der für Energie zuständige Kommissar Andris Piebalgs.

Durch die vorgeschlagene Verordnung wird ab 2011 das Inverkehrbringen von Motoren untersagt, die nicht den Effizienzstandard IE2 einhalten. Ab 2015 müssen große Motoren und ab 2017 sämtliche Motoren der anspruchsvollen Effizienzklasse IE3 entsprechen. Standardmotoren der Effizienzklasse IE2 können jedoch auch nach 2015 in den Handel kommen, wenn sie mit einer variablen Motorsteuerung betrieben werden. Mittels der Motorsteuerung kann die Motordrehzahl lastabhängig geregelt werden, so dass stets optimale Effizienz gewährleistet ist. So kann der Energieverbrauch drastisch gesenkt werden, wenn die Motoren mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Lasten betrieben werden

Die vorgeschlagene Verordnung wird auf Ebene der EU-27 bis 2020 im Vergleich zum Szenario mit unveränderten Rahmenbedingungen zu Energieeinsparungen während der Nutzungsphase in der Größenordnung von ca. 135 TWh pro Jahr führen; das entspricht einer Verringerung der CO2-Emissionen um 63 Mio. t jährlich. Diese Einsparungen sind etwa so hoch wie der jährliche Stromverbrauch Schwedens.

Das dreistufige Konzept erlaubt es sämtlichen Herstellern, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, sich auf die neuen Anforderungen einzustellen. Die Verordnung baut auf den Ergebnissen einer eingehenden Analyse der technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte von Industriemotoren auf, die zusammen mit Interessengruppen und Experten aus der ganzen Welt durchgeführt wurde.

Die Verordnung wird nun im Entwurf vom Europäischen Parlament und dem Rat geprüft und voraussichtlich im Juni 2009 offiziell von der Kommission verabschiedet. In den kommenden Monaten werden weitere Initiativen zur umweltgerechten Gestaltung anderer Produktgruppen folgen.

Weitere Informationen zum Thema „Ökodesign“ finden Sie hier.


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