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Kommission finanziert die Europäische Finanzkoalition (EFK) gegen die Verbreitung von Bildern im Internet, die den sexuellen Missbrauch von Kindern darstellen

European Commission - IP/09/342   03/03/2009

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IP/09/342

Brüssel, den 3. März 2009

Kommission finanziert die Europäische Finanzkoalition (EFK) gegen die Verbreitung von Bildern im Internet, die den sexuellen Missbrauch von Kindern darstellen

Die Europäische Kommission wird bis zu 427 000 EUR für die Aktivitäten der Europäischen Finanzkoalition gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet bereitstellen, kündigte heute Jacques Barrot, Vizepräsident und für Justiz, Freiheit und Sicherheit zuständiges Kommissionsmitglied, an.

Bei der von der Europäischen Kommission finanzierten Koalition unter Federführung der britischen Strafverfolgungsbehörde zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung CEOP (Child exploitation and online protection centre) handelt es sich um eine öffentlich-private informelle Gruppe, in der auch die Polizei, Finanzdienstleister, Internetanbieter, NRO und andere Partner vertreten sind, und deren Ziel es ist, im Kampf gegen Kinderpornografie zusammenzuarbeiten.

MasterCard, Microsoft, PayPal, VISA Europe und die NRO Missing Children Europe gehören zu den Gründungsmitgliedern der neuen Koalition. Darüber hinaus gehören ihr Allen & Overy und das ICMEC (International Centre for Missing & Exploited Children) als beratende Mitglieder an. Seitens der Strafverfolgung gehören zu den Gründungsmitgliedern der EFK ebenfalls Europol und die italienische Post- und Kommunikationspolizei.

Die Koalition wurde heute bei einer in der Zentrale der britischen Strafverfolgungsbehörde CEOP (Online-Zentrum gegen Kindesmissbrauch) abgehaltenen Pressekonferenz in Anwesenheit von Vizepräsident Jacques Barrot eingerichtet.

Die Kommission wird bis zu 427 000 EUR für die Aktivitäten der Koalition bereitstellen, die alle Partner im Kampf gegen die kommerzielle Verbreitung von Bildern, die den sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet darstellen, zusammenbringen will. Mit Hilfe dieser Koalition sollen Opfer leichter als solche erkannt und besser geschützt werden, Straftäter - Pädophile ebenso wie diejenigen, die am Verkauf von Bildern verdienen - leichter ausfindig gemacht und festgenommen werden, und vor allem die Gewinne aus diesen kriminellen Aktivitäten eingezogen werden. Der Kauf von Kinderpornografie per Kreditkarte oder mit Hilfe anderer elektronischer Zahlungssysteme soll künftig verhindert werden. Darüber hinaus wird die Kommission in Kürze Vorschläge zur Aktualisierung und Stärkung des Rahmenbeschlusses des Rates zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern vorlegen.

Vizepräsident Jacques Barrot, für Justiz, Freiheit und Sicherheit zuständiges Kommissionsmitglied, unterstrich die Bedeutung dieser Initiative mit folgenden Worten: “Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Kindern der größtmögliche Schutz vor jeglicher Form von Verbrechen und Missbrauch gewährt wird. Es ist eine Tatsache, dass das rasche Wachstum des Internet einen beunruhigenden kriminellen Markt für Bilder, die den sexuellen Missbrauch von Kindern darstellen, ermöglicht hat. Die Europäische Finanzkoalition wird dazu beitragen, Opfer leichter als solche zu erkennen und zu schützen, und vor allem die Gewinne aus diesen kriminellen Handlungen einzuziehen. Damit die Koalition ihre volle Wirksamkeit entfalten kann, benötigen wir jedoch weitere Partner, auch die Mitgliedstaaten. Ich bin bereit, sie in ihren Bemühungen voll und ganz zu unterstützen.”


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