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Marco Polo – 3. Aufforderung für die Einreichung von Vorschlägen zur Vermeidung von Staus und zur Verbesserung des Güterverkehrs

European Commission - IP/09/236   10/02/2009

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IP/09/236

Brüssel, 10. Februar 2009

Marco Polo – 3. Aufforderung für die Einreichung von Vorschlägen zur Vermeidung von Staus und zur Verbesserung des Güterverkehrs

Die Europäische Kommission hat heute die 3. Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für die Einrichtung und Modernisierung von Güterverkehrsdiensten im Rahmen des Programms „Marco Polo 2“ veröffentlicht. Die ausgewählten Projekte sollen dazu beitragen, Staus auf europäischen Straßen zu vermeiden, und die Umweltfreundlichkeit des Güterverkehrssystems verbessern – zwei Hauptziele der EU-Verkehrspolitik. Unternehmen in der Europäischen Union und anderen Ländern werden aufgerufen, Vorschläge einzureichen.

Das allgemeine Ziel des Programms „Marco Polo“ ist es, Unternehmen bei der Einführung von Dienstleistungen zu unterstützen, mit denen der Güterverkehr von der Straße auf den Kurzstreckenseeverkehr, die Schiene und die Binnenschifffahrt verlagert wird. Diese Unterstützung wird während der mit hohen Risiken verbundenen Anlaufphase der Projekte gewährt.

Den Unternehmen, deren Vorschläge in der vergleichenden Bewertung am besten abschneiden, werden Förderverträge für die Dauer von bis zu sechs Jahren angeboten. Es haben jedoch nur Projekte Aussicht auf Förderung, bei denen nachweislich nachhaltige Güterverkehrsdienste mit anderen Verkehrsträgern als dem Straßenverkehr eingerichtet werden, d. h. Projekte, die auch nach dem Ende der EU-Finanzunterstützung am Markt bestehen können.

Der Aufruf bezieht sich auf fünf Arten von Aktionen:

  • Aktionen zur Verkehrsverlagerung, durch die der Straßengüterverkehr auf Kurzstreckenseeverkehr, Schiene und Binnenschifffahrt oder eine Kombination von Verkehrsträgern verlagert wird;
  • Hochinnovative katalytische Aktionen zur Überwindung struktureller Hindernisse auf dem Güterverkehrsmarkt in der Europäischen Union, wie zum Beispiel der geringen Güterzuggeschwindigkeit und einer unzureichenden technischen Interoperabilität der Verkehrsträger;
  • Gemeinsame Lernaktionen für eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Güterverkehrskette und eine Optimierung ihrer Arbeitsmethoden und Arbeitsabläufe;
  • Aktionen zu Hochgeschwindigkeitsseewegen („Meeresautobahnen“), mit denen der Güterverkehr von der Straße auf den Kurzstreckenseeverkehr oder eine Kombination von Kurzstreckenseeverkehr und anderen Verkehrsträgern verlagert wird und die einen intermodalen, hoch frequentierten Seeverkehrsdienst für ein großes Gütervolumen bieten;
  • Aktionen zur Verkehrsvermeidung, mit denen der Güterverkehr in die Produktionslogistik einbezogen wird, um die Nachfrage nach Straßengüterverkehrsdiensten zu reduzieren.

Das Budget für den Aufruf 2009 wurde von 60 Mio. EUR im Jahr 2008 auf 62 Mio. EUR erhöht. Gleichzeitig wurde die Höhe der Förderung von 1 EUR auf 2 EUR pro 500 Tonnenkilometer, die auf andere Verkehrsträger verlagert werden, angehoben.

Die vollständige Aufforderung mit Informationen über die Beantragung von Zuschüssen finden Sie auf der „Marco Polo“-Webseite:

http://ec.europa.eu/transport/marcopolo/home/home_en.htm


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