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IP/09/232

Brüssel, den 10. Februar 2009

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Soziale Netzwerke: Kommission handelt Vereinbarung der wichtigsten Website-Anbieter aus

17 führende Website-Anbieter haben erstmalig eine europäische Vereinbarung zur Verbesserung der Sicherheit für Minderjährige bei der Nutzung von Websites zur sozialen Vernetzung unterzeichnet. Darunter sind Arto, Bebo, Dailymotion, Facebook, Giovani.it, Google/YouTube, Hyves, Microsoft Europe, Myspace, Nasza-klaza.pl, Netlog, One.lt, Skyrock, StudiVZ, Sulake/Habbo Hotel, Yahoo!Europe und Zap.lu. Websites sozialer Netzwerke sind ein neues soziales und wirtschaftliches Phänomen, das 41,7 Mio. regelmäßige Nutzer in Europa anzieht und die Art und Weise unserer Kommunikation über das Internet verändert. Die Nutzung solcher Websites hat im letzten Jahr in Europa um 35 % zugenommen und wird sich voraussichtlich bis 2012 mit 107,4 Mio. Nutzern mehr als verdoppeln. Voraussetzung für die Weiterentwicklung dieser Vernetzungsangebote ist es, dass sich junge Nutzer sicher fühlen, wenn sie ihre Netwerke im Internet ausweiten oder persönliche Daten weitergeben. Die heute in Luxemburg anlässlich des von der Europäischen Kommission veranstalteten „Safer Internet Day“ (Tag des sicheren Internet) unterzeichnete Vereinbarung wird es Teenagern ermöglichen, besser mit potenziellen Risiken umzugehen, denen sie im Internet begegnen könnten (z.B. Cyber-Mobbing oder die Preisgabe persönlicher Daten).

„Die Kommission begrüßt diese erste europäische Vereinbarung über Websites zur sozialen Vernetzung. Sie bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu mehr Sicherheit für unsere Kinder, wenn sie sich in Europa durch die sozialen Netzwerke im Web klicken,“ so Viviane Reding EU-Kommissarin für die Informationsgesellschaft und Medien. „Das Konzept der sozialen Vernetzung hat ein enormes Verbreitungspotenzial in Europa, kann zur Stimulierung unserer Wirtschaft beitragen und unsere Gesellschaft interaktiver machen – vorausgesetzt, Kinder und Teenager haben die Gewissheit, mit den richtigen Werkzeugen in Sicherheit zu sein, wenn sie über das Internet neue „Freunde“ kennenlernen und persönliche Daten weitergeben. Ich werde die Anwendung der neuen Vereinbarung genau beobachten, und die Kommission wird sich in einem Jahr erneut mit dieser Thematik befassen.“

Die führenden europäischen Anbieter solcher sozialen Vernetzungs-Websites sind am heutigen „Tag des sicheren Internets" zum ersten Mal zusammengekommen, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden und potenzielle Gefahren ihrer Websites für Minderjährige zu erörtern. Hierzu gehören Cyber-Mobbing (Mobbing und Belästigung von Kindern im Internet oder per SMS), Grooming (Erwachsene suchen „freundschaftlichen“ Kontakt zu Kindern, um sie später sexuell zu missbrauchen) und gefährliches Verhalten, wie die Weitergabe persönlicher Daten. Diese Risiken sollen durch folgende Maßnahmen begrenzt werden:

  • Einführung einer einfach anklickbaren und zugänglichen Meldetaste, mit der Nutzer anstößige Kontaktaufnahmen oder Verhaltensweisen mit einem Mausklick melden können.
  • Es wird sicher gestellt, dass alle Online-Profile und Kontaktlisten der Website-Nutzer, die als unter 18 registriert sind, vorgabemäßig“ als „privat“ eingestuft werden. Dadurch wird es Personen mit anstößigen Absichten erschwert, Kontakt zu den jungen Nutzern aufzunehmen.
  • Es wird gewährleistet, dass die privaten Profile von Nutzern unter 18 nicht suchbar sind (auf den Websites oder über Suchmaschinen).
  • Es wird sicher gestellt, dass die Optionen für den Schutz der Privatsphäre jederzeit auffindbar und zugänglich sind, damit Nutzer leicht feststellen können, ob nur ihre Freunde oder alle Nutzer weltweit sehen können, was sie online angeben oder ins Netz stellen.
  • Es wird gewährleistet, dass zu junge Nutzer von den Angeboten ausgeschlossen werden: richtet sich eine Website an Teenager über 13, sollte verhindert werden, dass sich Jugendliche unter 13 registrieren.

Die Betreiber der Websites zur sozialen Vernetzung werden die Kommission bis April 2009 über ihre jeweiligen Sicherheitsstrategien und deren Umsetzung unterrichten.

Hintergrund:

Die heute bekannt gegebene Vereinbarung ist das Ergebnis von Diskussionen der von der Europäischen Kommission im April 2008 eingerichteten Task Force „soziale Vernetzung“. In dieser Gruppe sind Vertreter von Websites zur sozialen Vernetzung, NRO und Forscher vertreten. Sie ist ein gutes Beispiel für die Selbstkontrolle der Branche – ein Konzept, das die Kommission bevorzugt, sofern es effektiv umgesetzt wird.

Ähnliche Initiativen in diesem Bereich sind die Initiative „Social Networking Guidance“ des britischen Innenministeriums vom April 2008 und eigene Vereinbarungen, die Myspace und Facebook mit 49 Generalstaatsanwälten in den USA geschlossen haben.

Der „Tag des sicheren Internets" findet seit 2004 alljährlich statt und bietet Veranstaltungen in über 50 Ländern in Europa und weltweit.

Der „Tag des sicheren Internets 2007“ führte auf Initiative von Kommissarin Reding zu einer Vereinbarung über den Schutz Minderjähriger bei der Nutzung von Handys, die von allen führenden Mobilfunkbetreibern unterzeichnet wurde (IP/07/139).

Ein Pressepaket mit dem endgültigen Wortlaut der Vereinbarung, einem Merkblatt (MEMO) und einem Videoclip über Cyber-Mobbing, der über Fernsehkanäle in der EU, Norwegen und Island ausgestrahlt wird und auch über das Internet zugänglich ist, kann abgerufen werden unter:

http://ec.europa.eu/information_society/newsroom/cf/itemlongdetail.cfm?item_id=4672

MEMO/09/58

Weitere Informationen:

www.keepcontrol.eu

Annex

List of signatories of the Safer Social Networking Principles

Arto, Bebo, Dailymotion, Facebook, Giovani.it, Google/YouTube, Hyves,

Microsoft Europe, Myspace, Nasza-klaza.pl, Netlog, One.lt, Skyrock,

StudiVZ, Sulake/Habbo Hotel, Yahoo!Europe, and Zap.lu.

Safer Internet Day around Europe and worldwide

Today's signing ceremony in Luxembourg is a key event, amongst the many others taking place worldwide to mark "Safer Internet Day", and which include:

  • In Austria parents and educators will discuss computers games with experts and will have the possibility to test games with the support of youths.
  • In Finland a rock concert is organised culture center Gloria in central Helsinki featuring Finnish groups such as by Happoradio, Phoenix Effect and Pin Ion. The video clip on cyber bullying and other clips will be shown.
  • In Denmark children will create artwork at the Science Museum in Copenhagen based on their views of the internet.
  • In France the singer for children Henri Dès will take part in Safer Internet Day
  • In Italy youths will express their opinions to social networking sites presenting the work that in the last months has involved about 1000 children
  • In Egypt and Norway the local versions of the INSAFE family toolkit will be launched.

The European internet safety network INSAFE organised a online competition. 6000 participants took part and the 6 winners have been awarded their prize today in Luxembourg.

For the full calendar of events see http://www.saferinternet.org.

The Safer Internet Day is an annual event (see IP/06/126, IP/05/148, IP/04/171) organised by INSAFE, and co-funded by the Commission’s Safer Internet Programme (IP/08/1899).


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