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IP/09/1960

Brüssel, 17. Dezember 2009

Horn von Afrika: Kommission stellt 50 Mio. EUR für humanitäre Hilfe zugunsten von Dürreopfern bereit

Die Europäische Kommission gewährt 50 Mio. EUR für humanitäre Hilfe zugunsten der von der Dürre betroffenen Bevölkerung in Somalia, Äthiopien, Kenia und Uganda. Die Mittel werden über den Dienst für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) unter der Leitung von EU-Kommissar Karel De Gucht bereitgestellt.

„Die Lage am Horn von Afrika ist katastrophal und beweist, wie schrecklich die Auswirkungen des Klimawandels sein können. Diese Krise zeigt uns, warum eine Einigung in Kopenhagen so wichtig ist“, erklärte der für Entwicklung und humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissar Karel De Gucht. „Weite Teile der Länder am Horn von Afrika haben dieses Jahr weniger als 75 % der normalen Niederschlagsmenge verzeichnet und bereits zuvor mehrere schwere Dürreperioden durchgemacht. Die Bevölkerung kann derart extreme und anhaltende Belastungen, die in vielen Fällen zu Konfliktsituationen hinzukommen, nicht länger bewältigen. Daher sind über 16 Mio. Menschen dringend auf Hilfe angewiesen. Die Europäische Union wird daher ihre humanitäre Hilfe weiter aufstocken und so ihre Verantwortung als größter Geber für die Region am Horn von Afrika wahrnehmen.“

Äthiopien: 25 Mio. EUR

Nach mehreren Missernten in Folge hat sich die Ernährungssituation in Teilen Äthiopiens drastisch verschlechtert und wird sich, wie die neuerlichen schlechten Ernteprognosen erwarten lassen, weiter zuspitzen. Mit der Mittelaufstockung werden Nahrungsmittelhilfe und sektorübergreifende Hilfe, unter anderem im Bereich der Gesundheitsfürsorge finanziert. Die Unterstützung soll für die Bekämpfung der Seuchengefahr sowie für die Verbesserung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung und der Hygienesituation in den betroffenen Gebieten verwendet werden.

Somalia: 7 Mio. EUR

Seit dem Ausbruch des Konflikts im Jahr 1991 erlebt Somalia bewaffnete Auseinandersetzungen, Massenvertreibungen, politische und ethnische Spannungen, lokal konzentrierte Unsicherheit, wirtschaftliche Not und Klimakatastrophen. Dies hatte die nachhaltige Zerstörung der Lebensgrundlage der Bevölkerung, zunehmende Verarmung und eine größere Unsicherheit bei der Nahrungsmittelversorgung zur Folge, so dass die Bevölkerung immer stärker gefährdet ist.

Mit dem Finanzierungsbeschluss werden Projekte in den Bereichen Gesundheits­versorgung, Wasserversorgung/Abwasserentsorgung und Ernährung sowie Unterstützung für den Lebensunterhalt abgedeckt.

Kenia: 13 Mio. EUR

In Kenia sind schätzungsweise 3,8 Mio. Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Fünf Distrikte sind von akuter Unterernährung (über 20 %) betroffen, und die Lage verschlechtert sich weiter.

Die dringendsten Aufgaben sind in den Schwerpunktbereichen Lebensmittelversorgung/ Ernährungssicherung und Schutz der Nutztiere sowie anderen Formen der kurzfristigen Unterstützung für den Lebensunterhalt zu bewältigen.

Uganda: 5 Mio. EUR

Rund 2,2 Mio. Menschen in den im Norden Ugandas gelegenen Regionen Acholi und Karamoja sind von Ernährungsunsicherheit betroffen. Die zusätzlich bereitgestellten Mittel sollen für grundlegende Dienste für die Bevölkerung verwendet werden, u. a. für Nahrungsmittelhilfe, Wasserversorgung und Gesundheitsfürsorge.

Kontext

Mit diesem Beschluss steigt die humanitäre Hilfe, die im Jahr 2009 für die genannten vier Länder am Horn von Afrika bereitgestellt wird, auf fast 150 Mio. EUR an. Alle von der Kommission finanzierten humanitären Projekte werden von nichtstaatlichen Hilfsorganisationen, UN-Sonderorganisationen und dem Roten Kreuz/Roten Halbmond durchgeführt. In den meisten betroffenen Ländern verfügt ECHO über Außenstellen. Die ECHO-Experten vor Ort verfolgen die Entwicklung der humanitären Lage und wirken aktiv an der Koordinierung der Hilfemaßnahmen mit. Sie überwachen zudem die Verwendung der für die Hilfe bereitgestellten Gemeinschaftsmittel.

Weitere Informationen sind zu finden unter: http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm


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