Navigation path

Left navigation

Additional tools

IP/ 09/1948

Brüssel, den 15. Dezember 2009.

Der Rat „F ischerei“ gibt neue Impulse für die ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit

Auf ihrer letzten Ratstagung des Jahres 2009 erzielten die EU-Fischereiminister eine politische Einigung über den Vorschlag der Kommission über die Fangmöglichkeiten für 2010. Nachdem diese Grundvoraussetzung nun geschaffen ist, kann die Europäische Union weiter an der Umsetzung ihres Programms für die ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit zugunsten der Fischerei- und der maritimen Industrie, der Bürger und der marinen Umwelt arbeiten.

Joe Borg, Europäischer Kommissar für maritime Angelegenheiten und Fischerei, begrüßte die Ergebnisse dieser Tagung und erklärte: „Die heute erzielte Einigung zeigt, was Europa – selbst bei sehr komplexen Fragen – erreichen kann, wenn wir loyal zusammenarbeiten und als Team handeln. Ich bin davon überzeugt, dass dieses kooperative Klima, das wir in den vergangenen Jahren geschaffen haben, auch während der Amtszeit meiner Nachfolgerin andauern wird. Von ganzem Herzen wünsche ich all jenen Erfolg, die sich für Nachhaltigkeit und Rentabilität im Fischerei- und maritimen Bereich einsetzen."

Zwar dauert die starke Überfischung bei zahlreichen Beständen an, aber Kommissar Borg konnte dem Rat auch einige positive wissenschaftliche Erkenntnisse mitteilen – beispielsweise dass eine kleine, aber stets wachsende Zahl von Beständen nunmehr auf dem Niveau eines höchstmöglichen Dauerertrags befischt wird.

Wie in den vergangenen Jahren beruhen die von der Kommission vorgeschlagenen Änderungen bei den zulässigen Gesamtfangmengen (TAC) für die verschiedenen Bestände auf der Grundlage einer objektiven Arbeitsmethode, die sich auf wissenschaftliche Gutachten stützt. Die Kommission hat auch umfassende Konsultationen mit den Mitgliedstaaten und der Industrie durchgeführt und sich im Rahmen des Möglichen bemüht, die kurzfristige Belastung der betroffenen Fischereien zu verringern.

Wie dies in der Regel bei solch breit angelegten Verhandlungen der Fall ist , wurde der ursprüngliche Vorschlag der Kommission geändert, um den Anliegen der Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen. Der diesjährige Vorschlag enthält noch keine endgültigen Zahlenangaben für die mit Norwegen und den Färöern gemeinsam bewirtschafteten Beständen, weil die Parteien noch keine Einigung hierüber erzielt haben. Auf der Grundlage der von der Kommission vorgeschlagenen vorläufigen Zahlen für diese Bestände können die Fangtätigkeiten bis in den Januar hinein fortgesetzt werden, so dass die Kommission Zeit hat, die Verhandlungen mit Norwegen abzuschließen und dann die endgültigen Zahlen zügig umzusetzen. Die Kommission ist zuversichtlich, dass die Verhandlungen Anfang 2010 zu Ende geführt werden können und ein sowohl für die Europäische Union als auch für Norwegen ausgewogenes Abkommen geschlossen werden kann.

Entsprechend dem unlängst von der Europäischen Union genehmigten Aktionsplan für Haie hat der Rat an einer Null-TAC für Heringshai festgehalten und die Beifänge für Dornhai auf 10 % begrenzt, um Rückwürfe zu vermeiden, wobei für 2011 eine Null-TAC vorgesehen ist.

Aufgrund der vielversprechenden Anzeichen aus den unlängst veröffentlichten Erhebungen über Sardellen konnte der Rat Fänge in Höhe von 7 000 Tonnen ab Januar 2010 genehmigen, wobei er zu verstehen gab, dass diese Zahl nach Maßgabe der Ergebnisse der für das Frühjahr erwarteten wissenschaftlichen Gutachten geändert wird. Diese Fischerei muss daher sorgfältig überwacht werden.

S iehe auch Tabelle der TAC und Quoten für 2010: http://ec.europa.eu/fisheries/press_corner/press_releases/2009/com09_79_en.pdf


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website