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IP/09 /1924

Straßburg, den 15. Dezember 2009

Verkehr: Sicher und sorglos reisen diesen Winter

Die Europäische Kommission hat heute eine öffentliche Konsultation zur Weiterentwicklung der Fluggastrechte eingeleitet und 12 Tipps für ein sicheres und problemloses Reisen dieses Weihnachten herausgegeben. Vizepräsident Antonio Tajani, für Verkehrspolitik zuständiger Kommissar, gab auch Einzelheiten einer europaweiten Öffentlichkeitskampagne bekannt, mit der die Bürger auf ihre Rechte als Flug- und Fahrgäste hingewiesen werden sollen.

„Die Millionen Europäer, die während der Feiertage auf Reisen gehen, können darauf vertrauen, dass die EU ihr Möglichstes tut, um Probleme auszuräumen. Die Einführung von Fluggast- und Fahrgastrechten im Flug- und Zugverkehr ist ein Beispiel von vielen, wie Maßnahmen der Europäischen Union unseren Bürgern im täglichen Leben zugute kommen. Daher freue ich mich, eine EU-weite Öffentlichkeits­kampagne ankündigen zu können, um den Reisenden ihre Passagierrechte aufgrund europäischer Rechtsvorschriften zu erläutern. Gleichzeitig leiten wir eine öffentliche Konsultation ein, bei der sich jedermann zu dem bisher Erreichten und zu wünschenswerten künftigen Maßnahmen äußern kann, wenn bei Flügen etwas schief geht“, sagte Vizepräsident Tajani.

Nach fünf Jahren ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen, was bei den Fluggastrechten erreicht wurde und was noch verbessert werden kann. Heute wird eine breit angelegte öffentliche Konsultation eingeleitet, damit sich die Generaldirektion Energie und Verkehr der Europäischen Kommission ein umfassendes Bild davon machen kann, wie die interessierten Kreise die künftige Entwicklung der Fluggastrechte sehen. Die öffentliche Konsultation wird zwei Monate lang auf der Internetseite der Kommission geöffnet sein ( http://ec.europa.eu/transport/passengers/consultations/2010_03_01_apr_legislation_en.htm ) und mit einer öffentlichen Konferenz in Brüssel im Frühjahr 2010 abgeschlossen.

Flug- und Bahnreisende genießen bereits Rechte aufgrund europäischer Rechtsvorschriften, andere Verkehrsträger sollen noch folgen. Die Kommission hat bereits Vorschläge zum Schutz von Schiffspassagieren und Busfahrgästen vorgelegt, die möglicherweise schon im nächsten Jahr verabschiedet werden könnten.

Da noch nicht alle Reisenden wissen, welche Rechte ihnen nach europäischem Recht zustehen, wird 2010 und 2011 eine Öffentlichkeitskampagne durchgeführt. Außer auf einer besonderen Internetseite in allen EU-Amtssprachen wird auch durch Videoclips, Poster und Veröffentlichungen an Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen und Bahnhöfen informiert, und auf internationalen Tourismusmessen wird es einen eigenen Stand geben. Für diese Kampagne sind Mittel in Höhe von 1 Mio. EUR vorgesehen.

MEMO/09/553

12 Tipps für Reisen über die Weihnachtszeit

1. Falls Sie mit dem Flugzeug reisen und Ihnen die Beförderung verweigert wird oder Ihr Flug ohne Vorankündigung gestrichen wird oder mehr als fünf Stunden verspätet ist, können Sie eine Erstattung oder eine alternative Beförderung verlangen.

2. Sie haben bei Annullierung Ihres Fluges oder einer Verspätung über drei Stunden auch Anrecht auf Unterstützungsleistungen und unter bestimmten Umständen auf eine Ausgleichszahlung. In jedem Fall muss die Fluggesellschaft Sie bei Eintritt einer Flugunregelmäßigkeit an Ort und Stelle über Ihre Rechte informieren.

3. Geht Ihr Gepäck verloren oder wird es beschädigt, haben Sie bei Flugreisen Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 1220 EUR.

4. Bei der Online-Buchung eines Flugtickets muss der Endpreis schon auf der ersten Seite deutlich angegeben sein.

5. Nehmen Sie bei Flugreisen nur geringe Mengen Flüssigkeiten im Handgepäck mit (je Behälter sind nur 100 Milliliter Flüssigkeiten erlaubt, zu denen auch Cremes, Puder und Schaum zählen). Insgesamt darf pro Person nur ein Liter Flüssigkeiten mitgeführt werden.

6. Falls Sie außerhalb Europas fliegen, prüfen Sie vor dem Ticketkauf die schwarze Liste der Fluggesellschaften mit Betriebsverbot in der Europäischen Union.

7. Falls Sie behindert oder in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind, erhalten Sie bei Flugreisen und bei grenzüberschreitenden Zugreisen innerhalb der Europäischen Union nichtdiskriminierenden Zugang. Sie haben bei Flugreisen ein Anrecht auf kostenlose Hilfestellung vor, während und nach dem Flug und bei Zugreisen auf kostenlose Hilfestellung am Bahnhof und im Zug. Informieren Sie Ihre Fluggesellschaft mindestens 48 Stunden im Voraus, falls Sie Hilfe benötigen.

8. Bei grenzüberschreitenden Zugreisen innerhalb der Europäischen Union haben Sie Anspruch auf Erstattung (oder alternative Beförderung) und auf eine Ausgleichszahlung sowie auf Unterstützung, falls der Zug ausfällt oder mehr als eine Stunde verspätet abfährt oder ankommt. Sie müssen außerdem vor und während der Reise angemessen informiert werden.

9. Wird Ihr Gepäck während einer grenzüberschreitenden Zugreise innerhalb der Europäischen Union beschädigt, haben Sie Anspruch auf Entschädigung bis zu 1300 EUR. Bei einem Unfall während der Zugreise können Sie oder Ihre Familie Voraus­zahlungen und Entschädigungsleistungen verlangen.

10. Für Beschwerden bezüglich einer grenzüberschreitenden Zugreise innerhalb der Europäischen Union muss Ihnen jedes Eisenbahn­unternehmen die Adresse der Beschwerdestelle mitteilen, die Ihnen innerhalb eines Monats antworten muss.

11. Wenn Sie eine Pauschalreise buchen, vergewissern Sie sich, dass sowohl der Preis als auch alle wichtigen Informationen deutlich angegeben sind.

12. Bedenken Sie, dass ein Viertel aller Verkehrsunfälle auf Alkohol- oder Drogenkonsum zurückzuführen ist. Setzen Sie sich nicht ans Steuer, wenn Sie Alkohol getrunken oder Drogen zu sich genommen haben.

MEMO/09/553


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