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Fischerei: Keine Einigung mit Norwegen für das Jahr 2010

European Commission - IP/09/1900   09/12/2009

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IP/09/ 1900

Brüssel, den 9. Dezember 2009

Fischerei: Keine Einigung mit Norwegen für das Jahr 2010

Nach mehrwöchigen Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Norwegen über das bilaterale Fischereiabkommen für 2010, worunter auch das Abkommen über die Makrelenfischerei fällt, konnten sich die beiden Parteien auf ihrer letzten Zusammenkunft in Bergen (Norwegen) nicht auf gegenseitig befriedigende Maßnahmen für ihre Fischer einigen. Die Kommission bedauert zutiefst, dass sich die Standpunkte der beiden Parteien trotz aller Bemühungen um eine Einigung mit Norwegen in diesem Stadium als unvereinbar erwiesen haben.

Nach Ansicht der K ommission standen die beiden Parteien kurz vor einer Einigung über den Austausch von Fangmöglichkeiten für 2010. Allerdings weichen ihre Standpunkte in der noch ungelösten Frage der Bewirtschaftung des Makrelenbestands für 2010 noch immer voneinander ab. Im Laufe der Verhandlungen hat die Europäische Union Norwegen einen besseren Zugang zur Makrelenfischerei in den EU-Gewässern angeboten, ohne einen Ausgleich zu verlangen.

K ommissionsmitglied Joe Borg, zuständig für maritime Angelegenheiten und Fischerei, erklärte: „Es entstand keine Gelegenheit, ein ausgewogenes Abkommen zu schließen.“ Und er fuhr fort: „Das kooperative Klima, das im vergangenen Jahr die Diskussionen über die Eindämmung unnötiger Rückwürfe geprägt hatte, war dieses Mal nicht vorhanden.“

In Anbetracht der langjährigen Absprachen zwischen den Parteien ist die Kommission überrascht, dass ein vorläufiges Abkommen, das den beiden Parteien ermöglicht hätte, Anfang 2010 ihre Fangtätigkeiten in den Gewässern der anderen Partei ohne Unterbrechung fortzusetzen, für Norwegen nicht akzeptabel war. Folglich werden auch EU-Fischereibetriebe und -Fischereifahrzeuge, die nichts mit der Makrelenfischerei zu tun haben, die Auswirkungen dieser Situation zu spüren bekommen, und die umfangreichen Fangtätigkeiten Norwegens auf Blauen Wittling und andere Arten werden ebenfalls betroffen sein, da norwegische Fischereifahrzeuge aus den EU-Gewässern ausgeschlossen sind.

Auch wenn es sich hier um eine bedauerliche Situation handelt , ist die Kommission überzeugt, dass sich die Mitgliedstaaten gegenüber den hauptsächlich Betroffenen solidarisch zeigen werden. Da sowohl die Europäische Union als auch Norwegen ein Interesse daran haben, im Fischereisektor gute Beziehungen zu unterhalten, vertraut die Kommission darauf, dass die Verhandlungen Anfang 2010 rasch wiederaufgenommen werden können.

Weitere Informationen über die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Norwegen sind Memo/09/506 und IP/09/1801 zu entnehmen.


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