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IP/09 /1863

Brüssel, den 2. Dezember 2009

Straßenverkehrssicherheit in Europa – eine Priorität für das nächste Jahrzehnt

2008 kamen 39 000 europäische Bürger bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben. Das Ziel der EU, die Zahl der jährlichen Unfallopfer bis 2010 (auf dann 27 000) zu halbieren, wird nur schwer zu erreichen sein. Die Europäische Kommission veranstaltet heute eine Konferenz zu den Ergebnissen der öffentlichen Konsultation im Vorfeld der Erstellung des Europäischen Aktionsprogramms für Straßenverkehrssicherheit 2011-2020. Dort werden mehr als 400 beteiligte Akteure aus unterschiedlichen Bereichen die Probleme und den aktuellen Stand der Straßenverkehrssicherheit in der Europäischen Union erörtern.

Die öffentliche Konsultation und die heutige Konferenz sind ein Beitrag zur Festlegung eines europäischen Aktionsprogramms für Verkehrssicherheit mit klaren und messbaren Zielen für den Zeitraum 2011-2020 “, erklärte der für den Verkehrsbereich zuständige Vizepräsident der Kommission Antonio Tajani bei der Eröffnung der Konferenz. „Europa kann sich bei der Verkehrssicherheit keine Nachlässigkeit erlauben – hier stehen jährlich Zehntausende Menschenleben auf dem Spiel. Dieses Aktionsprogramm wird uns helfen, unseren Kampf gegen Verkehrsunfälle mit hohen Ansprüchen und großer Entschlossenheit fortzuführen. Das neue Aktionsprogramm ist auch gezielt auf zentrale Prioritäten wie Unfälle in ländlichen Gebieten – auf diese entfallen 60% der Unfallopfer insgesamt – sowie besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Zweiradfahrer und ältere Menschen ausgerichtet.

Nach der Berichterstattung über das laufende europäische Aktionsprogramm für Straßenverkehrssicherheit (2001-2010) wird die Kommission die Ergebnisse des in den letzten Monaten durchgeführten Konsultationsverfahrens vorstellen, die als Beitrag in das nächste Aktionsprogramm einfließen sollen. In dieses Verfahren wurden sowohl Sachverständige als auch die breite Öffentlichkeit einbezogen, um Ideen für künftige Maßnahmen zu sammeln, mit denen die Straßenverkehrssicherheit in der EU weiter verbessert werden kann.

Die Erörterung der anstehenden Fragen erfolgt im Rahmen von Sachverständigen-Podiumsdiskussionen sowie von Debatten im Plenum mit sämtlichen Teilnehmern. Themen der ersten Podiumsdiskussion sind die Fahrzeug- und Infrastruktursicherheit, wobei Schwerpunkte auf die Sicherheit von Motorrädern, Fahrzeuge der Zukunft wie Elektroautos, umweltbewusstes Fahren und mögliche Anpassungen der Infrastruktur an verschiedene Kategorien von Verkehrsteilnehmern gelegt werden. Die zweite Podiumsdiskussion befasst sich mit der Rolle, die den Bürgern bei der Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit zukommen kann. Die Diskussionsteilnehmer vertreten Unfallopfer, Berufskraftfahrer, Behörden, die Verkehrspolizei und besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer und ältere Menschen sowie die Verkehrsindustrie.

Außerdem wurde heute ein neuer Bereich der EUROPA-Internetseite freigeschaltet, der speziell der Straßenverkehrssicherheit gewidmet ist. Auf diesen mehrsprachigen und nutzerfreundlichen Internetseiten werden umfassende Informationen zur Verkehrssicherheit bereitgestellt, die nach Nutzerkategorien wie Pkw-Fahrer, Motorradfahrer, Fußgänger und Radfahrer gegliedert sind und mit Hilfe von Piktogrammen und anderen leicht verständlichen Hinweisen vermittelt werden.

Außerdem verlieh Vizepräsident Tajani die Auszeichnungen für hervorragende Leistungen im Bereich der Straßenverkehrssicherheit für das Jahr 2009. Diese Auszeichnungen werden im Rahmen der Europäischen Charta für die Straßenverkehrssicherheit vergeben, einer Initiative der Europäischen Kommission, die ein Verkehrssicherheitsforum für Unternehmen, Verbände, Forschungsinstitute und Behörden bietet. Gemeinsames Ziel ist die Durchführung konkreter Maßnahmen und der Austausch bester Verfahren zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit und zur Lösung diesbezüglicher Probleme. Die Europäische Charta für die Straßenverkehrssicherheit ist eine der Aktivitäten im Rahmen des Europäischen Aktionsprogramms für Straßenverkehrssicherheit 2001-2010. Als Gewinner wurden dieses Jahr in den einzelnen Kategorien ausgezeichnet:

  • Große und multinationale Unternehmen: EKO Fuel Stations (Bulgarien)

  • Kleine und mittlere Unternehmen: Transportes Bizarro Duarte, Lda. (Portugal)

  • Verbände und Vereinigungen: Zrzeszenie Miedzynarodowych Przewozników Drogowych (Kraftverkehrsverband, Polen)

  • Öffentl. Einrichtungen: Shropshire Fire and Rescue Service (Großbritannien)

  • NRO: Pražské matky („Prager Mütter“) ( Tschechische Republik)

  • Gebietskörperschaften: Gemeinde Linköping (Schweden).

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/transport/road_safety/index_de.htm

http://www.erscharter.eu/de


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