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Eurobarometer: Klimawandel das aktuell zweitwichtigste globale Problem

Commission Européenne - IP/09/1858   02/12/2009

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IP/09/ 1858

Brüssel, den 2. Dezember 2009

Eurobarometer: Klimawandel das aktuell zweitwichtigste globale Problem

Die Bürger Europas sind weiterhin der Meinung, der Klimawandel stelle ein ernstes Problem dar und seine Bekämpfung könne dem Wirtschaftswachstum in der EU neue Impulse verleihen. So lassen sich die wichtigsten Schlussfolgerungen der heute veröffentlichten Sonderumfrage aus der Reihe Eurobarometer zusammenfassen.

Margot Wallström, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission sagte hierzu: „Die Bürger fordern hiermit klar, in der EU-Politik dem Kampf gegen den Klimawandel weiterhin oberste Priorität einzuräumen. Damit wird unsere Überzeugung bestätigt, dass sich der Kampf gegen den Klimawandel und die Bewältigung der Rezession nicht gegenseitig ausschließen.“

Klimawandel wird als ein sehr ernstes Problem betrachtet

63 % aller Bürger betrachten die Problematik des Klimawandels als sehr ernst und weitere 24 % als ziemlich ernst. Nur 10 % der Befragten sind der Meinung, der Klimawandel sei kein ernstes Problem und 3% haben keine Meinung dazu. Nach Auffassung von 47 % der Befragten ist der Klimawandel eines der zwei wichtigsten globalen Probleme der heutigen Welt. Mit 69 % aller Stimmen wird nur die Problematik der Armut noch höher eingestuft. Die meisten Europäer (62 %) sind dabei der Meinung, der Prozess des Klimawandels sei nicht unaufhaltsam.

Große Mehrheit ist der Meinung, der Kampf gegen den Klimawandel könne dem Wirtschaftswachstum in der EU neue Impulse verleihen

Laut der Umfrage sind beinahe zwei Drittel aller EU-Bürger der Meinung, der Kampf gegen den Klimawandel könne sich positiv auf die europäische Wirtschaft auswirken. Dieser Auffassung sind insgesamt 63 % der Befragten, verglichen mit 56 % in dem Zeitraum März-April 2008. Darüber hinaus stimmten 66 % der Bürger damit überein, dass der Umweltschutz als Motor des wirtschaftlichen Wachstums in der EU fungieren könne.

Mehr Maßnahmen gefordert

Die Mehrheit der Europäer ist der Auffassung, dass die Industrie, die Bürger selbst, die nationalen und lokalen Regierungen sowie die EU nicht genug für den Kampf gegen den Klimawandel unternähmen. Nur 19 % sind der Meinung, die Maßnahmen der Unternehmen und der Industrie seien ausreichend für eine erfolgreiche Bekämpfung des Klimawandels, 30 % der Bürger sind dieser Meinung in Bezug auf die EU. Trotz dieser positiven Entwicklung im Vergleich zu den Zahlen vom Zeitraum März-April 2008 ist jeweils eine Mehrzahl der Befragten (55 % bzw. 72 %) der Meinung, auf der Ebene der Unternehmen bzw. der EU werde nicht genug gegen den Klimawandel unternommen. 63 % der Europäer bestätigen, selbst etwas in der einen oder anderen Form gegen den Klimawandel unternommen zu haben. 31 % der Befragten hingegen gaben an, nichts unternommen zu haben.

Akzeptanz von höheren Preisen für umweltfreundlichere Energie

49 % der Befragten gaben an, sie seien bereit, höhere Preise für Energie aus Quellen zu akzeptieren, die weniger Treibhausgasemissionen verursachen, 27 % der Bürger wären dazu nicht bereit. 24 % gaben hierzu nichts an. Von denjenigen, die bereit wären, höhere Preise zu akzeptieren, gab die Hälfte an, sie wären nicht bereit, mehr als 5 % zusätzlich zu zahlen.

Hintergrund

Diese Eurobarometer-Sonderumfrage wurde von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben. Die Befragungen wurden von August bis September 2009 unter 26 719 Bürgern in 27 EU-Mitgliedstaaten durchgeführt.

Weitere Informationen:

Der vollständige Bericht ist unter folgender Adresse abrufbar:

http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm

http://ec.europa.eu/public_opinion/index_fr.htm


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