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Kommission begrüßt Gründung der neuen Fischereiorganisation für den Südpazifik

European Commission - IP/09/1722   16/11/2009

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IP/ 09/1722

Brüssel , den 16. November 2009

K ommission begrüßt Gründung der neuen Fischereiorganisation für den Südpazifik

Die Europäische Kommission zeigt sich sehr erfreut über die Annahme des Übereinkommens zur Einrichtung einer regionalen Fischereiorganisation (RFO) für die Bewirtschaftung anderer als Thunfischbestände im Südpazifik in Auckland, Neuseeland. Mit diesem Übereinkommen kann endlich die große Lücke geschlossen werden, die im Netz internationaler Bestandserhaltungs- und Bewirtschaftungsregelungen für nicht weit wandernde Arten und den Schutz der Meeresumwelt und ihrer Artenvielfalt in Gebieten der Hohen See im Südpazifik noch existiert.

Das Übereinkommen ist das Ergebnis von dreieinhalb Jahren Verhandlungen und acht diplomatischen Konferenzen. Es ist eines der fortschrittlichsten Rechtsinstrumente im Fischereimanagement, das ökosystemorientierte Erwägungen, den Vorsorgeansatz und reine Bestandsbewirtschaftungsmaßnahmen miteinander verbindet.

Zahlreiche Staaten des westlichen und ös tlichen Pazifik wie auch eine Reihe wichtiger Fernfischereinationen haben sich für den Abschluss eines solchen Übereinkommens eingesetzt. Wie Joe Borg, EU-Kommissar für maritime Angelegenheiten und Fischerei, erklärte: „Hiermit ist einmal mehr unter Beweis gestellt, dass greifbare Ergebnisse zum Schutz unserer Ozeane erzielt werden können, sobald Staaten - auch wenn sie unterschiedliche Ziele vertreten und nicht denselben Entwicklungsstand haben – multilateral zusammenarbeiten. Alle Beteiligten müssen jetzt weiter kooperieren, um die neue Organisation zu stärken und in diesem riesigen Gebiet der Hohen See, das vor unkontrollierter Ausbeutung bewahrt werden muss, eine wirksame Bewirtschaftung der Fischereiressourcen und den Schutz der Meeresumwelt zu gewährleisten.“

Das neue Übereinkommen deckt ein großflächiges Gebiet ab, von den westlichsten Gewässern des südlichen Pazifik bis zu den Ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) Südamerikas (Link zur Karte und den Abgrenzungen des Gebiets weiter unten).

Reguliert werden im Rahmen des neuen Überei nkommens demersale (in Meeresbodennähe lebende) und pelagische (im freien Wasser lebende) Arten, unter anderen Bastardmakrele, Granatbarsch, Oreos, Schleimköpfe und Antarktischer Schwarzfisch.

Mit der Annahme dieses Übereinkommens bestätigen die Staaten der Region und die beteiligten Fernfischereinationen, dass sie dieselben Anliegen und Ziele verfolgen: Sicherung einer nachhaltigen Fischerei und Erhaltung der Fischereiressourcen sowie des ökologischen Gleichgewichts der Meeresumwelt.

Hauptfangnationen für pelagische Arten sind Chile (ausschließliche Wirtschaftszone/AWZ und Hohe See), China, die EU, Korea, Russland, Vanuatu, die Färöer (Hohe See) und Peru (AWZ).

D ie Daten- und Informationsstandards, die bereits im Zusammenhang mit der Durchführung der Übergangsmaßnahmen eingeführt wurden, gelten weiterhin.

Das Übereinkommen liegt ab 1. Januar 2010 zur Unterzeichnung auf und dürfte in zwei bis drei Jahren in Kraft treten.

In der zweiten Jahreshälfte 2010 wird eine Vorbereitungskonferenz zur Annahme der Geschäftsordnung, der Haushaltsordnung usw. (einschließlich einer möglichen Überarbeitung der Übergangsmaßnahmen) stattfinden.

Die Übergangsmaßnahmen für die pelagische Fischere i, die am 31. Dezember 2009 auslaufen, wurden inzwischen verlängert und die Maßnahmen für die demersale Fischerei bestätigt. Beide Regelungen gelten, bis das neue Übereinkommen in Kraft tritt. Nach der erwarteten Bestandsabschätzung für die wichtigste pelagische Art in diesem Gebiet (Chilenische Bastardmakrele Trachurus Murphy ) könnte es für die pelagische Fischerei Änderungen geben und dies möglicherweise bereits Ende nächsten Jahres.

Der Südpazifik ist eine der wenigen Meeresregionen, in der es für die Bewirtschaftung anderer Arten als Thunfisch noch keine Fischereiorganisation gab. Die Gründung einer RFO wurde 2006 angestoßen. Auf der ersten Tagung der Verhandlungspartner wurden eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe und eine Arbeitsgruppe „Daten und Informationen” eingesetzt.

Beide Gruppen werden ihre Arbeit im kommenden Jahr fortsetzen und dabei der pelagischen Fischerei besondere Beachtung schenken.

F ür weitere Einzelheiten siehe Karte und Informationen unter:

- http://www.southpacificrfmo.org/  

- http://www.southpacificrfmo.org/background-information/

- http://ec.europa.eu/fisheries/cfp/external_relations/rfos_de.htm


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