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IP/09 /1560

Neapel, 22. Oktober 2009

EU will Verkehrszusammenarbeit mit Afrika ausbauen

Die Europäische Kommission wird gemeinsam mit ihren afrikanischen Partnern einen Aktionsplan erstellen, der Möglichkeiten aufzeigen soll, wie die Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Kontinenten fortlaufend verbessert und ausgebaut werden können. Der Aktionsplan wurde heute beim Verkehrsforum Europa-Afrika im Rahmen der „TEN-V-Tage“ angekündigt, einer Konferenz, die am 21. und 22. Oktober in Neapel stattfand. An diesem Forum nehmen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten, der Kommission und der afrikanischen Länder und regionalen Organisationen teil. Es steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der unlängst veröffentlichten Mitteilung „Partnerschaft Europäische Union – Afrika / Afrika und Europa verbinden: Schritte zum Ausbau der Zusammenarbeit in Verkehrsbereich“. Diese Mitteilung ist ein Instrument, das die Zusammenarbeit in diesem Schlüsselsektor vorantreiben soll – sie sieht vor, dass der afrikanische Kontinent die Erfahrungen nutzen kann, die in Europa in diesem Bereich gesammelt wurden, und enthält erste Denkansätze für die Erstellung eines konkreten Aktionsplans für den Ausbau der Verbindungen zwischen den europäischen und den afrikanischen Netzen. Von einer intensiveren Zusammenarbeit erhofft man sich eine Zunahme des Handels, mehr Sicherheit, Verbesserungen bei der Gefahrenabwehr und die Entwicklung eines Verkehrssystems, das besser für die Herausforderungen des Klimawandels gerüstet ist.

Antonio Tajani, der für den Bereich Verkehr zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, sagte dazu: „Afrika hat das Potenzial, ein wichtiger Handelspartner der EU zu werden, aber eine schlecht ausgebaute Verkehrsinfrastruktur und ein mangelhaftes Angebot an Verkehrsdiensten bremsen die wirtschaftliche Entwicklung dieses Kontinents. Voraussetzung für eine Beschleunigung dieser Entwicklung ist ein leistungsfähiges Verkehrssystem, und unsere Erfahrungen mit den TEN-V können dabei von großem Nutzen sein, denn die Herausforderungen sind vielfach die gleichen - beispielsweise die Bekämpfung des Klimawandels und die Erhöhung der Standards für Sicherheit und Gefahrenabwehr. Es gehört zu einer guten Nachbarschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“

Mahmoud Ahmed Ibrahim, Kommissar für Infrastruktur und Energie der Kommission der Afrikanischen Union, sagte: „Afrika hat verschiedenen Entwicklungspartnern die Tür für eine Zusammenarbeit geöffnet, um Lösungen für die Durchführung seiner Infrastrukturprogramme zu finden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Infrastruktur-Partnerschaft EU-Afrika, von der sich Afrika deutliche Fortschritte beim Infrastrukturausbau des Kontinents erhofft. Das Verkehrsforum EU-Afrika ist eine besondere Gelegenheit, Strategien für die Verwirklichung dieses Ziels zu diskutieren.

Durch den Ausbau der afrikanischen Infrastruktur, insbesondere der Verkehrsnetze, werden die Netze besser miteinander verbunden, und sicherere und verlässlichere Verkehrsdienste werden sich unzweifelhaft auf die Lebensbedingungen und auch das Wirtschaftswachstum des gesamten Kontinents auswirken. Afrika ist jedoch nicht in der Lage, diesen Herausforderungen aus eigenen Kräften zu begegnen.

„Das Verkehrsforum EU-Afrika bietet eine Plattform für die laufenden Gespräche darüber, wie die Netze besser miteinander verbunden werden können und die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Kontinenten vertieft werden kann; insbesondere im Hinblick auf den Aufbau einer Partnerschaft in der Zivilluftfahrt gibt es diese Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern bereits", fügte Vizepräsident Tajani hinzu.

Die Diskussionsergebnisse des Forums und die Festlegung der Prioritäten sollten daher als ersten Schritt zur Erstellung eines prioritären Aktionsplans und zur Ermittlung der möglichen Finanzressourcen betrachtet werden, die für diesen Aktionsplan bis Mitte 2010 bereitgestellt werden könnten.

Die Konferenz von Neapel wird von der Kommission, dem italienischen Ministerium für Verkehr und Infrastruktur sowie der schwedischen Präsidentschaft der Europäischen Union organisiert. Bei dieser Konferenz wird nicht nur nach neuen Wegen gesucht, um die Verbindungen mit den Nachbarregionen auszubauen, sie dient auch einer Bestandsaufnahme der Durchführung der vorrangigen Vorhaben im Rahmen der transeuropäischen Netze (TEN-V) und der Erörterung eines künftigen Politikrahmens.

Weitere Informationen unter https://www.ten-t-days-2009-naples.eu/


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