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Fischerei: Vorschlag der Kommission für Fangmöglichkeiten 2010 im Schwarzen Meer

European Commission - IP/09/1419   05/10/2009

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IP/09/1419

Br üssel, den 5. Oktober 2009

Fischerei: Vorschlag der Kommission für Fangmöglichkeiten 2010 im Schwarzen Meer

Die Europäische Kommission hat heute einen Vorschlag für die Fangmöglichkeiten 2010 im Schwarzen Meer angenommen. Vorgeschlagen wird eine zulässige Gesamtfangmenge (Total allowable catch - TAC) von 76 Tonnen Steinbutt (25 %ige Kürzung gegenüber 2009) und von 12 750 Tonnen Sprotten (dieselbe Menge wie 2009). Die Vorschläge stützen sich auf Gutachten von zwei Arbeitsgruppen führender Fischereiexperten aus der Schwarzmeerregion sowie des kommissionsinternen Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschusses für die Fischerei (STECF), der die Berichte der Arbeitsgruppen überprüft hat.

Hierzu erklärte Joe Borg, EU-Kommissar für Fischerei und maritime Angelegenheiten: „Das Fischereimanagement in den Schwarzmeergewässern, die zum Gebiet der Europäischen Union gehören, muss sich auf rationale und wissenschaftliche Grundlagen stützen und an denselben Prinzipien ausrichten wie in allen anderen Regionen der EU. Daran haben sich die Vorschläge der Kommission für das kommende Fischereijahr orientiert. Wir konnten zwar die Fangobergrenzen für Sprotten beibehalten, waren aber gezwungen, für Steinbutt eine Senkung vorzuschlagen, weil uns die Forscher vor kurzem auf den schlechten Zustand dieser Bestände aufmerksam gemacht haben. Mittelfristig wollen wir ebenso wie in anderen Regionen auch Bestandsbewirtschaftungspläne für gefährdete Fischbestände einführen. So können wir die Fischereien besser verwalten, weil die Erfordernisse der Bestandserhaltung in vollem Umfang berücksichtigt werden und gleichzeitig dafür gesorgt wird, dass die Fischwirtschaft mehr Transparenz und Planungssicherheit erhält.“

Ziel des Vorschlags ist die langfristige nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände im Schwarzen Meer; er ist als Fortsetzung der Maßnamen für 2008 und 2009 zu sehen. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen will die Kommission dezimierte Bestände wieder auffüllen und in Übereinstimmung mit den Kriterien des im Mai veröffentlichten Konsultationspapiers zu den Fangmöglichkeiten 2010 ( IP/09/747 ) langfristig für Nachhaltigkeit in den Fischereien sorgen.

Die TAC von 12 750 Tonnen für Sprotten wird nicht über Fangquoten zugewiesen, die TAC von 76 Tonnen für Steinbutt wird dagegen gleichmäßig zwischen Bulgarien und Rumänien aufgeteilt. Der Vorschlag enthält außerdem technische Maßnahmen, um die Erholung der Steinbuttbestände zu unterstützen. Für diese Fischerei müssen die Netze nunmehr eine Mindestmaschengröße 400 mm aufweisen, außerdem ist jetzt der Übergangszeitraum abgelaufen, in der auch Netze mit kleineren Maschenöffnungen verwendet werden konnten, um den Fischereiflotten die Möglichkeit zur Umstellung zu geben. Zwischen dem 15. April und dem 15. Juni gilt für die Fischerei auf Steinbutt ein Fangverbot, außerdem müssen die gefangenen Fische weiterhin eine Mindestgröße von 45 cm aufweisen.

Um die Rückwürfe zu verringern, wird die Praxis der Fangaufwertung (d. h. der Rückwurf von Fischen zugunsten größerer Fische, die höhere Preise erzielen) bei Fischen, die Fangquoten unterliegen, verboten.

Außerdem fördert die Kommission die fischereipolitische Zusammenarbeit mit den Drittländern, die am Schwarzen Meere liegen, bilateral und über die zuständigen regionalen Fischereiorganisationen, insbesondere die Allgemeine Kommission für die Fischerei im Mittelmeer, deren Übereinkommensgebiet auch das Schwarze Meer umfasst.


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