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Kommission grüner denn je

European Commission - IP/09/1349   23/09/2009

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IP/09/1349

Brüssel, den 23. September 2009

Kommission grüner denn je

Die Europäische Kommission ist seit langem politischer Vorreiter bei der Bekämpfung des Klimawandels. Als Organisation mit einer Vielzahl von Mitarbeitern geht sie mit gutem Beispiel voran. Aufbauend auf dem Erfolg ihres 2001 eingerichteten Pilotprojekts hat die Europäische Kommission nun beschlossen, ihr Umweltmanagementsystem auf alle ihre Tätigkeiten und Gebäude in Brüssel und Luxemburg auszudehnen. Mit diesem Zertifizierungsverfahren — auf der Grundlage der EMAS-Verordnung (System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung) — wendet die Kommission ein System an, das Umweltaspekte ihrer Tätigkeiten festlegt und bewertet sowie zu ständigen Verbesserungen bei der Erhöhung der Energieeffizienz, der optimalen Nutzung natürlicher Ressourcen und der Verringerung der CO 2 -Emissionen führt.

„Unsere Mitarbeiter setzen sich seit Jahren engagiert für eine Senkung der Umweltauswirkungen der eigenen Aktivitäten der Kommission ein. Die Kommission hat sich bereits 1997 zu einer „Grünen Verwaltung“ und später zur Evaluierung, Berichterstattung und Reduzierung der Umweltauswirkungen ihrer Tätigkeiten durch die versuchsweise Umsetzung der EMAS-Verordnung verpflichtet. Durch die weitere Verbreitung von EMAS innerhalb der Kommission nutzen wir unsere Erfahrungen bei der ständigen Verringerung unserer Umweltbelastung in den kommenden Jahren,“ erklärte der für Verwaltung, Audit und Betrugsbekämpfung zuständige Kommissionsvizepräsident Siim Kallas.

Ausweitung des Umweltmanagementsystems auf die gesamte Kommission in Brüssel und Luxemburg

Aufgrund der positiven Erfahrungen in der Pilotphase hat sich das auf die EMAS-Verordnung gestützte Umweltmanagementsystem als das am besten geeignete Instrument zur Verwaltung und Verbesserung der Umweltleistung innerhalb der Europäischen Kommission erwiesen. Durch das System wurden auch Synergieeffekte zwischen den Abteilungen und den beteiligten Mitarbeitern bei der Arbeit an gemeinsamen Zielen erreicht. Durch den heutigen Beschluss der Kommission wird dieses Managementsystem auf alle ihre Tätigkeiten und Gebäude in Brüssel und Luxemburg ausgeweitet. Die offizielle EMAS-Registrierung durch die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten soll 2012 für alle Kommissionstätigkeiten und 2014 für alle Gebäude erfolgen.

Die wichtigsten Errungenschaften der EMAS-Pilotphase in Brüssel (2002- 2008)

(1) Verringerung des Energie- und Wasserverbrauchs sowie der CO 2 –Emissionen der Gebäude 1 :

Der Strom- und Wasserverbrauch ist um 14 bzw. 23 % je m² zurückgegangen. Die CO 2 -Emissionen in diesen Gebäuden wurden um mehr als 7 % je m² verringert.

(2) Senkung des Papierverbrauchs

Seit 2003 ist der Verbrauch des Offset-Papiers um 48 % zurückgegangen, der von Büropapier um 41  %.

(3) Reduzierung des Abfallaufkommens

Das Abfallaufkommen sank um 11 % von 331 auf 294 kg/Person/Jahr. Davon werden 54 % wieder aufbereitet.

(4) Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel

Aus der letzten Umfrage (Mitte 2008) geht hervor, dass die Maßnahmen der Kommission zur Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel positive Ergebnisse gezeitigt haben. Der Anteil der Bediensteten in Brüssel, die mit einem Privatfahrzeug zur Arbeit kommen, ist (von 50 % im Jahr 1998) auf 29 % gesunken, während der Anteil des Personals, der öffentliche Verkehrsmittel - Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder Zug – benutzt, (von 32 % im Jahr 1998) auf 50 % gestiegen ist.

Die Kommission erstellt in enger Zusammenarbeit mit der Region Brüssel ein neues Städteplanungsprojekt für das Europa-Viertel in Brüssel. Eines der Ziele ist es, dieses Viertel nachhaltig zu entwickeln und zu einem Ort umzugestalten, an dem man leben und arbeiten kann, und an dem vorrangig nachhaltige Verkehrsmittel eingesetzt werden.

Alle Umwelterklärungen der Kommission finden sich auf der EMAS-Webseite:

http://ec.europa.eu/environment/emas/index_en.htm (unter Tools | environmental statement library | section 99).

1 :

Zu Vergleichszwecken werden ausschließlich die 19 Bürogebäude in Betracht gezogen, die gegenwärtig EMAS-mäßig in Brüssel erfasst werden.


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