Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Autres langues disponibles: FR EN LV

IP/09/ 1324

Brüssel , 15. September 2009

Riga wird Lettlands „Kulturhauptstadt Europas 2014“

Die Jury, die mit der Auswahl der „Kulturhauptstadt Europas 2014“ beauftragt ist, hat gestern in Riga eine Empfehlung für die Stadt Riga ausgesprochen. Als weitere lettische Städte standen noch Cesis und Liepaja. Riga zur Wahl. Mit der offiziellen Ernennung von Riga durch den Rat der Europäischen Union ist im Mai 2010 zu rechnen.

Der für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend zuständige EU‑Kommissar Ján Fige ľ erklärte: „Ich freue mich für die Stadt Riga und gratuliere den kommunalen Behörden sowie den Verantwortlichen, die die Bewerbung vorbereitet haben. Der Titel ‚Kulturhauptstadt Europas bietet große Chancen für Riga . Die Stadt, die ihn ein Jahr lang trägt, rückt ins Rampenlicht, und es entsteht ein enormes Potenzial für die lokale Entwicklung und die europaweite Ausstrahlung. Dennoch gibt es keine Erfolgsgarantie: Riga muss sein Programm für 2014 weiter ausbauen und benötigt größtmögliche Unterstützung von Politik und Wirtschaft. Ich wünsche gutes Gelingen!“

Gemäß dem Beschluss über die Einführung der Kulturhauptstädte Europas 1 sind LETTLAND und SCHWEDEN damit betraut, für das Jahr 2014 jeweils eine europäische Kulturhauptstadt zu benennen. Am 8. September 2009 wurde Umeå als „Kulturhauptstadt Europas 2014“ für Schweden nominiert.

Das Verfahren zur Auswahl der Kulturhauptstädte Europas umfasst zwei Schritte: Zunächst wird eine Liste der in die engere Wahl kommenden Bewerberstädte erstellt, neun Monate später folgt die Endauswahl. Die beiden erfolgreichen Städte werden danach vom Ministerrat der EU offiziell ernannt .

Mit der Prüfung der Bewerbungen ist eine internationale Jury betraut, die sich aus 13 Mitgliedern zusammensetzt: Sechs Mitglieder werden von dem betreffenden Mitgliedstaat benannt, die übrigen sieben von den europäischen Organen. Sie prüfen die Bewerbungen anhand der im oben genannten Beschluss festgelegten Kriterien.

Die Bewerberstädte müssen ein Kulturprogramm erstellen, das bestimmten Kriterien entspricht. Beispielsweise muss die europäische Dimension des Programms aus den ausgewählten Themen ersichtlich sein und müssen die Bürger in die Veranstaltung einbezogen werden. Außerdem müssen Künstler und Kulturakteure aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten. Auch muss das Programm auf Dauer Wirkung zeigen und zur langfristigen kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Stadt beitragen .

Von den europäischen Organen wurden folgende Jurymitglieder benannt :

  • Europäische Kommission: Sir Robert SCOTT , der die Bewerbung Liverpools um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2008“ geleitet hat. Der Kulturexperte (mit Schwerpunkt Theater) ist derzeit als internationaler Botschafter der Liverpool Culture Company tätig; Manfred GAULHOFER , ehemals geschäftsführender Direktor des Projekts „Graz – Kulturhauptstadt 2003“ und Leiter einer Vielzahl von europäischen Projekten .

  • Rat: Mary McCARTHY , stellvertretende Direktorin bei dem Projekt „Cork 2005“. Derzeit ist sie Direktorin der National Sculpture Factory in Cork. Mary MICHAILIDOU war Generaldirektorin für kulturelle Entwicklung im griechischen Kulturministerium, außerdem gehörte sie den Verwaltungsräten mehrerer griechischer Museen und Kulturstiftungen an .

  • Europäisches Parlament: Andreas WIESAND, Berater und Forscher im Bereich Kulturpolitik und Kulturaktionen; Danuta GLONDYS , Direktorin des Vereins Villa Decius , der zahlreiche kulturelle Aktivitäten auf internationaler Ebene veranstaltet .

  • Ausschuss der Regionen: Jyrki MYLLYVIRTA , Vertreter des Fachausschusses für Kultur und Bildung des Ausschusses der Regionen und finnischer Kommunalpolitiker .

Nach den diesjährigen Kulturhauptstädten Linz (Österreich) und Vilnius (Litauen) werden im Jahr 2010 Essen (Deutschland), Pécs (Ungarn) und Istanbul (Türkei) den Titel tragen, worauf im Jahr 2011 Tallinn (Estland) und Turku (Finnland), im Jahr 2012 Guimarães (Portugal) und Maribor (Slowenien) sowie im Jahr 2013 Marseille (Frankreich) und Košice (Slowakei) folgen .

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/culture/our-programmes-and-actions/doc413_de.htm

1 :

Beschluss Nr. 1622/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 2006.


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site