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Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Joint Venture im Musikrechtebereich zwischen Bertelsmann und Kohlberg Kravis Roberts

European Commission - IP/09/1291   09/09/2009

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IP/09/ 1291

Brüssel, 9 . September 2009

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Joint Venture im Musikrechtebereich zwischen Bertelsmann und Kohlberg Kravis Roberts

Die Europäische Kommission hat den von der Bertelsmann AG (Deutschland) und dem US-amerikanischen Unternehmen Kohlberg Kravis Roberts & Co LLP (KKR) geplanten Erwerb der gemeinsamen Kontrolle über ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen, das in den Bereichen Musikverlag und Musikrechtevermarktung tätig sein wird, nach der EU‑Fusionskontrollverordnung genehmigt. Das Gemeinschaftsunternehmen würde wiederum Musikrechte von dem US‑amerikanischen Unternehmen Crosstown Songs America LLC erwerben. Nach Prüfung des Vorhabens kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass die Übernahme den wirksamen Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bzw. in einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich behindern wird.

Bertelsmann ist ein internationaler Medienkonzern, der in den Bereichen Fernsehen und Rundfunk, Verlagswesen und Mediendienstleistungen sowie im Buch- und Medienclubgeschäft tätig ist. KKR ist ein Private-Equity-Unternehmen, das in einer Reihe von Geschäftsfeldern, u. a. im Fernseh- und Rundfunkbereich über ProSieben, investiert.

Das Vorhaben umfasst zwei miteinander verknüpfte Transaktionen. Zunächst würden Bertelsmann und KKR ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, in das das Musikvermarktungs- und Tonträgergeschäft von Bertelsmann eingegliedert würde. Darüber hinaus würde das Gemeinschaftsunternehmen Musikrechte von Crosstown erwerben.

Die Kommission gelangte zu dem Schluss, dass das Vorhaben keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwirft, da das Musikvermarktungs- und Tonträgergeschäft des neuen Unternehmens nur einen sehr geringen Marktanteil hätte. Die Kommission prüfte ferner die vertikalen Verbindungen zwischen dem Musikvermarktungs- und Tonträgergeschäft des Gemeinschaftsunternehmens und den Tätigkeiten von Bertelsmann und KKR im Rundfunkbereich. Sie stellte fest, dass die Parteien aufgrund der geringen Größe des Joint Ventures weder die Möglichkeit noch den Anreiz haben, ihre Wettbewerber im Rundfunkbereich bzw. die Wettbewerber des Gemeinschaftsunternehmens im Musikvermarktungs- und Tonträgergeschäft vom Markt zu verdrängen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

http://ec.europa.eu/competition/mergers/cases/index/m110.html#m_5533


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