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Umeå wird für Schweden „Kulturhauptstadt Europas 2014“

European Commission - IP/09/1289   08/09/2009

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IP/09/1289

Br üssel, 8. September 2009

Umeå wird für Schweden „Kulturhauptstadt Europas 2014“

Die Jury, die mit der Auswahl der „Kulturhauptstadt Europas 2014“ beauftragt ist, hat gestern in Stockholm eine Empfehlung für die Stadt Umeå ausgesprochen. Als zweite schwedische Stadt stand noch Lund zur Wahl. Mit der offiziellen Ernennung von Umeå durch den Rat der Europäischen Union ist im Mai 2010 zu rechnen.

Der für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend zuständige EU ‑Kommissar Ján Figel’ erklärte: „Ich beglückwünsche die Stadt Umeå zur Wahl. Die Vorbereitung auf die Veranstaltung „Kulturhauptstadt Europas“ ist immer ein langwieriges Unterfangen voller Fallstricke, die Umeå bis jetzt geschickt zu vermeiden wusste. Dieses interessante Projekt muss nun unter Leitung eines zuverlässigen Teams verwirklicht werden und bis 2014 jede erforderliche politische und wirtschaftliche Unterstützung erhalten. Ich wünsche Umeå allen erdenklichen Erfolg.“

Gemäß dem Beschluss über die Einführung der Kulturhauptstädte Europas 1 sind LETTLAND und SCHWEDEN damit betraut, für das Jahr 2014 eine europäische Kulturhauptstadt zu benennen. In Lettland wird eine Empfehlung für die „Kultur­hauptstadt Europas 2014“ nach der Endauswahlsitzung ausgesprochen, die am 15. September in Riga stattfindet.

Das Verfahren zur Auswahl der Kulturhauptstädte Europas umfasst zwei Schritte: Zunächst wird eine Liste der in die engere Wahl kommenden Bewerberstädte erstellt, neun Monate später folgt die Endauswahl. Die beiden erfolgreichen Städte werden danach vom Ministerrat der EU offiziell ernannt .

Mit der Prüfung der Bewerbungen ist eine internationale Jury betraut, die sich aus 13  Mitgliedern zusammensetzt: Sechs Mitglieder werden von dem betreffenden Mitgliedstaat benannt, die übrigen sieben von den europäischen Organen. Sie prüfen die Bewerbungen anhand der im oben genannten Beschluss festgelegten Kriterien.

Die Bewerberstädte müssen ein Kulturprogramm erstellen, das bestimmten Kriterien entspricht. Beispielsweise muss die europäische Dimension des Programms aus den ausgewählten Themen ersichtlich sein und müssen die Bürger in die Veranstaltung einbezogen werden. Außerdem müssen Künstler und Kulturakteure aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten. Auch muss das Programm auf Dauer Wirkung zeigen und zur langfristigen kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Stadt beitragen.

Von den europäischen Organen wurden folgende Jurymitglieder benannt :

  • Europäische Kommission: Sir Robert SCOTT, der die Bewerbung Liverpools um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2008“ geleitet hat. Der Kulturexperte (mit Schwerpunkt Theater) ist derzeit als internationaler Botschafter der Liverpool Culture Company tätig; Manfred GAULHOFER, ehemals geschäftsführender Direktor des Projekts „Graz - Kulturhauptstadt 2003“ und Leiter einer Vielzahl von europäischen Projekten.

  • Rat: Mary McCARTHY, stellvertretende Direktorin bei dem Projekt „Cork 2005“. Derzeit ist sie Direktorin der National Sculpture Factory in Cork. Mary MICHAILIDOU war Generaldirektorin für kulturelle Entwicklung im griechischen Kulturministerium, außerdem gehörte sie den Verwaltungs­räten mehrerer griechischer Museen und Kulturstiftungen an.

  • Europäisches Parlament: Andreas Wiesand, Berater und Forscher im Bereich Kulturpolitik und Kulturaktionen; Danuta GLONDYS, Direktorin der Villa Decius, die zahlreiche kulturelle Aktivitäten auf internationaler Ebene leitet.

  • Ausschuss der Regionen: Jyrki MYLLYVIRTA, Vertreter des Fachausschusses für Kultur und Bildung des Ausschusses der Regionen und finnischer Kommunalpolitiker.

Nach den diesjährigen Kulturhauptstädten Linz (Österreich) und Vilnius (Litauen) werden im Jahr 2010 Essen (Deutschland), Pécs (Ungarn) und Istanbul (Türkei) den Titel tragen, worauf im Jahr 2011 Tallinn (Estland) und Turku (Finnland), im Jahr 2012 Guimarães (Portugal) und Maribor (Slowenien) sowie im Jahr 2013 Marseille (Frankreich) und Košice (Slowakei) folgen.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/culture/our-programmes-and-actions/doc413_de.htm

1 :

Beschluss Nr. 1622/2006/EG des Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 2006 .


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