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IP/09/ 1275

Brüssel, 4. September 2009

EU-Kommissar Potočnik zu Besuch in Afrika: Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Afrikanischen Union und der EU

Vom 7. bis 9. September wird EU-Wissenschaftskommissar Janez Potočnik der Afrikanisc hen Union und Kenia erstmals einen offiziellen Besuch abstatten. Dabei wird er mit hochrangigen Politikern zusammentreffen und mit EU-Mitteln geförderte Forschungszentren in Nairobi (Kenia) und Addis-Abeba (Äthiopien) besuchen. Hintergrund des Besuchs ist die zwischen der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union (EU) im Dezember 2007 geschaffene Partnerschaft für Wissenschaft und Technologie. Diese einzigartige Partnerschaft der beiden Kontinente zielt darauf ab, die wissenschaftlich-technologischen Forschungskapazitäten Afrikas zu stärken und den Kontinent in die Lage zu versetzen, eigene wissenschaftliche Kenntnisse zu gewinnen und zu nutzen, um die Herausforderungen seiner Entwicklung zu meistern und einen bedeutenderen Platz in der wissenschaftlichen Welt einzunehmen.

„Wissenschaftliche Forschung ist kein Luxus für Afrika, sondern unverzichtbare Voraussetzung, um tragfähige Lösungen für die vielen Herausforderungen des Kontinents zu finden. Die wissenschaftlich-technologische Partnerschaft stellt die Zusammenarbeit zwischen der EU und der AU auf eine neue Grundlage. So handelt es sich dabei um eine echte Partnerschaft zwischen gleichberechtigten Partnern, in der die EU weniger für Afrika, als vielmehr mit Afrika gemeinsam tätig ist. Die afrikanischen Teilnehmer entscheiden selbst über ihre Forschungsprioritäten. Auf dieser Grundlage bauen wir dann gemeinsam starke Forschungskapazitäten auf, die sowohl für einheimische Wissenschaftler ein attraktives Arbeitsumfeld darstellen als auch ausländische Wissenschaftler anziehen sollen,“ so Kommissar Potočnik. Er fügte hinzu: „ An der Partnerschaft sind die 53 AU-Mitgliedstaaten und die 27 EU-Mitgliedstaaten beteiligt. Ich werde mich besonders dafür einsetzen, dass die Bemühungen dieser 80 Staaten besser koordiniert werden, damit diese Partnerschaft wirklich etwas bewegen kann.“

Am 7. September wird Potočnik in Nairobi mit Vertretern des Afrikanischen Ministerrats für Wissenschaft und Technologie (AMCOST) zusammenkommen, unter ihnen O. Kamama, stellvertreten der Minister, und Prof. C. Kiamba, ständiger Sekretär des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Technologie. Des Weiteren sind Besuche von Forschungseinrichtungen geplant. Dazu zählen das Regional Centre for Mapping of Resources for Development in Nairobi, das die Entwicklung und Nutzung von Geosatellitenbildern für die nachhaltige Entwicklung Afrikas fördert, die nationalen landwirtschaftlichen Laboratorien und die kenianische Aids-Impfstoff-Initiative.

Um 17:00 Uhr findet eine Pressekonferenz im Hotel Serena statt.

Am 8. und 9. September besucht der Kommissar Addis Abeba. Für den 8. September sind Treffen mit J. Ping, dem Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, sowie mit dem AU-Kommissar für Humanressourcen, Wissenschaft und Technologie, J.-P. Ezin, geplant. Ferner steht ein Besuch des afrikanischen Zentrums zur Überwachung der Umwelt für nachhaltige Entwicklung (AMESD) auf dem Programm.

Am 9. September wird der Kommissar mehreren afrikanischen Forscherinnen den Regionalpreis der Afrikanischen Union zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft überreichen. Der Preis ist eine Anerkennung für die Beiträge der Forscherinnen zum wissenschaftlichen Fortschritt und soll ihre Leistungen stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit rücken.

Zudem wird Potočnik den im Zuge des 7. Forschungsrahmenprogramms am 30. Juli 2009 eingeleiteten Aufruf zur Einreichung von Forschungsvorschlägen zum Thema Afrika bekannt machen. Zur Verbesserung der medizinischen Versorgung sowie der Wasser- und Nahrungsmittelversorgung in Afrika sollen dabei wissenschaftliche Teams aus der EU und Afrika mit ca. 63 Mio. EUR gefördert werden.

Um 13:00 Uhr findet eine Pressekonferenz am Sitz der Kommission der Afrikanischen Union statt.

Hintergrund

Die Europäische Kommission und die Kommission der Afrikanischen Union (AUC) haben anlässlich des EU/AU-Gipfels in Lissabon im Dezember 2007 eine strategische Partnerschaft zwischen Afrika und der EU vereinbart. Es wurden acht thematische Partnerschaften festgelegt. Gegenstand der achten Partnerschaft sind Wissenschaft, Informationsgesellschaft und Raumfahrt. Im Rahmen dieser 8. Partnerschaft wurden von der Afrikanischen Union bereits 19 vorrangige „Leuchtturm“-Projekte ermittelt und entwickelt. Der eingeleitete Aufruf zu Vorschlägen zum Thema Afrika ist Teil der Zusagen der EU. Dazu wird am 18. September in Brüssel ein Informationstag stattfinden.

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika reicht mehr als 25 Jahre zurück und hat sich seither stetig entwickelt. So wurden im Zuge des 6. EU-Forschungsrahmenprogramms (RP6, 2002-2006) 873 Antragsteller aus 39 afrikanischen Ländern mit ca. 93 Mio. EUR gefördert, und im Zuge des RP7 (2007-2013) wurden bereits 368 Projektteilnehmer aus 37 afrikanischen Ländern für eine Förderung in Höhe von insgesamt 53 Mio. EUR ausgewählt.

Weitere Informationen:

- zur Partnerschaft EU-Afrika:

http://africa-eu-partnership.org/au-eu/pages/templates/home.jsp?subkey=1&locale=en

- zur Umsetzung der Partnerschaft für Wissenschaft, Informationsgesellschaft und Raumfahrt siehe außerdem IP/08/1442 and MEMO/08/ 602 ;

- zum Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen: IP/09/1205 ;

- zur wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit zwischen Afrika und der Europäischen Union:

http://ec.europa.eu/research/iscp/pdf/eu-africa.pdf ;

- Links zu Websites von Forschungszentren und –infrastrukturen:

Regional Centre for Mapping of Resources for Development: http://www.rcmrd.org/

AMESD: http://www.amesd.org/

Ansprechpartner:

Catherine Ray: +32 2 296 99 21 oder +32 498 96 99 21 - catherine.ray@ec.europa.eu


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