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Br üssel, 3. September 2009

Verbraucher: EU investiert in den Aufbau unabhängiger Verbrauchermagazine und Verbraucher-Websites in Polen, Rumänien, Slowenien, der Tschechischen Republik, Ungarn und Zypern

Als Ergebnis eines von der Europäischen Kommission mitfinanzierten dreijährigen Projekts gibt es für die Verbraucher in Polen, Rumänien, Slowenien, der Tschechischen Republik, Ungarn und Zypern nun Verbrauchermagazine und Verbraucher-Websites mit unabhängigen Vergleichstests von Konsumgütern. Die endgültigen Ergebnisse des Programms, darunter eine Auswahl von fünf Produktstudien und neueste Auflagenzahlen der Magazine, wurden heute in Brüssel veröffentlicht. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurden – zur Nutzung durch die Verbraucherorganisationen – insgesamt 18 Vergleichstests unterschiedlich­ster Alltagsprodukte über das EU‑Programm mitfinanziert – darunter Waschmaschinen, Digitalkameras, Mobiltelefone, Staubsauger, Rückhaltevorrichtungen für Kinder, Waschmittel, Sonnenschutzmittel, tragbare Abspielgeräte und Fernseher. Über das EU-Programm sollen durch Bereitstellung von Mitteln, durch Schulungen und durch Vermittlung von Fachwissen die Fähigkeiten der Verbraucherorganisationen im Bereich der Produkttests und der Veröffentlichung der Ergebnisse in Verbrauchermagazinen gestärkt werden.

Meglena Kuneva, EU-Kommissarin für Verbraucherschutz, erklärte dazu: „Wir wollen weiteren Verbrauchern Zugang zur wirksamsten Waffe verschaffen, über die Verbraucher verfügen können: Wissen. Damit meine ich Wissen über Qualität, Sicherheit, Preiswürdigkeit der Produkte, die sie Tag für Tag kaufen. Ich freue mich, dass jetzt die Verbraucher in weiteren sechs Ländern auf Einkaufstipps aus zuverlässiger Quelle zugreifen können.“ Und weiter: „Verbraucherschützer aus ganz Europa legen seit Jahren ihre Ressourcen zusammen, um unabhängige und zuverlässige Produktforschungsergebnisse bereitzustellen, und nun haben noch mehr europäische Verbraucher Zugang dazu.“

Breda Kutin, Herausgeber des slowenischen Verbrauchermagazine „VIP“, erläuterte: „Die Verbraucher in den neuen Mitgliedstaaten sind häufig immer noch überwältigt von der Vielfalt der Produkte und der riesigen Auswahl auf den EU-Märkten, die ihnen jetzt offenstehen. Es ist vor allem Sache der Verbraucherverbände mit ihren Veröffentlichungen, die Verbraucher zum qualitäts- und preisbewussten Einkauf zu leiten, besonders heute in einer Zeit, in der alle den Gürtel enger schnallen müssen.“

Die im Rahmen des Projekts getesteten Produkte reichten von Verbraucherelektronik bis zu Sonnenschutzlotion und Waschmitteln. Dabei wurden auch nationale Marken aus den sechs Ländern miteinbezogen, um die Relevanz der Ergebnisse für die jeweiligen Märkte zu erhöhen und eventuelle Qualitätsunterschiede zutage zu fördern.

„Insgesamt ist es interessant zu sehen, dass die Produktqualität bei Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik in der ganzen EU recht einheitlich ist, wenn auch mit der einen oder anderen Überraschung“, so Guido Adriaenssens von International Consumer Research and Testing (ICRT). „Beispielsweise ist es für Verbraucher in Ländern wie Polen wirklich interessant, sich die Testergebnisse genauer anzuschauen“.

Das Projekt

Das auf drei Jahre angelegte Projekt sollte dazu beitragen, in den neuen EU-Mitgliedstaaten Verbrauchermagazine und Websites für Verbraucher ins Leben zu rufen oder bestehende zu fördern , indem Know-how in den Bereichen Marktforschung, Stichprobenauswahl und Bewertung von Ergebnissen, aber auch Veröffentlichung und Vertrieb von Magazinen und Websites weitergegeben wird.

Um dies zu erreichen, wurden Partnerschaften zwischen besonders erfahrenen Verbraucherschutzverbänden (aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Irland und dem Vereinigten Königreich) und den neuen Mitgliedern gebildet.

Das Projekt mit einer dreijährigen Laufzeit ab September 2006 wurde von ICRT und vom Europäischen Verbraucherverband (BEUC) initiiert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 5 Mio. EUR, wovon die Europäische Kommission 1,6 Mio. EUR übernahm.

V ergleichende Laboruntersuchungen und Tests von Konsumgütern sind sehr kostspielig. Doch die großen Verbraucherverbände in Westeuropa nutzen höchst erfolgreich einen gemeinsamen Pool von Produkttests, die von einer Dachorganisation, nämlich International Consumer Research and Testing (ICRT) durchgeführt werden. Diese Organisation überlässt die Testergebnisse gegen Bezahlung ihren Mitgliedern oder Abonnenten, ohne auf Werbung oder Sponsoren zurückgreifen zu müssen, und bleibt so unabhängig. Ohne Starthilfe hätten den Verbraucherorganisationen in den neuen EU-Staaten die Mittel und das Know-how gefehlt, um an unabhängigen Untersuchungen und Tests teilzunehmen und wirtschaftlich lebensfähige Magazine und Websites aufzubauen, die Testergebnisse an die Verbraucher verkaufen.

Nächste Schritte

Dank des Projekts wurden die geförderten Verbraucherverbände in die Lage versetzt, vergleichende Produkttests durchzuführen und zu vermarkten. Nun wird von ihnen erwartet, dass sie unabhängig als Mitglieder des ICRT-Netzes und als professionelle Verbraucherdienste auf Abonnementsbasis weiterarbeiten.

Wenn Sie mehr wissen wollen

MEMO/09/ 371 enthält weitere Einzelheiten über das Projekt und die nationalen Partner.

Eine Auswahl der neuesten Produkttest ergebnisse für die sechs Länder erhalten Medienvertreter auf Anfrage (siehe nachstehende Kontaktdaten). Sie betreffen fünf Produktkategorien: Mobiltelefone, tragbare Musikabspielgeräte, Waschmaschinen, Staubsauger und Waschmittel. Uneingeschränkten Zugang zu allen Testergebnissen bieten die teilnehmenden nationalen Verbraucherorganisationen gegen Bezahlung (Einzelheiten über nachstehenden Link und im MEMO/09/371 ).

Verbraucherverbände, Verbrauchermagazine und Verbraucher-Websites, die Testergebnisse veröffentlichen:

http://ec.europa.eu/consumers/empowerment/cons_tests_en.htm

International Consumer Research and Testing

http://www.international-testing.org/index.html

Europäischer Verbraucherverband (BEUC)

www.beuc.eu


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