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IP/09/1234

Br üssel, 13. August 2009

Grippe 2009 (A H1N1): EU-Gesundheits-sicherheitsausschuss verständigt sich auf Erklärungen über Schulschließungen und Reiseempfehlungen

Der Gesundheitssicherheitsausschuss der Europäischen Union und die für Frühwarnung und Reaktion zuständigen Behörden (HSC/EWRS) haben erstmals einstimmig zwei von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Erklärungen über Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit gegen die Grippepandemie des Typs A (H1N1) im Jahr 2009 angenommen. Die Erklärungen legen dar, in welchem Ausmaß Schulschließungen geeignet sein können, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und wie die Reisefreiheit für Reisende mit Grippesymptomen und der Schutz der öffentlichen Gesundheit in Einklang gebracht werden können. Die Kommission schlug dem HSC/EWRS im Rahmen der umfassenden strategischen Bereitschaftsplanung für koordinierte Maßnahmen gegen die Grippepandemie des Typs A (H1N1) im Jahre 2009 die Erklärungen zur Annahme vor. Die zwei Erklärungen bilden eine Grundlage für die Durchführung gemeinsamer Maßnahmen der Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission im Bereich der öffentlichen Gesundheit, damit auf die gegenwärtige Pandemie EU-weit effizient und koordiniert reagiert werden kann. Die Erklärungen können unter Berücksichtigung der Lageentwicklung geändert werden.

Die für Gesundheit zuständige EU-Kommissarin, Androulla Vassiliou, erklärte : „Wichtig ist, dass die Mitgliedstaaten und die Kommission weiterhin ihr Vorgehen koordinieren und einander darüber informieren, wie die durch die Pandemie entstehenden Probleme im Bereich der öffentlichen Gesundheit anzugehen sind. Am Beispiel der heute angenommenen zwei Erklärungen zur öffentlichen Gesundheit wird deutlich, wie Europa den Schutz der öffentlichen Gesundheit gegen andere wesentliche Interessen der Öffentlichkeit in der gegenwärtigen Pandemie abwägen muss.“

Erklärung über Schulschließungen

Der EU-Gesundheitssicherheitsausschuss stellt fest, dass die Mitgliedstaaten derzeit keine Notwendigkeit sehen, vorsorgliche Massenschließungen von Schulen vorzunehmen. Die Mitgliedstaaten empfehlen allerdings, zur Verzögerung der Virusübertragung örtlich begrenzt Schulen zu schließen, wenn bei den Schülern Infektionen festgestellt werden. Dieses Vorgehen ist natürlich nur sinnvoll, wenn es rechtzeitig erfolgt. Damit Schulschließungen wirksam sind, müssen sie zudem von weiteren Maßnahmen flankiert werden, insbesondere um sicherzustellen, dass die Kinder auch nicht anderswo zusammentreffen.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat eine wissenschaftliche Stellungnahme zu Schulschließungen abgegeben, die von folgender Website abrufbar ist:

http://www.ecdc.europa.eu/en/health_content/phdev/090720_ph.aspx

Erklärung über Reisende mit Grippesymptomen

Die Erklärung des Gesundheitssicherheitsausschusses enthält eine Reihe von Optionen dafür, was zu tun ist, wenn Reisende vor oder während der Reise erkranken . Da eine zunehmende Zahl von Reisenden unmittelbar vor der geplanten Reise oder auf der Reise Symptome entwickeln kann, stehen die EU-Mitgliedstaaten möglicherweise vor der Notwendigkeit, Grippefälle bei Reisenden zu behandeln. In diesem Zusammenhang wird Personen mit Krankheitssymptomen vor allem empfohlen, die Reise zu verschieben und zuhause zu bleiben. Diese Empfehlung für eine Pandemiesituation sollte jedoch nicht zu Einschränkungen der Reisefreiheit an den EU-Grenzen oder zwischen den EU-Mitgliedstaaten führen.

Weitere Informationen:

Die Erklärungen des EU-Gesundheitssicherheitsausschusses und der für Frühwarnung und Reaktion zuständigen Behörden sind von der Website der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher abrufbar :

http://ec.europa.eu/health/ph_threats/com/Influenza/novelflu_de.htm

MEMO/09/362

MEMO/09/363


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