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Mehr als 2 Millionen Erasmus-Studierende

Commission Européenne - IP/09/1204   30/07/2009

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IP/09/ 1204

Brüssel, den 30. Juli 2009

Mehr als 2 Millionen Erasmus-Studierende

Nach den neuesten, heute veröffentlichten Zahlen befand sich das Erasmus-Programm der EU für Mobilität und Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen auch im akademischen Jahr 2007/2008 auf Erfolgskurs und ermöglichte mehr als 162 000 europäischen Studierenden und 27 000 Hochschullehrern einen Studien- bzw. Lehraufenthalt im Ausland. Im Rahmen von Erasmus absolvierten erstmals auch 20 000 Studierende Betriebspraktika in ausländischen Unternehmen und Organisationen und rund 5000 Hochschulmitarbeiter wurden bei Fortbildungsmaßnahmen in anderen Ländern unterstützt. Die Zahl der Erasmus-Austauschaufenthalte (Studium und Praktikum im Ausland) stieg gegenüber dem Studienjahr 2006/2007 um 5,2 %, während die Studienmobilität an sich um 2,1 % zunahm. Angesichts der jüngsten Zahlen ist davon auszugehen, dass Mitte 2009 die Marke von zwei Millionen Erasmus-Studierenden überschritten wurde.

Ján Figel', der für Bildung, Kultur und Jugend zuständige EU-Kommissar, sagte angesichts dieser Zahlen: „Erasmus bietet immer mehr Studierenden in Europa die Chance zum Austausch. Seit seinem Start im Jahr 1987 hat das Programm zwei Millionen Studierenden zu einem Studium oder Praktikum im Ausland verholfen – eine wahre europäische Erfolgsgeschichte. Forschungsergebnisse belegen eindeutig, dass die grenzüberschreitende Mobilität nicht nur mobilen Einzelpersonen, sondern auch ihren Bildungseinrichtungen und der Gesellschaft insgesamt zugutekommen. Wir wollen auf diesem Erfolg des Erasmus-Programms aufbauen und allen jungen Menschen die Möglichkeit geben, zum Lernen ins Ausland zu gehen. Deshalb möchten wir derzeit im Zuge einer öffentlichen Anhörung in Erfahrung bringen, auf welchem Weg dieses Ziel am besten erreicht werden kann.“

Aus den von der Kommission heute veröffentlichten Daten zur Erasmus-Mobilität von Studierenden und Hochschulmitarbeitern im Studienjahr 2007/2008 geht hervor, dass in den 21 Jahren zwischen 1987 und 2008 rund 1 846 600 Studierende einen Studienaufenthalt im Rahmen des Erasmus-Programms absolviert haben. Im Studienjahr 2007/08 studierten 162 695 Erasmus-Studierende im Ausland. Wenngleich dies einen Zuwachs von 2,1% gegenüber dem Vorjahr bedeutet, verlangsamt sich doch die Wachstumsrate, denn in 10 Ländern sind die Zahlen rückläufig. Andere Länder dagegen, beispielsweise das Vereinigte Königreich und die Niederlande, verzeichnen einen Anstieg der Zahl der Erasmus-Teilnehmer, die sich zu Studienzwecken ins Ausland begeben .

Als eines der neuen Erasmus-Angebote wurden 2007/2008 im Rahmen der Studienmobilität für Betriebspraktika 20 002 Praktikantenstellen vermittelt, und die Nachfrage dürfte weiter steigen. Augenscheinlich wird die Erasmus-Mobilität inzwischen immre häufiger für Praktika in Anspruch genommen.

Durch die Einführung von Fortbildungsangeboten für Hochschulpersonal richtet sich Erasmus nun an alle Beschäftigten im Hochschulbereich. So absolvierten 4 883 Hochschulmitarbeiter im Jahr 2007/2008 Fortbildungsmaßnahmen in Unternehmen und Partnereinrichtungen im Ausland.

Die Zahl der Lehraufträge stieg weiter um über 5 %. Im akademischen Jahr 2007/2008 lehrten 27 157 Dozenten an ausländischen Partnereinrichtungen. Seit Einführung dieser Austauschform wurde das Angebot von nahezu 200 000 Hochschullehrern und -mitarbeitern genutzt.

Mit insgesamt 182 697 Austauschteilnehmern stieg die Mobilität der Studierenden im Jahr 2007/2008 um über 5 % (Studienplätze und Praktikantenstellen). Gleichzeitig erhöhte sich auch der Zuschuss für Erasmus-Studierende deutlich und beträgt nun für beide Mobilitätsformen zusammengenommen durchschnittlich über 250 EUR pro Monat . Diese Entwicklung ist auf eine starke Erhöhung der Erasmus-Mittel für Mobilitätsmaßnahmen zurückzuführen, für die seit der Einführung des EU-Programms für lebenslanges Lernen im Jahr 2007 nunmehr 372 Mio. EUR zur Verfügung stehen.

Verglichen mit der Gesamtzahl der Studierenden in den jeweiligen Ländern kommen die meisten Erasmus-Studierenden aus Liechtenstein (6,43 %), Österreich (1,77 %), der Tschechischen Republik (1,54 %) und aus Spanien (1,41 %).

Kontext

Nach Schätzungen erhalten gegenwärtig 4 % der europäischen Studierenden während ihres Studiums einen Erasmus-Zuschuss . Erasmus unterstützt nicht nur Studierende und Universitätsmitarbeiter, sondern fördert auch die Zusammenarbeit von Hochschuleinrichtungen durch Intensivprogramme, Netze, Projekte und andere Maßnahmen und schafft Kontakte zur Geschäftswelt und Gesellschaft. 2009 wurden Kroatien und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien in das Erasmus-Programm aufgenommen, so dass inzwischen 33 Länder teilnehmen.

Weitere Informationen:

Memo mit detaillierten statistischen Angaben einschließlich einer Aufschlüsselung der jüngsten Zahlen nach Ländern: “Erasmus programme: new figures on participation" MEMO/09/355 , 30 July 2009.

Europäische Kommission: The Erasmus programme [einschließlich weiterer statistischer Angaben]

Europäische Kommission: Öffentliche Anhörung: Grünbuch „Die Mobilität junger Menschen zu Lernzwecken fördern“


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