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IP/ 09/1186

Brüssel, den 23. Juli 2009

EU stellt 28 Mio. EUR zur Förderung des Absatzes landwirtschaftlicher Erzeugnisse bereit

Die Europäische Kommission hat 16 Programme aus 12 Mitgliedstaaten (Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien und Vereinigtes Königreich) genehmigt, mit denen in der Europäischen Union über landwirtschaftliche Erzeugnisse informiert und deren Absatz gefördert werden soll. Die Programme, die eine Laufzeit von ein bis drei Jahren haben, sind mit insgesamt 62,1 Mio. EUR ausgestattet, an denen sich die EU mit 27,8 Mio. EUR beteiligt. Die ausgewählten Programme betreffen ökologische Erzeugnisse, Milcherzeugnisse, Fleisch, Wein, Obst und Gemüse, Olivenöl, Honig und Blumen.

Ich freue mich mitteilen zu können, dass dieser Beschluss auch die Förderung des Absatzes von Milcherzeugnissen umfasst“, erklärte die für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige Kommissarin Mariann Fischer Boel. „Wie wir am Mittwoch angekündigt haben, ist die Absatzförderung eines der Mittel, mit denen wir unseren Milcherzeugern aus der derzeitigen Krise helfen wollen. Wir sind dabei, ein beschleunigtes Verfahren zu lancieren, um die Mittel für die Förderung des Absatzes von Milcherzeugnissen aufzustocken, für die 20 Mio. EUR zur Verfügung stehen werden.“

Hintergrund

Am 17. Dezember 2007 hat der Rat die beiden bisherigen EU-Verordnungen über Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen zu einer einzigen EU-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 3/2008) zusammengefasst, die sowohl Maßnahmen im Binnenmarkt als auch in Drittländern abdeckt 1 (siehe IP/07/699 ).

Bei diesen Maßnahmen geht es um PR-, Werbe- und Informationsmaßnahmen, bei denen die Vorzüge von Gemeinschaftserzeugnissen vor allem in Bezug auf Qualität, Hygiene, Lebensmittelsicherheit, Nährwert, Etikettierung, Tierschutz und umweltgerechte Produktion hervorgehoben werden sollen. Ebenfalls gefördert werden die Teilnahme an Messen und Ausstellungen, Informationskampagnen über das Gemeinschaftssystem für geschützte Ursprungsbezeichnungen (g. U.), geschützte geografische Angaben (g. g. A.) und garantiert traditionelle Spezialitäten (g. t. S.) sowie zu den EU-Qualitäts- und Etikettierungsregelungen und zum ökologischen Landbau. Auch Informationsmaßnahmen zum Gemeinschaftssystem für Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (Qualitätsweine b.A.) kommen für eine Förderung in Frage.

Die EU beteiligt sich zu maximal 50 % an den Kosten dieser Maßnahmen (mit bis zu 60 % an Programmen zur Förderung des Verzehrs von Obst- und Gemüseerzeugnissen durch Kinder und an Informationsmaßnahmen zu verantwortlichem Trinkverhalten und den Schäden infolge unverantwortlichen Alkoholkonsums); den Restbetrag übernehmen die Branchen- oder Dachverbände, die die Programme vorgeschlagen haben, und/oder die betreffenden Mitgliedstaaten.

Die Durchführungsbestimmungen für die Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen sind in einer Verordnung der Kommission 2 festgelegt. Dort sind die Themen und Erzeugnisse aufgeführt, die Gegenstand von Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen sein können.

Die Branchenverbände können ihre Vorschläge den Mitgliedstaaten jeweils bis zum 30. November eines Jahres vorlegen. Danach übersenden die Mitgliedstaaten der Kommission die Liste der von ihnen ausgewählten Programme sowie je eine Kopie der Programme. Die Kommission bewertet die Programme und entscheidet über ihre Förderfähigkeit.

Das Verzeichnis der heute genehmigten Programme und der Mittelansätze ist dieser Mitteilung als Anlage beigefügt.

Figures and graphics available in PDF and WORD PROCESSED


1 :

Verordnung (EG) Nr. 3/2008 des Rates vom 17. Dezember 2007 über Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen für Agrarerzeugnisse im Binnenmarkt und in Drittländern.

2 :

Verordnung (EG) Nr. 501/2008 der Kommission vom 5. Juni 2008 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 3/2008 des Rates über Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen für Agrarerzeugnisse im Binnenmarkt und in Drittländern .


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