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IP/09/ 1174

Brüssel, 22 . Juli 2009

Kommission bewilligt zusätzliche Mittel zur Bekämpfung der Blauzungen- und Traberkrankheit

Die Europäische Kommission bewilligte heute zusätzliche Mittel zur Unterstützung der von mehreren Mitgliedstaaten vorgelegten Impfprogramme gegen die Blauzungenkrankheit und genehmigte eine Reihe besonderer Unterstützungsmaßnahmen, um Zypern bei der Bekämpfung der Traberkrankheit in der zyprischen Schaf- und Ziegenpopulation besser helfen zu können. Impfungen sind das wirksamste Mittel zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit und können in weiterer Folge dazu beitragen, die Verluste der Landwirte und die mit der Tierseuche einhergehenden Handelsstörungen zu verringern. Die Mitgliedstaaten sollen voraussichtlich 59 Millionen EUR an zusätzlichen Mitteln für Impfungen erhalten. Die besonderen Unterstützungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Traberkrankheit in Zypern werden für die Umsetzung eines von den zyprischen Behörden vorgelegten Zweijahresprogramms eingesetzt. Mehr als 5 Millionen EUR stehen 2009 zur Verfügung, um Zypern bei der Bekämpfung der Traberkrankheit zu helfen.

Die für Gesundheitsfragen zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou erklärte: „Seit Beginn meiner Tätigkeit in der Europäischen Kommission nimmt für mich die Erhaltung der Gesundheit von Tieren einen wichtigen Stellenwert ein. Es ist wohl kein Geheimnis, dass eine bessere Tiergesundheit nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Landwirte und die Wirtschaft konkrete Vorteile hat. Wir haben heute unseren Willen unter Beweis gestellt, die Mitgliedstaaten im Kampf gegen gefährliche Tierseuchen zu unterstützen.“

Impfung gegen Blauzungenkrankheit

Seit dem Jahr 2006 haben sich neue Serotypen des Virus der Blauzungenkrankheit in unerwartet vielen Mitgliedstaaten verbreitet. Die Krankheit verursacht Verluste in der Landwirtschaft und stört den Handel mit lebenden Wiederkäuern.

Als 2008 zum ersten Mal ein geeigneter Impfstoff erhältlich war, finanzierte die EU Impfkampagnen als Dringlichkeitsmaßnahmen.

Für die Fortsetzung dieser Kampagnen genehmigte die Kommission im November 2008 ein Impf- und Überwachungsprogramm für 2009 und stellte mehr als 61 Millionen EUR für den Erwerb von Impfstoffen sowie für die Kostendeckung diagnostischer Tests zur Verfügung.

Heute werden den Mitgliedstaaten für ihre Impfkampagnen gegen die Blauzungenkrankheit zusätzliche Mittel in Höhe von voraussichtlich 59 Millionen EUR bereitgestellt; somit ist eine finanzielle Hilfe seitens der EU für die Durchführung der Impfung möglich.

Mithilfe von Impfungen kann die Sterberate praktisch auf Null gesenkt, Produktionsverluste verhindert, der Handel mit Tieren aus infizierten Gebieten erleichtert und – bei extensivem Einsatz – die Viruszirkulation verringert werden.

Traberkrankheit in Zypern

Das von Zypern vorgelegte Programm zur Bekämpfung der Traberkrankheit für 2009 und 2010 wird besondere Mittel zur Unterstützung erhalten, einschließlich eines 75%igen EU‑Zuschusses für Schadenersatzzahlungen der zyprischen Regierung an die Landwirte, Personalkosten und die unschädliche Beseitigung der Tierkörper.

Die Kommission unterstützt das Genotypisierungsprogramm zur Identifizierung aller resistenten Tiere, um die Anzahl der zu keulenden Tiere so gering wie möglich zu halten.

Die Mittel für das Jahr 2009 belaufen sich auf 5,4 Millionen EUR. Für 2010 werden voraussichtlich weitere 8 bis 9 Millionen EUR für dieses Programm zur Verfügung gestellt werden.


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