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Klimawandel: EU und MTV verpflichten internationale Interpreten, um junge Leute im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen zu mobilisieren

European Commission - IP/09/1141   15/07/2009

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IP/09/ 1141

Brüssel, den 15. Juli 2009

Klimawandel: EU und MTV verpflichten internationale Interpreten, um junge Leute im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen zu mobilisieren

Die Europäische Kommission und MTV Networks International haben heute den Startschuss für die Kampagne „Play to Stop – Europe for Climate“ gegeben. Die Kampagne wird sechs Monate laufen und soll Jugendliche für die Gefahren des Klimawandels sensibilisieren und sie im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember diesen Jahres mobilisieren. Die „Play to Stop“-Kampagne wird in 11 EU‑Mitgliedstaaten durchgeführt und umfasst Fernsehspots, ein Konzertereignis mit Moby in Stockholm, zwei Konzerte weiterer Interpreten in Budapest und Kopenhagen, Webcasts und Spiele sowie redaktionelle Beiträge zum Thema Klimawandel. Die Klimakonferenz von Kopenhagen, auf der über Folgemaßnahmen zum Kyoto‑Protokoll entschieden wird, beginnt am 7. Dezember.

EU‑Umweltkommissar Stavros Dimas sagte hierzu: „Die Jugend von heute wird die Hauptlast der Klimaauswirkungen tragen. Die Konferenz von Kopenhagen ist möglicherweise unsere letzte Chance, den Klimawandel aufzuhalten, bevor er außer Kontrolle gerät. Weltweit wird auf den Abschluss eines Übereinkommens gehofft, und wir müssen diese Dynamik unterstützen. Ereignisse wie diese sind ausschlaggebend, zumal junge Leute eine ungemein wichtige Interessengruppe sind. Denn sie wird der Klimawandel am härtesten treffen; deshalb muss ihre Stimme am lautesten sein.“

„Kein Land wird von den Auswirkungen des Klimawandels verschont bleiben, und die kommenden Generationen werden am stärksten betroffen sein. Deshalb ist es MTV ein fundamentales Anliegen, mit Nachdruck auf die Dringlichkeit des Klimaproblems und der Bekämpfung von Verhaltensweisen hinzuweisen, die den Klimawandel noch verschlimmern,“ sagte Antonio Campo Dall'Orto, Geschäftsführender Vizepräsident von Music Brands bei MTV Networks International. „Wir müssen diesen Feldzug Schritt für Schritt, Tag für Tag führen. Der Kampf um eine nachhaltige, umweltbewusste Zukunft hat ebenso viel mit Demokratie wie mit Umwelt zu tun, und wir sind stolz, die EU mit der Kampagne „Play to stop-Europe for Climate“ unterstützen zu können“.

Beteiligung namhafter Interpreten

Von Juli bis Dezember sollen junge Leute in 11 EU-Mitgliedstaaten mit „Play to Stop – Europe for Climate“ bewegt werden, sich für die Bekämpfung des Klimawandels einzusetzen. Die Kampagne läuft in Bulgarien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien, Schweden und dem Vereinigten Königreich. In Stockholm, Budapest und Kopenhagen werden drei Konzerte namhafter internationaler Interpreten stattfinden, die von MTV übertragen werden. Das erste Konzert mit Moby ist für den 20. August in Stockholm angesetzt. Während der gesamten Kampagne wird der Musiksender der Bekämpfung des Klimawandels auch redaktionelle Beiträge widmen und mehrere Sondersendungen ausstrahlen.

Jedes Konzert wird parallel zu einer großen Veranstaltung stattfinden - der Weltwasserwoche in Stockholm, der Mobilitätswoche in Budapest und der Klimakonferenz in Kopenhagen. Die einzelnen Staaten werden durch prominente „Botschafter“ ihres jeweiligen Landes vertreten sein, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wecken und für Gehör sorgen sollen. Unter anderem werden die bulgarische Tennisspielerin Magdalena Maleeva, der tschechische Schauspieler Tomas Hanak, die dänische Sängerin Anna David, die italienische Fernsehdiva Paola Maugeri, der polnische Entertainer Michal Pirog und der rumänische Umweltaktivist Serban Miron Copot vertreten sein.

Einbeziehung junger Leute

Obwohl Jugendliche die Risiken des Klimawandels kennen, tun sie nur selten etwas dagegen. Aus einer heute veröffentlichten Umfrage http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm geht hervor, dass Jugendliche den Klimawandel nach der Armut als zweitwichtigstes weltpolitisches Thema ansehen. Aber nur 51 % der jungen Leute zwischen 15 und 24 Jahren haben sich jemals selbst aktiv an der Bekämpfung des Klimawandels beteiligt – weniger als jede andere Altersgruppe.

Diese Kampagne soll junge Leute darüber aufklären, mit welchen Folgen zu rechnen ist, wenn in Kopenhagen keine Einigung erzielt werden kann , und ihre Dynamik nutzen, um die politischen Entscheidungsträger schon im Vorfeld der Konferenz darauf hin zu drängen, in der Klimafrage Einigung zu erzielen.

Im Laufe der Kampagne werden die jungen Leute Gelegenheit haben, über Klimawandel und Umwelt zu diskutieren und auf der „Play to Stop“-Website ihre Meinungen darüber auszutauschen, wie die Umwelt geschützt werden muss www.mtvplay4climate.eu .

Hintergrund: Klimastrategie der EU

Ziel der Dezemberkonferenz ist ein neues globales Klimaübereinkommen für die Zeit nach 2012, wenn das Kyoto‑Protokoll ausläuft. Frühzeitiges Handeln ist angezeigt, denn das Klima ist bereits heute aus dem Gleichgewicht geraten, und jeder weitere Aufschub eines neuen Übereinkommens verzögert zwangsläufig auch ein globales Handeln und verschlimmert die Auswirkungen des Klimawandels.

Die Europäische Union hat bereits eine führende Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels übernommen. Die EU hat sich im Dezember 2008 auf eine integrierte Strategie im Bereich Energie und Klimaschutz geeinigt und sich für 2020 ehrgeizige Ziele gesteckt. Sie will Europa damit auf den richtigen Weg bringen – hin zu einer umweltgerechten Zukunft mit einer CO 2 -armen, energieeffizienten Wirtschaft. Erreicht werden soll dies durch

  • eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 % (bzw. sogar 30 %, falls eine internationale Einigung zustande kommt),

  • die Verringerung des Energieverbrauchs um 20 % durch bessere Energieeffizienz,

  • die Deckung von 20 % unseres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen.


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