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IP/09/1116

Brüssel, den 13. Juli 2009

Europäische Kommission und Industrie investieren 3,2 Mrd. EUR in wirtschaftliche Erholung für eine stärkere, umweltfreundlichere und wettbewerbsfähigere Wirtschaft von Morgen

Die Europäische Kommission und die Industrie kündigten heute die erste Runde von Aufforderungen zur Einreichung von Forschungsvorschlägen an, mit denen 268 Mio. EUR in drei Schlüsselmarktbereiche fließen sollen, um so die Wirtschaft wieder anzukurbeln und sie nachhaltiger und wissensbasierter zu gestalten. Insgesamt sind 3,2 Mrd. EUR für öffentlich-private Partnerschaften in der EU vorgesehen, die neue Technologien im verarbeitenden Gewerbe, in der Baubranche und im Automobilsektor entwickeln sollen. Diese Kooperationen zwischen der Kommission und der Industrie werden die globale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen ausbauen, den übermäßigen Energieverbrauch von Gebäuden in Europa drosseln, der bis zum einem Drittel der CO 2 -Emissionen der EU ausmacht, sowie neue und nachhaltige Formen des Straßenverkehrs entwickeln. Die drei geplanten Partnerschaften sind Bestandteil des Europäischen Konjunkturprogramms der Kommission, das vom Europäischen Rat im Dezember 2008 unterstützt wurde und darauf abzielt, das öffentliche Interesse mit den Forschungsplänen der Industrie in Einklang zu bringen.

Der für Wissenschaft und Forschung zuständige EU-Kommissar Janez Potočnik sagte hierzu: „Es steht heutzutage außer Frage, dass F+E-Investitionen in guten Zeiten kein Luxus und in schlechten Zeiten unbedingt erforderlich sind. Investiert Europa heute intelligent in strategische Sektoren, schafft es morgen Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum. Durch diese innovativen Partnerschaften vereinen die Kommission und die Industrie ihre Kräfte, um die Entwicklung sauberer Technologien zu fördern und die Führungsrolle Europas auf diesem Gebiet zu sichern. Die frühe Lancierung dieser Aufforderungen zeigt auch, dass wir zusammen rasch auf die Forschungserfordernisse reagieren können, die im Europäischen Konjunkturprogramm festgeschrieben sind.“

Viviane Reding, EU-Kommissarin für die Informationsgesellschaft und Medien, dazu: „Gemeinsame Investitionen der Kommission und der Industrie stellen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer wissensbasierten und CO2-armen EU-Wirtschaft dar. Die Erzielung hervorragender Forschungsergebnisse und gemeinsame Anstrengungen sind von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, Europa nach der Krise als eine starke, nachhaltigere und wettbewerbsfähigere Gesellschaft wieder aufzubauen. Die Forschung auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien kann eine besonders nützliche Rolle bei der Entwicklung von Instrumenten zur Wiederbelebung und umweltfreundlicheren Gestaltung der europäischen Wirtschaft spielen.“

„Die Forschungsergebnisse müssen von der Industrie effizient umgesetzt werden, will sich Europa wirklich zu einer wissensbasierten und CO2-armen Wirtschaft entwickeln. Die Partnerschaften zeigen, dass die Europäische Kommission der Industrie dabei hilft, selbst in diesen Krisenzeiten, in denen die Industrie versucht ist, kurzfristig zu denken, erhebliche Mittel in langfristige Forschungsprojekte zu investieren, so Massimo Matucci im Namen des „Fabrik der Zukunft"-Projekts, Juan Manuel Mieressenting für das „Energieeffiziente Gebäude“-Projekt und Günter Lugert für das „Umweltgerechte Kraftfahrzeuge"-Projekt.

Heute kamen über 800 Vertreter der europäischen Industrie und des Forschung ssektors zusammen, um die erste Runde von Aufforderungen zur Einreichung von Forschungsvorschlägen anzukündigen, die offiziell am 30. Juli für Projekte lanciert wird, die bis Mitte 2010 laufen. Bereitgestellt werden 268 Mio. EUR an Forschungsgeldern zur Entwicklung von z.B.

  • innovativen Technologien im verarbeitenden Gewerbe sowie für Materialien und Verfahren, mit denen die Produktion bei gleichzeitig niedrigerem Verbrauch an Materialien und Energie sowie bei weniger Abfall gesteigert werden kann;

  • energieeffizienteren Gebäuden, einschließlich Neubauten, und einer umweltfreundlicheren Ausstattung bestehender Gebäude, sowie von neuen Materialien und Bautechniken;

  • umweltfreundlicheren Autos und intelligenteren Verkehrssystemen, wie der Elektrifizierung des Straßen- und des Stadtverkehrs sowie Forschung bei hybriden Technologien.

Hintergrund

Für die Jahre 2010 bis 2013 werden insgesamt 3,2 Mrd. EUR für Forschung im Rahmen von drei öffentlich-privaten Partnerschaften bereitgestellt. Die Hälfte der Mittel kommt von der Industrie und die andere Hälfte von der Europäischen Kommission über das 7. FuE-Rahmenprogramm. Die ersten themenübergreifenden Aufforderungen zur Einreichung von Forschungsvorschlägen sind Bestandteil der drei Partnerschaften:

  • Fabrik der Zukunft (1,2 Mrd. EUR) – Diese Initiative will den EU-Herstellern, vor allem den KMU, dabei helfen, sich an den globalen Wettbewerbsdruck anzupassen, indem sie ihr Wissen ausbauen und verstärkt auf Zukunftstechnologien zurückgreifen.

  • Energieeffiziente Gebäude (1 Mrd. EUR) – Mit dieser Initiative sollen umweltfreundliche Technologien gefördert und energieeffiziente Systeme und Materialien in europäischen Gebäuden entwickelt werden.

  • Umweltgerechte Kraftfahrzeuge (1 Mrd. EUR) – Schwerpunkt dieser Initiative sind erneuerbare und saubere Energiequellen sowie die Sicherheit und Mobilität des Straßenverkehrs im Bereich der Automobilbranche. Umweltfreundlichere Technologien sind für die Erreichung der Verringerung der europäischen und weltweiten CO 2 -Emissionen eine unabdingbare Voraussetzung.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zu den öffentlich-privaten Partnerschaften finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/research/industrial_technologies/lists/list_114_en.html

Der Text der Gemeinsamen Erklärung und das Paket an Pressemitteilungen zum Europäischen Konjunkturprogramm im Forschungsbereich ist abrufbar unter:

IP/09/520

http://ec.europa.eu/research/index.cfm?pg =newsalert&lg=en&year=2009&na=ppp-310309

Der vollständige Text des europäischen Konjunkturprogramms ist abrufbar unter:

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2008:0800:FIN:EN:PDF


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