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IP/09/1108

Brüssel, 9. Juli 2009

180 Millionen Europäer können ihre Europäische Krankenversicherungskarte diesen Sommer nutzen

Die Europäische Krankenversicherungskarte, mit der heute rund 35 % der Europäer ausgestattet sind, wird dieses Jahr fünf Jahre alt. Bürgerinnen und Bürger aus 31 europäischen Ländern können dank der Karte notwendige medizinische Leistungen in Anspruch nehmen, wenn sie beispielsweise während des diesjährigen Sommerurlaubs in einem der beteiligten Länder (alle EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz) krank werden oder einen Unfall erleiden. Die Karte erleichtert das Ver­fahren und verringert den Verwaltungsaufwand, wenn während eines vor­übergehenden Auslandsaufenthaltes eine medizinische Behandlung nötig wird.

„Im Sommerurlaub erwarten wir Ruhe und Erholung, doch fällt für manche bedauerlicher­weise auch ein Unfall oder ein ungeplanter Besuch beim Arzt in diese Zeit“, sagte Vladimír Špidla, Kommissar für Beschäftigung und Soziales. „Die Europäische Krankenversicherungskarte ist für Millionen Reisende in der EU eine Beruhigung. Sie können ihren Urlaub unbeschwert genießen und brauchen sich für den Fall, dass sie in einem anderen europäischen Land krank werden oder einen Unfall haben, keine Sorgen über teure Behandlungen oder komplizierte Verfahren zu machen.“

Die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) deckt alle medizinischen Leistungen ab, die während eines vorübergehenden Aufenthalts (zu Urlaubs‑, Arbeits‑ oder Studienzwecken) in einem der 31 teilnehmenden Länder erforderlich sind. Bei Krankheit oder Unfall in einem anderen Land hat der Karteninhaber Anspruch auf die gleiche medizinische Behandlung – und auch auf die gleichen Bedingungen – wie der im Land versicherte Patient. Es ist also so, als wäre man in dem Land, das man besucht, selbst versichert. Mit der EKVK hat man allerdings nur zur öffentlichen Gesundheitsversorgung Zugang; sie ist kein Ersatz für eine zusätzliche Reiseversicherung.

Die Karte, die den sog. Vordruck E  111 (Auslandskrankenschein) ersetzt, ist schritt­weise zwischen Juni 2004 und Dezember 2005 eingeführt worden und heute im Besitz von 180 Millionen Bürgerinnen und Bürgern, d. h. von 35 % der Europäerin­nen und Europäer.

Die Ausstattung ist jedoch von Land zu Land sehr unterschiedlich: In Italien, Öster­reich, der Schweiz und der Tschechischen Republik hat fast die gesamte Bevöl­kerung eine Europäische Krankenversicherungskarte; in Bulgarien, Griechenland, Polen, Rumänien und Spanien sind es nicht einmal 5 %. Dieser Unterschied lässt sich zum Teil damit erklären, dass die Karte in manchen Ländern, etwa in Italien, Österreich und der Tschechischen Republik, auf der Rückseite der nationalen Versicherungskarte integriert ist.

Die Mitgliedstaaten sind für die Verteilung der EKVK in ihren jeweiligen Amts­sprachen zwar selbst zuständig, doch die äußere Aufmachung ist überall einheitlich. Dadurch ist die Karte für das medizinische Personal leicht erkennbar, selbst wenn es der jeweiligen Sprache nicht mächtig ist.

Die Europäische Kommission führt zurzeit eine Informationskampagne durch, um den Bekanntheitsgrad der Karte insbesondere in den Ländern zu erhöhen, wo sie noch nicht weit verbreitet ist. Die Kampagne umfasst die Verteilung von Plakaten und Faltblättern sowie die Teilnahme an ausgewählten Veranstaltungen, z. B. Medizin‑ und Tourismusmessen. Für nationale Behörden, die ihre eigenen Kampagnen organisieren wollen, gibt es ebenfalls Materialien.

Land

2008 ausgestellte EKVK

EKVK im Umlauf 31/12/08

(3) Bevölkerung per 1/1/08

(4) % Karten

Belgien

1.657.700

2.370.593

10.666.866

22,2%

Bulgarien

91.450

116.902

7.640.238

1,5%

Tschechische Republik

1.087.637

9.487.146

10.381.130

91,4%

Dänemark

894.130

891.814

5.475.791

16,3%

Deutschland

Pas disponible

45.000.000

82.217.837

54,7%

Estland

100.005

100.005

1.340.935

7,5%

Griechenland

103.669

92.930

11.213.785

0,8%

Spanien

1.657.826

1.748.578

45.283.259

3,9%

Frankreich

4.787.222

4.787.222

63.753.140

7,5%

Irland

341.520

1.317.512

4.401.335

29,9%

Italien

7.440.691

58.160.655

59.619.290

97,6%

Zypern

44.789

44.789

789.258

5,7%

Lettland

50.458

40.135

2.270.894

1,8%

Litauen

78.229

179.472

3.366.357

5,3%

Luxemb urg

89.049

401.177

483.799

82,9%

Hungarn

401.601

555.196

10.045.401

5,5%

Malta

37.435

151.901

410.290

37,0%

Niederlande

3.011.101

1.944.786

16.405.399

11,9%

Österreich

732.397

8.002.825

8.331.930

96,1%

Polen

1.231.071

627.919

38.115.641

1,6%

Portugal

349.164

883.133

10.617.575

8,3%

Rumänien

36.210

12.298

21.528.627

0,1%

Slowakei

298.102

1.502.404

5.400.998

27,8%

Slowenien

663.189

560.642

2.025.866

27,7%

Finnland

295.339

446.577

5.300.484

8,4%

Schweden

1.100.000

3.000.000

9.182.927

32,7%

Vereinigtes Königreich

3.776.746

30.502.473

61.185.981

49,9%

Schweiz

2.400.000

7.500.000

7.593.494

98,8%

Liechtenstein

1.115

35.000

35.356

99,0%

Norwegen

464.824

1.303.154

4.737.171

27,5%

Island

45.277

124.019

313.376

39,6%

Gesamt

33.267.946

181.891.257

510.134.430

35,7%

( Spalte 3) Eurostat, Statistische Populationen

( Spalte 4) Anteil der Karteninhaber im Vergleich zur Gesamtbevölkerung

Weitere Informationen:

Website zur Gesundheitsversorgung im Ausland

http://ehic.europa.eu

EKVK -Informationskampagne (auch Plakate)

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=698

Video zur Europäischen Krankenversicherungskarte

http://www.tvlink.org/vnr.cfm?vidID=295


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