Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

IP/09/1096

Brüssel, den 8. Juli 2009

Zum Lernen ins Ausland: Kommission startet öffentliche Konsultation zu Mobilitätsmöglichkeiten für junge Menschen

Die Europäische Kommission hat heute ein Grünbuch mit dem Titel „Die Mobilität junger Menschen zu Lernzwecken fördern” veröffentlicht. Sie möchte damit eine Debatte zu der Frage anstoßen, wie die Chancen junger Menschen, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten durch einen Auslandsaufenthalt zu erhöhen, weiter verbessert werden können. Ein solcher Aufenthalt zum Studieren, Lernen, Arbeiten und im Rahmen von Freiwilligentätigkeiten stellt eine der grundlegenden Möglichkeiten dar, mit denen junge Menschen ihre Chancen auf dem Arbeitmarkt steigern und ihre persönliche Entwicklung voranbringen können. Die Kommission startet mit diesem Grünbuch eine öffentliche Konsultation, die bis zum 15. Dezember 2009 dauern wird. Antworten können über einen Online-Fragebogen und in schriftlicher Form erfolgen.

Der für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend zuständige EU-Kommissar Ján Figel’ erklärte bei der Vorstellung des Grünbuchs, dass „ die Mobilität zu Lernzwecken für den Einzelnen, für Schulen, Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen sowie für die Gesellschaft insgesamt von Vorteil ist. Fähigkeiten, Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen können auf diesem Wege ausgebaut und Einzelpersonen und Organisationen auf internationaler Ebene innovativer und wettbewerbsfähiger werden. Wir müssen die Mobilität fördern, damit ein Auslandsaufenthalt zur Regel wird und nicht die Ausnahme bleibt. Für die Stärke und Nachhaltigkeit des wirtschaftlichen Aufschwungs in der EU ist dies ebenso wichtig wie für den sozialen Zusammenhalt der europäischen Gesellschaften im 21. Jahrhundert.“

Bestandsaufnahme

Die EU verfügt über langjährige Erfahrung in der Unterstützung der Mobilität junger Menschen, die über die verschiedenen Programme und Initiativen erfolgt. In den 22 Jahren seiner Existenz hat das Programm „Erasmus“ beispielsweise 2 Millionen Studierenden geholfen, einen Teil ihres Studiums oder ein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Die EU-Hilfe deckt jedoch weit mehr Bereiche ab, die von der Hochschulbildung bis zu Unternehmen, Forschung, Berufsausbildung, von der Sekundarbildung bis zum Jugendaustausch und zur Freiwilligenarbeit, vom Kulturbereich bis hin zu jungen Unternehmern und zur Zivilgesellschaft reichen.

Weiterhin hat die Europäische Kommission zur Entwicklung einer Reihe von Hilfsmitteln zur Vereinfachung der Mobilität beigetragen, wie den Europass und das Europäische System zur Anrechnung, Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS) für die Hochschulbildung.

Insgesamt richten sich die derzeitigen Mobilitätsprogramme, -instrumente und ‑initiativen an junge Europäer in einer Vielzahl von Situationen und Kontexten. Mobilität ist jedoch immer noch eher die Ausnahme als die Regel und bestimmten Gruppen, wie z. B. Studierenden, leichter zugänglich als anderen, wie z. B. Auszubildenden. Im Jahr 2006 konnten rund 310 000 junge Menschen im Rahmen europäischer Programme von Mobilitätsmaßnahmen profitieren: Dies sind jedoch nur 0,3 % der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen in der EU. In diesem Bereich muss eindeutig mehr unternommen werden.

Das Grünbuch: die richtige Strategie finden

In den vergangenen Jahren gab es unter Experten und auf politischer Ebene eine Vielzahl von Diskussionen und Überlegungen zu den Vorteilen der Mobilität zu Lernzwecken. Die Kommission ist der Ansicht, dass der Zeitpunkt für eine breite öffentliche Debatte über diese Frage gekommen ist. Damit erfüllt die Kommission auch die Forderung des Ministerrates vom November 2008, der die Mitgliedstaaten und die Kommission dazu aufforderte, das Konzept der Mobilität – für die verschiedenen Lernkontexte wie Schule, Studium, Ausbildung, Praktikum oder im Rahmen von Freiwilligendiensten – für alle jungen Menschen weiterzuentwickeln.

Öffentliche Konsultation

Das Grünbuch stellte eine Reihe von Fragen und sucht Antworten auf verschiedene Problemstellungen:

  • Wie können wir mehr junge Menschen dazu bewegen, für den Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen ins Ausland zu gehen?

  • Welche Hindernisse müssen wir beseitigen, die der Mobilität entgegenstehen?

  • Wie können alle Stakeholder, d. h. die Kommission, die Mitgliedstaaten, die Regionen, Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung und Nichtregierungsorganisationen, ihre Kräfte für eine neue Partnerschaft für die Mobilität zu Lernzwecken bündeln?

Die Konsultation endet am 15. Dezember 2009 . Auf der Grundlage des Feedbacks wird die Kommission einen Vorschlag zu praxisorientierten Folgemaßnahmen erarbeiten.

Die Kommission fordert alle Interessierten auf, zu den in diesem Grünbuch aufgeworfenen Fragen Stellung zu nehmen und ihren Beitrag per E-Mail an eac-green-paper-mobility@ec.europa.eu zu schicken oder per Post an:

Grünbuch

GD EAC/B3

MADO 11/14

Europäische Kommission

B-1049 Brüssel

Belgien

Ab dem 15. Juli ist im Internet ein Multiple-Choice-Fragebogen zu finden unter:

http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/consult/index_en.html

Weitere Informationen:

Europäische Kommission: KOM(2009) 329 „ Grünbuch: Die Mobilität junger Menschen zu Lernzwecken fördern “, 8. Juli 2009

Europäische Kommission: Unterstützung für Mobilität

Europäische Kommission: Öffentliche Konsultationen

Europäische Kommission: Presseerklärung IP/08/1126 , 10. Juli 2008, „ Expertengruppe empfiehlt: Lernzeiten im Ausland sollten eher die Regel als die Ausnahme sein


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site