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IP/09/ 1089

Brüssel, den 6. Juli 2009

Fahrplan für Initiativen zur Förderung der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft in Europa

Die Wirtschaftskrise macht auch vor der Lebensmittelindustrie in der EU nicht halt. Um diesem wichtigen Wirtschaftszweig neue Impulse zu geben, haben der Vizepräsident der Kommission, Günter Verheugen, und die Kommissionsmitglieder Mariann Fischer Boel und Meglena Kuneva heute zusammen mit den Interessengruppen erörtert, wie sich die Empfehlungen der Hochrangigen Gruppe vom 17. März 2009 umsetzen lassen.

Vizepräsident Verheugen und die Kommissarinnen Fischer Boel und Kuneva erklärten dazu: „Wir rufen die Wirtschaft und die nationalen Behörden dazu auf, ihren Beitrag zur Umsetzung dieser Empfehlungen zu leisten, die die Agrar- und Lebensmittelwirtschaft im Interesse von Verbrauchern, Landwirten und Industrie wettbewerbsfähiger machen und für die europäischen Bürger eine hohe Qualität der Lebensmittel sicherstellen sollen.“

Auf der heutigen Sitzung der Interessenträger wurde ein Fahrplan mit Schlüsselinitiativen vereinbart, der die Europäische Kommission, die beteiligten Mitgliedstaaten und die Interessengruppen dazu verpflichtet, zügig koordinierte Maßnahmen zu ergreifen, die z. B. Folgendes umfassen:

  • transparentere Preisgestaltung und vertragliche Vereinbarungen in der gesamten Lebensmittelkette,

  • Aufbau einer Marktaufsicht für Produktfälschung,

  • Untersuchung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ( SWOT-Analyse ) der europäischen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft zur Beurteilung ihrer Position auf den globalen Märkten,

  • Vereinfachung der Verwaltungsverfahren insbesondere für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die an Finanzierungsprogrammen für die Forschung teilnehmen wollen,

  • Einrichtung eines sozialen Dialogs in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft,

  • Entwicklung von Bildungsprogrammen , mit denen die Bedeutung der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft verstärkt bewusst gemacht wird,

  • Gründung eines europäischen Diskussionsforums für die Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Akteuren der Lebensmittelkette zwecks Annahme eines EU-weit gültigen Verhaltenskodexes,

  • Durchführung einer Studie über die Auswirkung von Eigenmarken des Einzelhandels auf die Wettbewerbsfähigkeit der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, insbesondere der KMU,

  • Förderung des den KMU zur Verfügung stehenden Instrumentariums, z. B. des Enterprise Europe Network.

Hintergrund

Im Rahmen der Hochrangigen Gruppe für die Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelwirtschaft kamen zum einen die Mitgliedstaaten und zum anderen hochrangige Entscheidungsträger der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Fachverbände zusammen, um sich mit den entscheidenden Wettbewerbsfaktoren der europäischen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft zu befassen und einen Katalog von Empfehlungen zu formulieren, mit dem stabile und planbare Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre geschaffen werden sollen.

Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist mit rund 280 000 Unternehmen (90 % davon KMU) und etwa 4 Mio. Arbeitsplätzen einer der größten und dynamischsten Wirtschaftszweige Europas. Gemessen am Umsatz (ca. 800 Mrd. EUR) ist die europäische Lebensmittelindustrie der größte Wirtschaftszweig in Europa.

Hier finden Sie

die Empfehlungen, den Bericht und den Fahrplan mit Schlüsselinitiativen .


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