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Fischerei: Thunfisch besser geschützt, aber immer noch zu stark befischt

European Commission - IP/09/1088   03/07/2009

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IP/ 09/1088

Brüssel, den 3. Juli 2009

Fi scherei: Thunfisch besser geschützt, aber immer noch zu stark befischt

Die Europäische Kommission begrüßt die starke Unter stützung, die die internationale Gemeinschaft dem sogenannten „Kobe-Prozess“ zur Verbesserung und Angleichung des internationalen Managements des Hochsee-Thunfischfangs bei einer Sitzung in San Sebastian, Spanien, entgegengebracht hat, die heute zu Ende ging ( IP/09/1053 ). Die positiven Ergebnisse umfassen u.a. eine beschleunigte Angleichung der weltweiten Normen für diese Fischereien an die derzeit bestmögliche Praxis. Die Kommission bedauert jedoch, dass die Vertreter der fünf betroffenen regionalen Fischereiorganisationen (RFO) nicht in der Lage waren, eine Einigung über unmittelbare Maßnahmen zum Einfrieren der Kapazitäten der weltweiten Thunfischflotten zu erzielen.

EU-Kommissar Joe Borg, zuständig für maritime Angelegenheiten und Fischerei, erklärte hierzu: „Der Kobe-Prozess hat wirkliche Fortschritte gebracht. Ich bin froh, dass die internationale Gemeinschaft den Wert dieses Instruments erkannt hat, das es uns ermöglicht, sowohl die bestmögliche Praxis für die Bewirtschaftung de weltweiten Thunfischbestände festzulegen als auch die Fortschritte der RFO in Richtung dieser Norm zu messen. Ich bin jedoch enttäuscht, dass die Differenzen zwischen diesen Parteien es unmöglich gemacht haben, sich auf das von der EU vorgeschlagene weltweite Einfrieren der Kapazitäten zu einigen. Es ist sehr wichtig einen zu Weg finden, um die Kluft zwischen den Entwicklungsländern und anderen Partnern zu überwinden, so dass so bald wie möglich wirksame Maßnahmen in diesem Bereich getroffen werden können.“

Die 'Kobe 2' getaufte Sitzung in San Sebastian hat keinen formellen rechtlichen Status, es wurden jedoch eine Reihe von Empfehlungen für die beteiligten RFO verabschiedet und somit der bei der ersten Kobe-Sitzung im Jahr 2007 in Japan vereinbarte Handlungsverlauf untermauert. Unmittelbar umzusetzende Maßnahmen umfassen dabei den Schutz der am meisten bedrohten Haibestände, die Harmonisierung der wissenschaftlichen Forschungsverfahren und Beratungsdienste in den verschiedenen Regionen sowie die Festlegung einer bestmöglichen Praxis für die Einhaltung der Bestimmungen. Es wurden auch vier Arbeitsgruppen eingesetzt, um über die nächsten zwei Jahre bis zur dritten Kobe-Sitzung Impulse zu geben. Diese werden sich mit den Themen „Beifänge in der Thunfischbefischung“, „Aufsicht, Kontrolle und Überwachung“, „Wissenschaft“ und „Kapazität der Thunfischflotte“ beschäftigen.

Die nächste Kobe-Sitzung wird im Jahr 2011 stattfinden . Die Europäische Kommission hofft, dass zu dieser Zeit auch eine Ministersitzung anberaumt werden kann, um dem Prozess hochrangige Unterstützung zu gewähren und dazu beizutragen, dass dessen Empfehlungen zügig in die Praxis umgesetzt werden.


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