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Verbraucher: Alles sonnenklar beim Sonnenschutz

European Commission - IP/09/1057   30/06/2009

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IP/09 /1057

Brüssel, 30. Juni 2009

Verbraucher: Alles sonnenklar beim Sonnenschutz

Die Ferienzeit beginnt, und die Europäische Kommission möchte die Verbraucher bei dieser Gelegenheit daran erinnern, wie wichtig der richtige Sonnenschutz ist. Vor allem sollten sie die Etiketten von Sonnenschutzmitteln beachten, die seit einiger Zeit klarer gestaltet sind. Die neuen Kennzeichnungen, darunter ein neues UVA-Logo oder -Siegel auf den Flaschen und das Verbot irreführender Ausdrücke wie „Sunblocker“ oder „völliger Schutz“, sind auf eine Empfehlung der Kommission über Sonnenschutzmittel vom September 2006 zurückzuführen. Außerdem sollten die Verbraucher daran denken, dass Sonnenschutzmittel nur eine von mehreren Maßnahmen zum Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne sein sollten.

Meglena Kuneva, EU-Kommissarin für Verbraucherschutz, erklärte hierzu: „Unsere Botschaft an die Verbraucher in diesem Sommer ist eindeutig: Vergessen Sie niemals, dass Sonnenschutzmittel nur eine von zahlreichen Maßnahmen zum wirksamen Schutz vor der Sonne sind. Halten Sie nach den neuen Kennzeichnungen Ausschau, informieren Sie sich und wählen Sie auf dieser Grundlage die Sonnenschutzmittel für sich und Ihre Familie aus.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Gesundheit, ergänzte: „Jeder Bürger, ob jung oder alt, muss gut darüber informiert sein, mit welchen Maßnahmen man sich vor der UV-Strahlung der Sonne schützen kann. Die Europäische Kommission überwacht deshalb im Rahmen ihres Gesundheitsprogramms die UV-Belastung in der Europäischen Union sowie ihre Wirkung auf die Häufigkeit von Hautkrebs und fördert relevante Strategien zur Vorbeugung und Risikominderung.“

Verbesserte Kennzeichnung

Die Anforderungen an die Etikettierung von Sonnenschutzmitteln wurden in einer Empfehlung der Kommission vom September 2006 über die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln und diesbezügliche Herstellerangaben dargelegt. Die Empfehlung sieht u. a. Folgendes vor:

  • Angaben wie „Sunblocker“ , „hundertprozentiger Schutz“ und „völliger Schutz sollten nicht mehr verwendet werden, denn kein Sonnenschutzmittel kann einen vollständigen Schutz vor UV-Strahlung bieten.

  • Als Leitlinien für die Wahl des geeigneten Sonnenschutzmittels sollten neben der herkömmlichen Angabe des Lichtschutzfaktors (LSF) auch genormte verbale Angaben („niedriges“, „mittleres“, „hohes“ und „sehr hohes“ Schutzniveau) verwendet werden.

  • Bessere Kennzeichnung des UVA-Schutzes : Die UVB-Strahlung verursacht den so genannten Sonnenbrand, die UVA-Strahlung dagegen führt zur vorzeitigen Hautalterung und zu Störungen des menschlichen Immunsystems. Beide Strahlungstypen tragen wesentlich zum Hautkrebsrisiko bei. Der sogenannte Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich jedoch nur auf den potenziellen Grad des Sonnenbrands (UVB-Strahlung) und nicht auf die schädliche Wirkung von UVA-Strahlung. Sonnenschutzmittel, die nur gegen UVB-Strahlung schützen, könnten also ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln, da sie die gefährliche UVA-Strahlung durchlassen.

  • Die Industrie führt gerade ein genormtes UVA-Siegel auf ihren Produktetiketten ein, das einen quantifizierten UVA-Mindestschutz angibt; dieser steigt entsprechend dem Lichtschutzfaktor und beruht auf einem genormten Prüfverfahren.

Fakten zur Umsetzung der Empfehlung der Kommission

Colipa (der europäische Verband der Parfümerie- und Körperpflegemittelindustrie) führte kürzlich zum zweiten Mal eine Umfrage bei seinen Mitgliedern durch, um für den EU-Markt im Jahr 2009 zu ermitteln, inwieweit die angebotenen Sonnenschutzmittel mit den Vorgaben der Kommissionsempfehlung übereinstimmen. Die Ergebnisse:

  • 96 % der Produkte verfügen über das in der Empfehlung vorgesehene Mindestmaß an UVA-Schutz (der UVA-Schutzfaktor sollte mindestens 1/3 des UVB-Schutzfaktors betragen).

  • Bei 95 % der Sonnenschutzmittel wird das standardisierte Colipa-UVA-Logo verwendet, so dass die Verbraucher Produkte mit angemessenem UVA-Schutz leicht identifizieren können.

  • Insgesamt ergibt sich aus der Colipa-Umfrage, dass sich die in der Empfehlung aus dem Jahr 2006 vorgesehenen UVA-Schutzvorkehrungen auf dem Markt durchgesetzt haben. Praktisch alle angebotenen Sonnenschutzmittel entsprechen den Erwartungen der Kommission.

Was die Verbraucher diesen Sommer wissen sollten

Die Verbraucher sollten nach Produkten Ausschau halten, die nach dem neuen System gekennzeichnet sind. Gleichzeitig wird den Verbrauchern geraten, Sonnenschutzmittel durch weitere Schutzmaßnahmen zu ergänzen . Weitere Maßnahmen sind z. B. Folgende:

  • Halten Sie sich in der Tageszeit mit der höchsten Strahlenbelastung (normalerweise zwischen 11 und 15 Uhr) nicht übermäßig in der Sonne auf.

  • Wenn es nicht möglich ist, die Sonne zu meiden, dann schützen Sie sich durch angemessene Bekleidung ; Hüte und Sonnenbrillen können zusätzlichen Schutz bieten.

  • Verwenden Sie Sonnenschutzmittel, die sowohl vor UVB- als auch vor UVA-Strahlung schützen.

  • Setzen Sie Säuglinge und Kleinkinder nicht direkt der Sonne aus.

  • Tragen Sie Sonnenschutzmittel in ausreichender Menge auf. Die richtige Anwendung des Mittels ist ebenso wichtig wie die Wahl des Produkts. Um den durch den „Lichtschutzfaktor“ angegebenen Schutz zu erreichen, muss eine Menge von 2mg/cm² aufgetragen werden. Dies entspricht etwa 36 Gramm (6 Teelöffel) Sonnencreme für den Körper eines Erwachsenen . Derzeit verwenden die Verbraucher normalerweise nur etwa die Hälfte dieser Menge. Nach dem Schwimmen oder Abtrocknen muss diese Menge erneut aufgetragen werden, um den Schutz zu erhalten.

Die Piktogramme im beigefügten Memo (die auch unter der nachstehenden Internet-Adresse heruntergeladen werden können) sollen an diese und andere wichtige Fakten und Zahlen erinnern.



http://ec.europa.eu/consumers/citizen/my_holidays/sunscreens_de.htm

Die neuen Etikettierungsvorgaben:

Auf dem Etikett genannte Kategorie

Auf dem Etikett genannter Licht­schutz­faktor

Empfohlener Mindest­schutz­faktor gegen UVA-Strahlen

„niedriges Schutzniveau“

6

10

„mittleres Schutzniveau“

15

20

25

„hohes Schutzniveau“

30

50

„sehr hohes Schutzniveau“

50+

 



Von der Europäischen Kommission kofinanzierte Projekte zum Thema Hautkrebs:

http://ec.europa.eu/health/ph_information/dissemination/diseases/cancer_en.htm .


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