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Fischerei: EU richtet Konferenz über die Zukunft des Thunfischfangs aus

European Commission - IP/09/1053   29/06/2009

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IP/ 09/1053

Br üssel, den 29. Juni 2009

Fis cherei: EU richtet Konferenz über die Zukunft des Thunfischfangs aus

Die Europäische Kommission begrüßt heute im Namen der Europäischen Union in San Sebastian, Spanie n, die Teilnehmer der zweiten gemeinsamen Tagung der fünf regionalen Fischereiorganisationen (RFO), die für die Bewirtschaftung der weltweiten Thunfischbestände zuständig sind. Die Konferenz, die zweite Veranstaltung dieser Art nach einem ersten Treffen im Jahr 2007 in Kobe, Japan, dauert bis 3. Juli. Tagesordnungspunkte sind eine Überprüfung der in Kobe vereinbarten Maßnahmen, ein Workshop zum Thema Kapazitätsabbau bei den Thunfischfangflotten und die Einigung auf einen neuen Aktionsplan für die nächsten zwei Jahre.

EU-Kommissar Joe Borg, zuständig für maritime Angelegenheiten und Fischerei, erklärte hierzu: „Die meisten Thunfischbestände sind überfischt, da es weltweit einfach zu viele Thunfischfänger gibt. Wir brauchen eine stärkere Überwachung des Thunfischfangs, und wir müssen uns dringend auf einen koordinierten Abbau der Flottenkapazitäten einigen, wenn wir das Problem lösen und nicht nur verlagern wollen. Die Ziele, die vor zwei Jahren in Kobe formuliert wurden, müssen gestärkt und zügiger umgesetzt werden. Ich erhoffe mir als Ergebnis der Konferenz nicht nur eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Thunfisch-RFO, sondern auch echte Fortschritte bei der Verwirklichung unserer ehrgeizigen Ziele.“

Vereinbart wurde in Kobe eine bessere Koordination aller RFO und ihrer Maßnahmen, einschließlich wissenschaftliche Forschung, Marktfragen, Fischereiaufsicht, Beifänge sowie die Unterstützung von Entwicklungsländern. Eines der Hauptanliegen der Konferenz von Kobe und des angenommenen Aktionsplans war, Entwicklungsländer darin zu unterstützen, die von den RFO beschlossenen Bewirtschaftungsmaßnahmen umzusetzen, insbesondere Maßnahmen gegen den illegalen, ungemeldeten und unregulierten Fischfang. Die EU setzt sich dafür ein, dass die Interessen der Entwicklungsländer im Kobe-Prozess umfassend berücksichtigt werden, und hat daher zu dieser fünftägigen Konferenz Vertreter aus 21 Küstenentwicklungsländern eingeladen.

Kobe war der Auftakt für eine engere Zusammenarbeit folgender fünf RFO: der Internationalen Kommission für die Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT), der Thunfischkommission für den Indischen Ozean (IOTC), der Interamerikanischen Kommission für tropischen Thunfisch (IATTC), der Fischereikommission für den westlichen und mittleren Pazifik (WCPFC) und der Kommission für die Erhaltung von Südlichem Blauflossenthun (CCSBT). In San Sebastian sind Delegationen von Vertrags- und Nichtvertragsparteien dieser fünf RFO sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen vertreten. Der Anstoß für Kobe und die Idee, unabhängige Überprüfungen dieser RFO zu fördern, gehen auf eine Initiative Japans zurück.

S iehe auch: Memo/09/303


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