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IP/08/981

Brüssel, 20. Juni 2008

292/ Wave 68.2 – TNS Opinion & Social

Eurobarometer-Umfrage zum irischen Referendum über den Vertrag von Lissabon In Irland wurde am 12. Juni 2008 eine landesweite Volksabstimmung über den Vertrag von Lissabon durchgeführt. Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses führte Gallup im Auftrag der Vertretung der Europäischen Kommission in Irland vom 13. bis 15. Juni eine Eurobarometer-Blitzumfrage durch. Insgesamt wurden 2 000 zufällig ausgewählte Personen im Alter von mindestens 18 Jahren telefonisch befragt. Die Hauptziele der Umfrage bestanden darin, die Gründe für das Abstimmungsverhalten (Ja/Nein/Nichtbeteiligung) zu ermitteln sowie die Meinungen der Befragten zur Kampagne und zu den Folgen des Abstimmungsergebnisses einzuholen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Sowohl diejenigen, die mit „Ja“ gestimmt haben, als auch diejenigen, die sich für „Nein“ entschieden haben, unterstützen mit großer Mehrheit die Mitgliedschaft Irlands in der EU. Unter den Befürwortern des Vertrags liegt dieser Anteil bei 98 %, bei den Gegnern beträgt er 80 %.

Die Befürworter haben mit „Ja“ gestimmt, weil die Ratifizierung ihrer Ansicht nach im Interesse Irlands liegt (32 %) und weil Irland von der EU profitiert (19 %). Als weitere Gründe für die Zustimmung wurden die Unterstützung der Wirtschaft (9 %) und die Fortsetzung des Engagements Irlands in Europa (9 %) genannt.

Diejenigen, die gegen den Vertrag gestimmt haben, gaben vielfältigere Gründe für ihre Entscheidung an. Am häufigsten angeführt wurden mangelnde Informationen über den Vertrag (22 %), gefolgt vom Schutz der irischen Identität (12 %) sowie von der Bewahrung der Neutralität, mangelndem Vertrauen in Politiker, dem Verlust des Rechts auf ein ständiges Kommissionsmitglied und dem Schutz des Steuersystems (jeweils 6 %).

Die Befragten, die sich gegen den Vertrag ausgesprochen haben, sind zu einem großen Teil (76 %) der Auffassung, dass Irland durch den Ausgang des Referendums in einer starken Position für die Neuverhandlung des Vertrags sein wird.

Unter jungen Menschen, Frauen und Nichterwerbstätigen war der Anteil derjenigen, die mit „Nein“ gestimmt haben, besonders hoch. Berufstätige, Führungskräfte und Rentner entschieden sich dagegen häufig für „Ja“.

Mehr als die Hälfte derjenigen, die nicht an der Volksabstimmung teilgenommen haben, gab als Grund hierfür ein mangelndes Verständnis der Problematik an.

Im Anschluss an die Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden über den Verfassungsvertrag im Jahr 2005 waren ähnliche Umfragen durchgeführt worden.
Die ausführlichen Ergebnisse der Eurobarometer-Blitzumfrage (Flash Eurobarometer) sind auf folgender Website zu finden:
http://ec.europa.eu/public_opinion/


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