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Klimawandel: Kommission begrüßt weitere Fortschritte bei der Verwirklichung der EU-Ziele des Kyoto-Protokolls

European Commission - IP/08/965   18/06/2008

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IP/08/965

Brüssel, den 18. Juni 2008

Klimawandel: Kommission begrüßt weitere Fortschritte bei der Verwirklichung der EU-Ziele des Kyoto-Protokolls

Der Europäische Umweltkommissar Stavros Dimas begrüßte heute die Fortschritte, die viele Mitgliedstaaten 2006 bei der Verringerung ihrer Treibhausgasemissionen erzielt haben. Die Europäische Umweltagentur hat für das Jahr 2006, das letzte Jahr, für das vollständige Daten vorliegen, ein Emissionsinventar erstellt, aus dem hervorgeht, dass die Emissionen der 15 alten EU-Mitgliedstaaten gegenüber 2005 um 0,8 % zurückgegangen sind, sodass die Emissionen heute um 2,7 % unter dem Niveau des Referenzjahres liegen (zumeist 1990). Damit hat die EU-15 den richtigen Weg eingeschlagen, um ihr Kyoto-Ziel, die Durchschnittsemissionen von 2008 bis 2012 auf mindestens 8 % unter das Niveau des Referenzjahres zu senken, zu verwirklichen.

Umweltkommissar Dimas sagte: „Die jüngsten Emissionsverringerungen in der EU-15 sind ermutigend. Dennoch müssen die angenommenen oder geplanten politischen und sonstigen Maßnahmen unbedingt zügig und vollständig durchgeführt werden. Die Mitgliedstaaten müssen ihre Anstrengungen zur Emissionsbegrenzung oder –minderung weiter vorantreiben.

Er fügte hinzu: „Der Emissionsanstieg in den meisten neuen EU-Mitgliedstaaten ist nicht hilfreich. Die neuen Mitgliedstaaten müssen bedenken, dass sie sich nicht auf frühere Erfolge verlassen können. Unsere Ziele für die Verringerung der Treibhausgasemissionen nach 2012 gelten für alle 27 EU-Mitgliedstaaten zusammen, und alle Mitgliedstaaten müssen sich ständig dafür einsetzen, diese Ziele zu verwirklichen.“

Weitere Abkopplung der Emissionen vom Wirtschaftswachstum

Der Rückgang der Emissionen der EU-15 von 2005 bis 2006 stand einem BIP-Wachstum um 2,8 % im selben Zeitraum gegenüber. Mit anderen Worten, der EU ist es gelungen, die Emissionen weiter vom Wirtschaftswachstum abzukoppeln. Hauptgründe für den Emissionsrückgang um insgesamt 34,9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent waren die warme Witterung, eine geringere Salpetersäureproduktion, bei der das Treibhausgas Lachgas emittiert wird, und die Einführung neuer Techniken zur Verringerung der Lachgasemissionen aus der Adipinsäureproduktion.

Die Emissionen der 27 EU-Mitgliedstaaten (EU-27) gingen im selben Jahr um 0,3 % zurück und betragen nun 10,8 % weniger als im Referenzjahr (bei einigen Mitgliedstaaten nicht 1990) bzw. 7,7 % weniger als im Jahr 1990. Der Rückgang (um insgesamt 14 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent) kann der geringeren Salpetersäureproduktion, den geringeren Emissionen aus der Chemikalienproduktion in Frankreich und Ungarn sowie dem geringeren Gesamtverbrauch von Gas und Flüssigbrennstoffen in den Haushalten zugeschrieben werden.

Emissionen aus dem Verkehr steigen weiter

Tendenziell bestätigen die Zahlen aus dem Jahr 2006 innerhalb der EU-15 die anhaltende Verringerung von Emissionen aus der Land- und aus der Abfallwirtschaft. Die Emissionen aus der Energiewirtschaft haben sich in den letzten Jahren stabilisiert, während die Emissionen aus dem verarbeitenden Gewerbe leicht rückläufig sind. Die Emissionen aus dem Verkehr hingegen steigen stetig an und sind besonders besorgniserregend.

Die Tendenzen in der EU-27 sind denen in der EU-15 vergleichbar, mit Ausnahme von industriellen Verfahren, deren Emissionen leicht angestiegen sind.

Die Daten wurden von der Europäischen Umweltagentur zusammengestellt und der UN-Klimarahmenkonvention vorgelegt.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung der Europäischen Umweltagentur

http://www.eea.europa.eu/highlights

EUA-Bericht über das Treibhausgasinventar 1990-2006

http://reports.eea.europa.eu/technical_report_2008_6/en

Website der Europäischen Kommission zum Thema Klimawandel

http://ec.europa.eu/environment/climat/home_en.htm

Anhang

Treibhausgasemissionen in CO2-Äquivalent (ohne Kohlenstoffsenken) im Vergleich zu den Zielen des Kyoto-Protokolls für 2008-2012

Quelle: Europäische Kommission, gestützt auf Angaben der Europäischen Unweltagentur

MITGLIEDSTAAT
1990
Kyoto-Protokoll
Referenzjahr 1)
2006
Veränderung 2005 - 2006
Veränderung 2005 - 2006
Veränderung 1990 - 2006
Veränderung Referenzjahr - 2006
Ziele 2008-2012 nach dem Kyoto-Protokoll und der EU-Lastenteilung
(in Mio. Tonnen)
(in Mio. Tonnen)
(in Mio. Tonnen)
(in Mio. Tonnen)
(%)
(%)
(%)
(%)
Österreich
79,2
79,0
91,1
-2,2
-2,3%
15,1%
15,2%
-13,0%
Belgien
144,5
145,7
137,0
-5,4
-3,8%
-5,2%
-6,0%
-7,5%
Bulgarien
116,7
132,6
71,3
0,8
1,2%
-38,9%
-46,2%
-8,0%
Zypern
6,0
6,0
10,0
0,2
1,6%
66,0%
Entfällt
Entfällt
Tsch. Republik
194,2
194,2
148,2
2,5
1,7%
-23,7%
-23,7%
-8,0%
Dänemark
69,0
69,3
70,5
6,9
10,9%
2,1%
1,7%
-21,0%
Estland
41,6
42,6
18,9
-0,4
-2,3%
-54,6%
-55,7%
-8,0%
EU-15
4243,8
4265,5
4151,1
-34,9
-0,8%
-2,2%
-2,7%
-8,0%
Finnland
70,9
71,0
80,3
11,3
16,3%
13,2%
13,1%
0,0%
Frankreich
563,3
563,9
541,3
-13,8
-2,5%
-3,9%
-4,0%
0,0%
Deutschland
1227,7
1232,4
1004,8
-0,2
0,0%
-18,2%
-18,5%
-21,0%
Griechenland
104,6
107,0
133,1
-0,7
-0,5%
27,3%
24,4%
25,0%
Ungarn
98,2
115,4
78,6
-1,6
-2,0%
-20,0%
-31,9%
-6,0%
Irland
55,5
55,6
69,8
-0,6
-0,8%
25,6%
25,5%
13,0%
Italien
516,9
516,9
567,9
-10,0
-1,7%
9,9%
9,9%
-6,5%
Lettland
26,5
25,9
11,6
0,5
4,4%
-56,1%
-55,1%
-8,0%
Litauen
49,4
49,4
23,2
0,5
2,4%
-53,0%
-53,0%
-8,0%
Luxemburg
13,2
13,2
13,3
0,03
0,2%
1,0%
1,2%
-28,0%
Malta
2,2
2,2
3,2
-0,01
-0,3%
45,0%
Entfällt
Entfällt
Niederlande
211,7
213,0
207,5
-4,3
-2,0%
-2,0%
-2,6%
-6,0%
Polen
453,6
563,4
400,5
14,1
3,7%
-11,7%
-28,9%
-6,0%
Portugal
59,1
60,1
83,2
-4,2
-4,8%
40,7%
38,3%
27,0%
Rumänien
247,7
278,2
156,7
4,7
3,1%
-36,7%
-43,7%
-8,0%
Slowakei
73,7
72,1
48,9
-0,4
-0,9%
-33,6%
-32,1%
-8,0%
Slowenien
18,6
20,4
20,6
0,1
0,6%
10,8%
1,2%
-8,0%
Spanien
287,7
289,8
433,3
-7,5
-1,7%
50,6%
49,5%
15,0%
Schweden
72,0
72,2
65,7
-1,2
-1,7%
-8,7%
-8,9%
4,0%
Ver. Königreich
768,5
776,3
652,3
-3,0
-0,5%
-15,1%
-16,0%
-12,5%
EU-27
5572,2
Entfällt
5142,8
-14,0
-0,3%
-7,7%
Entfällt
Entfällt


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