Navigation path

Left navigation

Additional tools

Fischerei auf Roten Thun: Kommission gibt Einstellung der Ringwadenfischerei bekannt

European Commission - IP/08/937   13/06/2008

Other available languages: EN FR ES IT PT EL MT

IP/08/937

Brüssel, den 13. Juni 2008

Fischerei auf Roten Thun: Kommission gibt Einstellung der Ringwadenfischerei bekannt

Die Europäische Kommission teilte heute mit, dass sie im Mittelmeer und im Ostatlantik die Ringwadenfischerei auf Roten Thun schließt, da die entsprechenden Quoten als beinahe ausgeschöpft gelten. Das Fangverbot gilt ab dem 16. Juni 00.00 Uhr für Wadenfischer aus Griechenland, Frankreich, Italien, Zypern und Malta sowie ab dem 23. Juni 00.00 Uhr für Wadenfischer aus Spanien. Die Entscheidung stützt sich auf die Daten und Informationen, die der Kommission vorliegen. Andere Flottensegmente, deren Quoten noch nicht ausgeschöpft sind, dürfen weiter fischen. Die Ringwadenfischerei muss eingestellt werden, um diese gefährdete Ressource zu schützen und die Erholung des Bestands in Einklang mit dem auf 15 Jahre ausgelegten Wiederauffüllungsplan zu sichern, den die Internationale Kommission zur Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) vereinbart hat. Die Europäische Kommission ist entschlossen, alle notwendigen Mittel einzusetzen, um zu verhindern, dass die Bestände - wie bereits 2007 - erneut beträchtlich überfischt werden.

Damit die Schließung eine Überfischung wirksam verhindert, wird den europäischen Wirtschaftsbeteiligten mit der entsprechenden Verordnung darüber hinaus untersagt, Roten Thun, der von Ringwadenfischern gefangen wurde, zur Anlandung, zur Hälterung zum Zweck der Mast oder Aufzucht oder zur Umladung anzunehmen. Dieses Verbot gilt unabhängig von der Flagge, die die Ringwadenfischer führen (EU-Mitgliedstaat oder Drittland), ab dem 16. Juni 00.00 Uhr. Lediglich Ringwadenfischer unter der Flagge Spaniens dürfen Roten Thun noch bis zum 23. Juni 00.00 Uhr anlanden, transferieren oder umladen.

Die Kommission und die Europäische Fischereiaufsichtsagentur haben die laufende Saison für den Fang von Rotem Thun mit einer bisher einmaligen Inspektions- und Kontrollkampagne überwacht. Eingeleitet wurde diese Kampagne, nachdem die EU-Flotte 2007 die Bestände beträchtlich überfischt hatte und in allen Mitgliedstaaten, die an dieser Fischerei teilnehmen, gravierende Kontroll- und Durchsetzungsmängel festgestellt wurden. Im vergangenen Jahr ging die Überfischung vor allem auf die industrielle Ringwadenfischerei zurück, auf die mehr als 70 % des Gesamtfangs entfällt. Trotz der Mittel, die den Mitgliedstaaten aus dem Europäischen Fischereifonds zur Verfügung gestellt wurden, und obwohl die Quote im Rahmen des Wiederauffüllungsplans des ICCAT verringert wurde, ist die Fangkapazität der in der EU registrierten Ringwadenfänger 2008 mit 134 Schiffen größer als 2007 (92 Schiffe). Deswegen waren Sofortmaßnahmen der Kommission umso wichtiger, um eine Quotenüberschreitung zu verhindern. Die Ringwadenfängerflotte der EU ist in der Lage, im Juni, also auf dem Höhepunkt der Saison, an nur drei Tagen 10 % der gesamten Jahresquote der EU fangen.

Die Schließung der Fischerei wurde auf der Grundlage von Artikel 7 der Grundverordnung für die Gemeinsame Fischereipolitik beschlossen, demzufolge die Kommission Sofortmaßnahmen beschließen kann, wenn die lebenden aquatischen Ressourcen nachweislich ernsthaft gefährdet sind. Die Schließung wird durch die Verordnung (EG) Nr. 530/2008 wirksam, die unmittelbar mit ihrer Veröffentlichung heute in Kraft getreten ist. Alle Wirtschaftsbeteiligten müssen ab den vorgenannten Zeitpunkten die Annahme von Rotem Thun ablehnen, der von Gemeinschafts- oder von Drittlandschiffen gefangen wurde.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website