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Brüssel, 9. Juni 2008

Kommission beschließt Pass und Chip für Pferde und andere Equiden

Die Europäische Kommission hat eine Verordnung angenommen, die dazu beitragen wird, durch Einführung eines besseren und klareren Identifizierungssystems die Gesundheit von Pferden, Eseln und anderen Mitgliedern der „Equiden“-Familie zu verbessern. Alle Equiden sollen binnen sechs Monaten nach ihrer Geburt einen eigenen Pass erhalten. Gleichzeitig mit der Ausstellung des Passes wird dem Tier im Halsbereich ein auf den Pass abgestimmter Chip implantiert. Durch die vorgeschlagene Verordnung wird das Identifizierungssystem für Equiden modernisiert, die heute noch mit einem von Hand ausgefüllten Schaubild identifiziert werden.

Die EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou erklärte: „Das heutige Identifizierungssystem für Pferde ist überholt. Es muss an die technische Entwicklung angepasst werden. Mit der von der Kommission angenommenen Verordnung wird dies realisiert. Durch sie wird ein besseres Identifizierungssystem eingeführt, das uns letztendlich auch dabei helfen wird, Tierkrankheiten zu bekämpfen.“

Das Ziel

Mit der Verordnung soll das Identifizierungssystem für Equiden verbessert werden, das bisher durch Entscheidungen der Kommission aus den Jahren 1993 und 2000 geregelt ist. Das neue System basiert auf einem einzigen Identifizierungsdokument (Pass), das nach der Geburt oder beim Import des Tieres ausgestellt wird und lebenslang gültig ist. In Verbindung mit dem Identifizierungsdokument wird das Tier mit einem Mikrochip ausgestattet (Radiofrequenzidentifizierung – RFID), der mit einer individuellen Kennnummer in einer Datenbank registriert wird, so dass das Tier identifizierbar bleibt, auch wenn sich sein Name ändert.

Die Identifizierbarkeit ist nicht nur aus Gründen der Tiergesundheit notwendig, sondern auch, um sicherzustellen, dass bestimmte für die öffentliche Gesundheit wichtige Anforderungen erfüllt werden, da Equiden auch für den menschlichen Verzehr geschlachtet werden. In der Richtlinie 2001/82/EG über einen Gemeinschaftskodex für Tierarzneimittel ist für Equiden eine spezielle Ausnahmeregelung für die nicht vorschriftsmäßige Verwendung bestimmter Tierarzneimittel festgelegt. Die Verordnung sieht ein einheitliches Formular vor, mit dem ausgeschlossen werden soll, dass Equiden in die Lebensmittelkette gelangen, wenn sie einer bestimmten medizinischen Behandlung unterzogen wurden, bzw. mit dem die Schlachtung im Hinblick auf menschlichen Verzehr für sechs Monate ausgesetzt wird, wenn einem Tier bestimmte dort aufgeführte Tierarzneimittel verabreicht wurden.

Wichtigste Punkte

Die wesentlichen Punkte der Verordnung, die voraussichtlich am 1. Juli 2009 in Kraft tritt, sind:

  • Für alle Equiden wird nach der Geburt unabhängig von ihrem Verbringungsstatus ein lebenslang gültiger Pass ausgestellt.
  • Gleichzeitig mit der Ausstellung des Passes wird dem Fohlen ein Transponder (Mikrochip) implantiert, um sicherzustellen, dass nur ein einziges Identifizierungsdokument ausgestellt wird.
  • Die Ausstellung des Passes wird in einer Datenbank unter einer individuellen Kennnummer registriert, die lebenslang bestehen bleibt, auch wenn der Name des Tieres geändert wird.
  • Zur Schlachtung bestimmte Equiden müssen mit ihrem Pass zum Schlachthof verbracht werden, da der Pass ein wesentlicher Teil der lebensmittelrechtlich vorgeschriebenen Informationen zur Lebensmittelkette ist (einschließlich Informationen über die Verabreichung bestimmter Tierarzneimittel).
  • Die Mitgliedstaaten können nationale Datenbanken einrichten oder bestehende Datenbanken vernetzen.
  • Die Mitgliedstaaten können für innerstaatliche Verbringungen Smartcards anstelle von Pässen auf Papier zulassen.
  • Geregelt ist auch die Einziehung des Mikrochips und die Behandlung der Daten in der Datenbank bei Verlust des Passes und beim Tod des Tieres.
  • Die Verordnung sieht Ausnahmen für wild oder halbwild lebende Tiere vor.
  • Importe von Equiden aus Drittstaaten sind von der Verordnung nicht betroffen, sie enthält aber Bestimmungen über die Identifizierung von Equiden, die endgültig in die EU eingeführt werden.
  • Außerdem wird in der Verordnung geklärt, wie der Pass als Instrument zur Sperrung von Equiden bei einem Seuchenausbruch genutzt werden kann.

Wenn Sie mehr wissen wollen:

http://www.ec.europa.eu/food/animal/identification/equine/index_en.htm


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